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Vater: Deutscher: Das Schicksal der norwegischen Lebensbornkinder und ihrer Mütter von 1940 bis heute
 
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Vater: Deutscher: Das Schicksal der norwegischen Lebensbornkinder und ihrer Mütter von 1940 bis heute [Gebundene Ausgabe]

Kåre Olsen , Ebba Drolshagen


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Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Norwegen 10.000 bis 12.000 Kinder geboren, die eine norwegische Mutter und einen deutschen Vater hatten. In der Nachkriegszeit wurden diese so genannten Kriegskinder misshandelt und ausgegrenzt, ihre Mütter als "Deutschenhuren" interniert, beschimpft, kahl geschoren: Diese schrecklichen Erfahrungen wirken nach, manchmal ein Leben lang.

Die norwegischen Kriegskinder waren in zweifacher Hinsicht gebrandmarkt: durch ihre deutschen Väter und durch ihre Verbindung zum berüchtigten Lebensborn e.V., einer SS-Organisation, die "rassisch und erbbiologisch wertvolle Kinder" für die Eliteeinheit des NS-Staates heranziehen und das deutsche Volk durch die "nordische Rasse" "veredeln" sollte. Die SS hielt es daher "für unbedingt wünschenswert, dass die deutschen Soldaten so viele Kinder wie möglich mit norwegischen Frauen zeugen", und tat alles, um "den zu erwartenden Nachwuchs wertvollen Blutes dem Deutschtum zu sichern".

Unter SS-Regie startete der Lebensborn in Norwegen ein umfassendes Fürsorgeprogramm für ledige Mütter und ihren "arischen" Nachwuchs. Die Organisation unterhielt Entbindungs- und Kinderheim, kümmerte sich um die Unterhaltszahlungen oder vermittelte Arbeitsplätze. Kinder, deren Mütter nicht für sie sorgen konnten, wurden in speziellen Heimen untergebracht oder zur Adoption in "guten" Familien freigegeben. Mit "Menschenzucht", wie vielfach kolportiert, hatte dieses Programm indes nichts zu tun. Denn Lebensborn kam mit den Paaren erst in Kontakt, wenn bereits eine Schwangerschaft bestand. Eine "rassensystematische Beurteilung" stellte jedoch sicher, dass nur "rassisch wertvolle" Frauen in den Genuss dieser sozialen Fürsorge kamen.

Kåre Olsen zeichnet ein genaues Bild vom Alltag der Organisation und von den Menschen, die mit dem Lebensborn zu tun hatten. Vor allem aber beschäftigt ihn das Schicksal der norwegischen Lebensbornkinder und ihrer Mütter. Wie haben sich ihre Mitmenschen, wie hat sich der norwegische Staat ihnen gegenüber verhalten? Wie erging es den "Kriegskindern" und "Deutschenmädchen", die nach Kriegsende in Deutschland lebten? Und wie geht die norwegische Gesellschaft heute mit dem Lebensborn-Erbe um? Brisante Fragen, auf die Kåre Olsen umfassend Antwort gibt. --Stephan Fingerle

Pressestimmen

Konkret 28/2003: Schwert und Wiege "Eine informative Studie."

18.11.2002 / Frankfurter Rundschau: Der ungeliebte Nachwuchs "Eine stattliche Anzahl der Lebensbornkinder verklagt inzwischen den norwegischen Staat auf Schadensersatz [...] Olsens Buch dürfte ihnen hierbei Argumentationshilfe sein."

10.03.2003 / Der Spiegel: 'Kinder der Schande' "Olsens Buch ist die erste historische Untersuchung zur Organisation und Funktion des Lebensborns in Norwegen."

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