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Maus 1. Mein Vater kotzt Geschichte aus. Die Geschichte eines Überlebenden.
 
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Maus 1. Mein Vater kotzt Geschichte aus. Die Geschichte eines Überlebenden. [Taschenbuch]

Art Spiegelman
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 5 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499224615
  • ISBN-13: 978-3499224614
  • Größe und/oder Gewicht: 21,9 x 15,1 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.725 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Manche historische Ereignisse lassen sich ganz einfach nicht beschreiben -- der Holocaust gehört dazu. Aus diesem Grund, während er langsam zur Vergangenheit wird und die Leute, die Zeugnis darüber ablegen können, nach und nach sterben, wird es immer wichtiger, daß mit immer neuen Mitteln versucht wird, das Unbeschreibliche zu beschreiben. So betrachtet, ist Art Spiegelmans Maus eine großartige Leistung, vom historischen wie auch vom künstlerischen Standpunkt her betrachtet.

Spiegelman, ein unerschütterlicher Anhänger der U-Comics-Szene der sechziger und siebziger Jahre, befragte seinen Vater Vladek, einen Überlebenden des Holocaust, der in der Nähe von New York lebt, zu seinen Erlebnissen. Der Künstler setzte dann die Geschichte geschickt in einen Bildroman um. Indem er eine wahre Geschichte des Holocaust in Comicform präsentiert -- die Juden werden als Mäuse dargestellt, die Deutschen als Katzen, die Polen als Schweine, die Franzosen als Frösche und die Amerikaner als Hunde --, zwingt Spiegelman den Leser, sich die Vorgänge bildlich vorzustellen und die Lücken, vor denen man sich so oft scheut, auszufüllen.

Wer Maus liest, wird gezwungen, den Holocaust neu zu betrachten. Dies ist weder einfach noch angenehm. Vladek Spiegelman und seine Frau Anna sind allerdings ausdauernde Helden, und oft genug passieren auch Akte der Güte und der Anständigkeit in dieser Geschichte, die einen weiterlesen lassen (wir wissen auch, daß die Protagonisten überleben, sonst wäre das Lesen zu schmerzlich).

Dieser erste Band macht uns mit Vladek als ehrgeizigen jungen Mann im Vorkriegs-Polen bekannt. Während die Ereignisse jenseits der Grenze immer bedrohlicher werden, werden wir Zeugen seiner Heirat mit Anna, seines Eintritts in die polnische Armee nach dem Ausbruch von feindseligen Auseinandersetzungen, des Lebens des Ehepaares im Ghetto und schließlich ihres Untertauchens als die "Endlösung" ihren Verlauf nimmt. Das Ende ist schlimm und schrecklich, aber das Schlimmste steht noch bevor -- im zweiten Band dieses Pulitzer-Preis-Gewinners. --Michael Gerber

Kurzbeschreibung

"Maus" nähert sich dem Unbeschreiblichen, dem Mord an Europas Juden, mit den Mitteln des Comic-Strip.
"Maus" ist Roman und Biographie, Bericht und persönliche Erinnerung - ein bewegendes Kunstwerk.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Art Spiegelman ist Comiczeichner von Beruf. Unter Kennern gilt er als einer der innovativsten, ungewöhnlichsten Zeichner der Szene. Natürlich hat auch er eine Familie und den damit verbundenen Streß. Zu der Zeit, als dieser Comic entstand, war sein Vater bereits verwitwet und lebte mit einer neuen Frau zusammen.

Beide, Sohn wie Freundin, haben mit den Macken des alten Herrn zu kämpfen. Geizig bis zur Karikatur, gelegentlich rassistisch, in vielen Kleinigkeiten des Alltags eigen. Sowas strengt an. Wladek Spiegelman ist kein einfacher Mensch.

Mehr aus Zufall beginnt Wladek, seinem Sohn etwas aus seinem Leben zu erzählen. Aus den Tagen, als er ein junger, fescher Textilkaufmann in einer polnischen Kleinstadt war. Wie er seine große Liebe traf, kurz darauf in einen kurzen Krieg ziehen mußte und bald, nach der Niederlage, in immer mehr Schwierigkeiten geriet. Wie die deutschen Besatzungsherren den Juden das Leben erst schwermachten, und sie später in Lager verschwinden ließen.

Art, auf den das alles einstürmt, macht aus der Geschichte einen Comic, der auch die Geschichte seiner Entstehung wiedergibt. Nur entfernt erinnern die Fabelfiguren, die er auftreten läßt, an Disney-Gestalten: Deutsche haben Katzenköpfe, Juden sind Mäuse, Polen Schweine, Franzosen Frösche, Amerikaner Hunde. Der Kunstgriff betont die Fremdheit, Unvorstellbarkeit, die die Geschichte Wladek Spiegelmans für uns heutige Leser hat. Wir, Amerikaner oder auch Deutsche von heute, kennen Hunger, Not, Verfolgung und auch Krieg hauptsächlich aus dem Fernsehen, aus Büchern und Erzählungen. Lebensbedrohlicher Alltag waren sie nie.

Dennoch gerät Art Spiegelmans Geschichte nicht zur Allegorie, hat keine "Helden" und folgt keiner politischen oder moralischen Theorie. Die Geschichte bleibt konkret, handelt vom Leben und Überleben eines ganz bestimmten Menschen mit Ecken und Kanten, nicht einer stilisierten Symbolfigur.

Trotz aller Vorsicht geraten Wladek und seine Frau in die Hände der Deutschen. Sie kommen ins Lager - nach Auschwitz. Irgendwie, auch mit viel Glück, überlebt Wladek. Ihm wird geholfen, und er erlebt die abgrundtiefe Grausamkeit, mit der Menschen andere Menschen behandeln können. Er erlebt, zu was Menschen fähig sind, die um ihr eigenes Überleben kämpfen, gegen Hunger, Durst, Kälte, Krankheiten, Angst - den Tod in vielerlei Form.

Wladek überlebte. Sein Sohn Art zeichnete seine Geschichte auf, ohne Verklärungen, ohne Beschönigungen, ohne falsche Dramatisierungen. Die Geschichte spricht für sich selbst.

Die erste Version dieses Ausnahmecomics erschien schon 1973, in der Form einer Kurzgeschichte. In der vorliegenden, zweibändigen Form gab Spiegelman sie 1986 und 1991 unter dem Titel "Maus - A Survivor's Tale" heraus. Auf Deutsch erschien der erste Band, "Mein Vater kotzt Geschichte aus", bei rororo 1989. 1992 folgte "Und hier begann mein Unglück", der mit der KZ-Einlieferung Wladek Spiegelmans einsetzt.

Die Zeichnungen erinnern an alte Holzschnitte, sind durchgehend schwarz-weiß gehalten und verlieren sich nicht in filigranen Details. Das, was an Einzelheiten zu erkennen ist, zeugt von sauberer Recherche.

Die Sprache ist meisterhaft, auch in der Übersetzung: Spricht Wladek Englisch, so benutzt er öfters eigenartige slawische Satzstellungen, sein Polnisch dagegen wird wie Arts Englisch in gutem Deutsch wiedergegeben. Jiddische Wörter wurden übernommen, jinglische ins Jiddische übertragen, historische Begriffe korrekt wiedergegeben. Sorgfältig wurde der Comic mit der Hand gelettert, die vielfältigen Möglichkeiten des Ausdrucks mit verschiedenen Schriften gut genutzt. Ich kenne wenige Comics, bei denen alle Beteiligten ihr Handwerk so meisterhaft ausgeübt haben.

"Maus" ist nicht der erste und nicht der einzige Comic, der sich mit ernsthaften Themen auseinandersetzt. Aber vermutlich ist er der bekannteste, und das zu recht: Art Spiegelman bringt uns die Lebensgeschichte seines Vaters nahe, die Geschichte eines Überlebenden, und er tut es auf eine in vielfacher Hinsicht ungewöhnliche Form. Unter den zahlreichen literarischen Versuchen, einen Teil der Geschichte des Holocausts wiederzugeben, ist dieser einer der besten.

Starker Tobak, aber dennoch: Auch und gerade für Menschen geeignet, die sonst kein Buch zu diesem Thema (mehr) lesen würden.

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lessing
Format:Taschenbuch
Die wahre Geschichte eines Holocaust-Überlebenden und der Beziehung zu seinem Sohn - dem Autor.

1992 gewann Maus, ein Comic-Buch von Art Spiegelman, den Pulitzer Preis und ebnete damit den immer noch steinigen Weg für Comics zu den höheren Weihen der seriösen Literatur. Den Einfluss, den Maus somit hatte, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Maus findet sich in jedem Kanon seiner Literaturgattung und hat es außerdem fertig gebracht, Eingang zu finden in die Liste der Referenzwerke, wenn es um den Holocaust geht - eine Leistung, die einmalig sein dürfte für ein "graphic novel".

Maus (Untertitel: "Die Geschichte eines Überlebenden", originial "A Survivor's Tale") wird in zwei Bänden ausgeliefert: "Mein Vater blutet Geschichte" ("My father bleeds history") und "Und hier begann mein Unglück" ("And here my troubles began"). Band eins führt den Leser in die Rahmenhandlung ein, die im gegenwärtigen New York spielt. Art Spiegelman, der Autor von Maus, besucht seinen alten, kranken Vater Vladek Spiegelman, der als junger Mann die Schrecken des deutschen Überfalls auf Polen 1939 und den anschließenden Holocaust er- und überlebt hat. Wie man bereits vermuten konnte, ist der Vater Jude. Art, der zu Vladek ein schlechtes Verhältnis hat, fragt seinen Vater im Laufe der Besuche immer wieder nach dessen Jugend aus, nach dessen Geschichte, die Art in einem Buch verarbeiten will. Und Vladek erzählt ihm alles, ungeschönt und detailgetreu. In Band eins erfährt der Leser von den Jahren vorm Krieg und der deutschen Besatzung. Vladek und seine Familie schaffen es immer wieder, sich auf abenteuerlichste Weise den Nazis zu entziehen - bis sie nach und nach getrennt und schließlich doch verhaftet und deportiert werden. An den Toren Auschwitzs, wie an den Toren der Hölle, endet Band eins.

Band zwei nimmt die Geschichte dort auf und berichtet vom Wahnsinn des Alltags im bekanntesten aller Vernichtungslager. Gleichzeitig fährt die Rahmenhandlung damit fort, dass Vladeks Gesundheitszustand im heutigen New York sich verschlechtert, und dass seine Frau ihn verlässt. Nach einem besonders schlimmen Anfall zieht sich der Vater in eine Hütte auf dem Land zurück und bringt seinen Sohn dazu, ihn dort zu besuchen. Art kann sich dessen nicht entziehen, auch wenn er es gerne wollte - noch hat der Vater ihm nicht alles erzählt, was er für sein Buch braucht. Vladek schildert die vielen Augenblicke in Auschwitz, in denen er dem Tode nur haarscharf entronnen ist. Das Lagerleben, auf diese Weise ein persönlicher Bericht, geht dabei näher als eine Dokumentation es könnte. Auch Vladeks Frau hat das Schicksal nach Auschwitz verdammt, und all sein Streben ist es, sie zu sehen und ihr zu helfen. Der Ausgang ist ungewiss - das Ende des Krieges naht, doch die Nazis wollen in ihrem eigenen Untergang noch alle anderen mit sich reißen. Durch die Authentizität, die unglaubliche Detailfülle, die vielen Intrigen und beteiligten Personen wirkt - und ist - Maus ungeheuer vielschichtig und echt. Dabei wird keines der großen Themen ausgelassen: wir erfahren von Leid, Verrat, Liebe, Tod, Neid, und dem Schrecklichen, zu dem Menschen aus Verblendung oder in höchster Not fähig sind.

Warum heißt das Buch eigentlich "Maus"? Bei all diesen Ausführungen klingt Maus eher wie ein - was die Form betrifft - üblicher Roman, aber das ist es nicht. Durch die Möglichkeiten des Selbstgestaltens der visuellen Aspekte hat Art Spiegelman der Geschichte seines Vaters eine größere Metaphorik verliehen: Die Juden sind als Mäuse gezeichnet, die Deutschen als Katzen. Polen wurden zu Schweinen, Amerikaner zu Hunden. So wäre uns einer der größten symbolischen Momente des Comics auf konventielle Weise verloren gegangen - als die Juden sich als Polen ausgeben, um nicht von den Nazis deportiert zu werden, binden sich die Mäuse Schweinemasken vors Gesicht. Das verdeutlicht auf einfache und dennoch prägnante Weise die ethnische und nationale Abgrenzung jener schweren Zeit. Zur Form ist weiterhin zu sagen, dass die eizelnen Panele des Comics in Schwarz-weiß gehalten sind; diese Trostlosigkeit passt zur Not, die Vladek und seine Familie in Polen durchstehen muss. An einigen wenigen Stellen hat Art Spiegelman alte Originalphotos aus dem Familienbesitz eingefügt, welches eine durchschlagende Wirkung hat, besonders zum Ende des zweiten Bandes, als wir zum ersten Mal Vladeks echtes Gesicht sehen. Der resultierende Schock, nachdem wir ihm so lange zugehört haben, verdeutlicht aufs Neue, dass das Buch trotz seines Fabelcharakters durch Mäuse und Katzen als Hauptpersonen doch keine ausgedachten Ereignisse behandelt, sondern dass wir einer wahren Geschichte beiwohnen: My father bleeds history.

Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich nicht scheuen, dieses Buch im Original zu erwerben. Viele Nuancen gehen in der Übersetzung verloren. So spricht zum Beispiel Vladek, wenn er erzählt, in einer fehlerhaften englischen Grammatik, was nicht verwunderlich ist, da er ja kein "native speaker" ist. Ab und zu lässt Art Spiegelman die Deutschen deutsch sprechen, was bei einer Übersetzung ins Deutsche natürlich in keinster Weise dargestellt werden kann; auch einige wenige Stellen in Jiddisch und Polnisch sind vorhanden. Dabei ist das Englisch sowohl der Rahmenhandlung als auch der inneren Fabel sehr leicht zu verstehen.

Vladek Spiegelman, der junge Jude, ist ein Held - er setzt sich für andere ein, hilft, wo er kann, hungert und leidet, damit er das Wenige, was er aufspart, seinen Lieben schenken kann. Der Wahrheitsgehalt dessen, was Vladek über sich selbst berichtet, darf selbstverständlich angezweifelt werden, denn wer verschweigt nicht die eigenen dunklen Seiten? Auch Vladek dürfte von jener Eitelkeit nicht gefeit sein. Doch Art Spiegelmans Blick auf seinen Vater in der Jetztzeit schafft einen starken Kontrast - Vladek ist im Alter ein oft abstoßender, vorurteilsbehafteter Geizhals mit einer schier unendlichen Anzahl an nervtötenden Marotten. Er äußert sich sogar abfällig über Afro-Amerikaner - ausgerechnet er, der Holocaust-Überlebende! Dieser Kontrast zwischen dem jungen und alten Vladek macht ihn nur um so menschlicher und entschärft seine beinahe unbefleckte Heiligkeit im eigenen Bericht. Art Spiegelman schreckt nicht davor zurück, auch seine eigenen Fehler und seine Schuld im Umgang mit dem Vater einzugestehen. In vielen Sprüngen zurück in die Rahmenhandlung erfährt der Leser von der gestörten Beziehung zwischen Vater und Sohn und ihren Versuchen, sich miteinander abzufinden.

Diese kleinen Episoden stellen ein weiteres ungewöhnliches Mittel der Erzählung dar: so berichtet Art von den Problemen, die er hat, Maus zu schreiben, in Maus selbst - eine unorthodoxe Schachtelung und Selbstreferenz. Er schildert die Momente, in denen er nicht weiß, wie er weiter machen soll - wie soll er Auschwitz zeichnerisch adäquat darstellen, wie kann er seinen Vater als grotesk geizig darstellen, ohne selbst das Zerrbild und den alten Stereotyp des geldgierigen Juden zu bedienen?

Am Ende des Buches hat der Vater dem Sohn das Ende seiner Geschichte in einem Krankenhausbett, vielleicht sogar dem Sterbebett, erzählt. In der Umnachtung, die den Vater zu umfangen beginnt, verwechselt er gar den Namen seines Sohnes mit dem eines anderen Sohnes. Auf diese traurige, nahegehende Weise entlässt Maus den Leser, der sich doch nicht umgehend aus der Umklammerung befreien kann. Maus ist ein Buch, an das man noch lange denken wird - zu Recht. Maus ist in seiner Vielschichtigkeit und Symbolik ein wichtiges Dokument nicht nur der Shoa, sondern auch deren Bewältigung im Persönlichen, Privaten. Nicht zuletzt ist es eine große Tragödie und Familientragödie, eine Wunde im Fleisch der Historie und im Fleisch der Familie Spiegelman, die sich nie wieder schließen wird.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auch so kann eine Geschichtsaufarbeitung sein. Sehr persönlich. Im ersten Moment verwunderlich. Beinahe zwiespältig. Trotzdem faszinierend. Ein Buch, das den Leser in seinen Bann zieht und nicht losläßt, solange, bis man es gelesen hat und auch danach noch lange nicht. Dieses Buch wirkt. Es bewegt, es verunsichert und es fasziniert. Trotz des Inhalts. Es geht um die Aufbereitung Nazi - Deutschlands. Nicht etwa, wie man es gewohnt sein dürfte. Nicht trocken, nicht in Textform. Sondern in Bildern. Es ist ein Comic. Ein Comic ohne Menschen. Und trotzdem mit Personen und Individuen. Juden sind Mäuse. Nazis Katzen. Und sie haben Namen. Reelle Namen. Schließlich ist es eine persönliche Nacherzählung des Erlebten. Der Vater Spiegelmanns ist der Erzähler, sein Sohn zeichnet seine Vergangenheit. Das Leben im Konzentrationslager, das Leben im Ghetto, das Leben in Polen und das Leben in Amerika, der neuen Heimat. Alles ist wirklich, trotz der Art der Zeichnungen, die sehr grob sind, nachvollziehbar. Man leidet mit den Mensch - Mäusen. Umberto Eco sagt zu diesem Buch: „Maus ist ein Buch, das man nicht weglegen kann. Wenn man die Mäuse über die Liebe sprechen hört, ist man gerührt, wenn sie leiden, muß man weinen." Die New York Times nennt es ein großes Epos in kleinen Bildern und beides stimmt. Niemand, sei er auch noch so konservativ kann sich dieser Art der Vergangenheitsbewältigung verschließen und niemand darf es wirklich. Trotzdem diese Zeit etliche Jahre zurückliegt, darf sie nicht vergessen werden. Art Spiegelmann trägt intensiv dazu bei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
wenn möglich lieber in englisch lesen
ich fand das buch sehr bewegend und habe lediglich wegen der übersetzung einen stern abgezogen (siehe ganz unten). Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von love2read veröffentlicht
Genial
Die einzige Form, in der man die grauenvollen Wahrheiten des Holocausts aufnehmen kann, ist meiner Meinung nach diese! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2008 von Bettina Licht
Brilliant
Spiegelman created with his anti-Holocaust graphic novel a milestone in American literary history. He breaks with stereotypes, reminds people of their past and makes them think. Lesen Sie weiter...
Am 9. April 2005 veröffentlicht
Kritisch und Direkt !
Einfach ein Comic zum Nachdenken.Der Zeichstyl ist sehr Ausdrucksstark und jeder der sich für die Zeit des Nationalsozalismus Interessiert wird in diesem Kritschen Comic einen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Januar 2004 von Sarah
Bewegend, berührend, persönlich - sehr zu empfehlen
Unheimlich berührendes Buch! Man kann sich die bedrückenden und beängstigenden Zustände damals besser vorstellen als in jedem Film.
Am 10. Februar 2002 veröffentlicht
Sehr gelungene Form von dt. Geschichte in Comicform
Sehr interresante Verbindung zwischen deutscher Kriegsgeschichte und der Gegenwart in nicht-angestaubter Comic Form. Lesen Sie weiter...
Am 28. November 2001 veröffentlicht
großartig
Wie stellt man dar, was sich nicht darstellen läßt, wie kann man beschreiben, was nicht zu beschreiben ist - die Schoah, das Böse? Lesen Sie weiter...
Am 26. August 1999 veröffentlicht
Vergangenheitsbewältigung Teil 2
Der zweite Teil, die Weiterführung der Geschichte aus „Maus 1". Art Spiegelmann hat für sein Werk 1992 den Pulitzer Preis bekommen. Lesen Sie weiter...
Am 8. August 1999 veröffentlicht
Mäuse als Juden im lebensnahen Holocaust,
Ich bin von Maus sehr beeindruckt. Der Stil der Schwarz-Weiß-Zeichnung und die Umsetzung der Personen als Tiere (Mäuse, Schweine, Katzen etc. Lesen Sie weiter...
Am 14. Juli 1999 veröffentlicht
Unbedingt lesenswert!
Ein absoluter Klassiker - und ein absoluter "all-time-favorite" von mir. Eine außergewöhnliche, wahre Geschichte, kombiniert mit ausdrucksstarken Zeichnungen. Lesen Sie weiter...
Am 6. Juli 1999 veröffentlicht
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