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  • Vatel
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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
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am 10. Januar 2003
Nicht nur gut sondern hervorragend!
Die Geschichte eines Mannes (Vatel) der sich ganz auf seine meisterhaften Fähigkeiten zurückgezogen hat, und durch die Begegnung mit einer Frau, die ihm, "der sich von der Freundlichkeit zurückgezogen hatte, Freundlichkeit erweist" wieder den Gefühlen offen wird.
Dabei verliebt er sich nicht nur, sondern wird verletzlich einer Umwelt gegenüber, die einen Mann seiner niederen Herkunft gegenüber keine wirkliche Wertschätzung erweisen kann. Damit ist sein Scheitern vorprogrammiert.
Gérard Depardieu (Vatel) erwacht aus seinem Schneckenhaus mit alles Zeichen der Verwirrung und des Zögerns, welches diesem Thema angemessen ist. Uma Thurman (Anne de Montausier) verknallt sich nicht einfach sondern wagt diese Liebe schrittweise. Und beide scheitern (oder doch nicht?) großartig.
Die DVD ist technisch hervorragend. Das Bild ist scharf, klar und hell. Der Ton für ein DolbyDigitalverfahren sehr musikalisch (wichtig bei der großen Anzahl von barocken Musikstücken). Etwas kurz kommen nur die Boni. Zwar nett gemacht und ausnahmsweise wirklich aussagekräftig, nur bei so einem großen Film wäre ich auf etwas mehr neugierig gewesen.
Zusammengefaßt: Großes Kino in jeder Beziehung! Die Ausstattung, die Musik, die Feuerwerke, die Feste ... alles prächtig und schön und dabei gleichzeitig nur Hintergrund für eine wunderbare weil zutiefst menschliche Erzählung.
Tu dir einen Gefallen und leiste dir diesen Film ;-)
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Januar 2009
Roland Joffe, durch "Killing Fields" und "Mission" einst Liebling der US-Filmkritik, realisierte im Jahre 2000 den üppigen Historienfilm "Vatel", ein 38 Millionen Dollar teures Spektakel um den grenzenlosen Überfluss zur Zeit des Sonnenkönigs, natürlich mit den dazugehörigen höfischen Intrigen. Eine Atmosphäre der Anmassung, Betrug, Lust, Geld und Manipulation, am Ende aber steht Besinnung.
Dieses Fest fürs Auge eröffnete ausser Konkurrenz die Filmfestspiele in Cannes und sah sich vor allem in den USA schlechten Kritiken ausgesetzt. In Europa war man gnädiger, immerhin wurde dort die visuelle Stärke des Films hochgelobt.
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, Joffe erzählt das Schicksal Vatels in historischer Überlieferung mit der Katastrophe vom zu spät gelieferten Fisch, fügt allerdings eine weitere Komponente dazu. Im Jahre 1671 lädt der inzwischen überschuldete Prinz de Conde (Julian Glover), einst gefeierter Soldat der Nation, den Sonnenkönig Louis XIV. (Julian Sands) auf sein Schloss Chantilly ein, wo er durch extravagante Festivitäten dem Souverän imponieren will, natürlich nicht ohne an den Eigennutz zu denken: Eine tragende Rolle im aufkommenden Krieg mit Holland und auch die Geldbörse will gefüllt sein, noch dazu weil diverse Gläubiger vor der Tür stehen. Zu diesem Zweck setzt der Schlossherr seinen besten Mann den Kämmerer Vatel (Gerard Depardieu) als Joker ein:
Der zu seiner Zeit berühmte Küchenmeister hat sich durch Perfektionswahn und Ideenreichtum zum unentbehrlichen Gestalter höfischer Feierlichkeiten hochgearbeitet. Für jeden Tag des Besuchs ersinnt er einmalige Veranstaltungen, für jedes drohende Desaster, also für unvorhesehene Probleme beim Realisieren des Spektakels, muss er eine passende Lösung als Alternative haben.
Vatel trat um das Jahr 1667 in den Dienst des Prinzen von Conde ein und war als Küchenmeister nicht nur für das Gelingen der kulinarischen Zubereitung zuständig, sondern auch für deren Präsentation und Darbietung. Dazu gehörten neben den üblichen Schaudarbietungen und exquisiten Kulissenbauten für die themenbezogenen Mahlzeiten auch Feuerwerk und selbst Theaterdarbietungen.
Historisch verbürgt ist seine Prunk- und Prachtküche des Jahres 1661, damals arbeitete er für Fouquet, den damals reichsten Mann Frankreichs. Einer der Programmpunkte, die Vatel auswählte, war die Uraufführung von Molières Stück "Les Facheux". Sein Ruf war also schon im Vorab legendär...
Der zu Besuch kommende Herrscher hat natürlich einen grossen Teil des Hofstaats mit im Gepäck: die Königin, mehreren Mätressen, seinen nach jungen Knaben gierenden Bruder, sein bösartiger machtvoller Sekrätär Marquis de Lauzun (Tim Roth) und die schöne Anne de Montausier (Uma Thurman), die während der 3 Tage andauernden dekadenten Festlichkeiten gleich von 3 Männern begehrt werden wird.
Mir gefiel der Film sehr gut, Depardieu ist für mich in seinen Historienfilmen fürs Kino ein Garant für auserlesene Qualität. Sei es nun in der Rolle des Cyrano de Bergerac, als Danton, als Bauer Martin Guerre oder hier als Gourmetmeister Vatel.
Viele Kritiker haben sein Schauspiel kritisiert, weil er neben all den anderen Figuren seltsam blass und unscheinbar wirke. Ich sehe dieses Understatement und bescheidene Spiel gerade als grossen Vorzug die Diskrepanz zwischen pompösen Adel und dienendem Volk in all den erlesenen Bildern eindrücklich darzustellen.
Noch dazu ist der Film mit seinen 99 Minuten kurzweilig, er hätte gerne noch etwas länger dauern dürfen.
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am 2. Oktober 2015
.....(BAUCH-) HIRN eine klare EMPFEHLUNG!!!

eine ruhige, be- ruh-igende Episode aus dem Leben eines Menschen, der dem "schönen" verfallen war...

Wunderbare BILDER, SOO gut, daß die GERÜCHE Riech (-ruch...), schmeck- und tastbar sind/scheinen..!!!

ein hervorragender GdP

Unendlich viele STERNE!!!
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am 1. März 2005
Der Film ist ein großes buntes Bild aus Wasser, Feuer, Essen, Tanz, Spiel, Musik, Leben und Genuss. Und doch ist dieses Fest der Sinne nur der Vordergrund. Denn erzählt wird die Geschichte des Haushofmeisters, der all dies schuf, als Fest für Ludwig den 14.. Vatel (Gerard Depardieu in einer sehr passenden Rolle) ist Haushofmeister bei einem Grafen, dem er treu ergeben ist. Als eines Tages der Besuch des Sonnenkönigs angekündigt wird, gibt Vatel alles, was in seiner Macht steht, um das Fest großartig zu gestalten, immerhin hängt für seinen Herrn viel davon ab, wie es dem König gefällt am kleinen Hofe.
Die kleinen Nöte der Organisation, die kleinen Geschichten hinter der Bühne, die Küchen, die Höfe, die Gärten, von all dem wird erzählt. Aber auch von der Enttäuschung eines treu Ergebenen, der plötzlich erkennen muss, dass er für seinen Herrn nur ein Spielzeug ist.
Ein bunter Film mit einem dennoch tragischen Ende, ein Feuerwerk aller Sinne, einfach unvergesslich in der fast schlaraffenland-ähnlichen Anhäufung unwahrscheinlichster Geräusche, Essensplatten, Gartenbeleuchtungen und in der realistischen Darstellung des mondänen Lebens am Hofe des Louis 14..
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am 12. November 2010
Der Film ist für mich insoweit interessant, daß er ungeniert zeigt, wie ein Fest der französischen Hocharistokratie stattgefunden hat. Die immensen Kosten, die der Prinz von Condé auf Pump ausgegeben hat, sind nicht nur für ihn ein Risiko, sondern schlimmer trifft mal wieder das einfache Volk, das für das Fest arbeitet bzw. Waren ausliefert und das Geld wahrscheinlich niemals bekommt.

Die Hauptperson François Vatel - der eigentlich Fritz-Karl Watel hieß, da er Schweizer Abstammung war - war der Haushofmeister und Koch des Prinzen von Condé auf Schloss Chantilly sowie einer der bedeutendsten Küchengenie seiner Zeit, bekannt für seine Gabe, rauschende Feste zu organisieren! Der Mann wäre heute unbezahlbar und trotz der damaliger Verschwendung, zeigt der Film auch den inneren Kampf dieses Mannes, der sehr wohl ein Herz für arme Leute hat. Er steht zwischen den Stühlen, einerseits die Arbeiter, die nicht bezahlt werden können, andererseits sein Dienstgeber, dessen Leben wahrscheinlich von der Gunst des Sonnenkönigs abhängig ist. Gelingt das Fest, könnte der Sonnenkönig dem Prinzen möglicherweise viel Geld geben und damit wären die Schulden, Rechnungen und Gehälter bezahlt. Scheitert das Fest, scheitern alle! Interessant ist auch die Tatsache, daß alles eigentlich davon abhängt, ob Frankreich gegen die Niederlanden in den Krieg zieht oder nicht, wenn ja braucht der Sonnenkönig das militärische Können des Prinzen von Condé - muß also dem Prinzen viel Geld geben! Gibt es keinen Krieg, braucht der Sonnenkönig den Prinzen von Condé nicht und muß ihm auch kein Geld geben!

Vatel hat andere Sorgen und Interessen als der Sonnenkönig, das ist klar und er erfährt, daß der Prinz ihn nach Versailles verspielt hat oder verspielen mußte, dann die absehbare Gefahr, daß das Fest durch Lieferschwierigkeiten und Pannen zu scheitern droht. Das alles ist für den 40jährigen scheinbar eine enorme Belastung, die er nicht aushält und in einem Selbstmord endet.
Für den Prinzen von Condé endet das Fest positiv, denn es kommt zum Krieg, der ihn saniert, ob aber die Rechnungen für das Fest bezahlt werden, läßt der Film offen! Ein schöner und trauriger Film zugleich.
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am 17. Dezember 2002
Das ist ein Film u.a. für romantische Winterabende. Da stimmt einfach alles: Der Einblick ins höfische Leben, die aufwendige Ausstattung, die Darsteller, vor allem Depardieu und mein Filmliebling Tim Roth, diesmal wieder als fiese "Hofschranze" wie in "Rob Roy". Die Musik von Ennio Morricone im alten Stil komponiert, paßt wunderbar dazu.
Und wie schön, dass bei diesem oberflächlichen und aufschlußreichen Geplänkel in der höfischen Gesellschaft einem wieder so ein paar Binsenweisheiten untergejubelt werden, die wir so gerne vergessen: Worauf es ankommt, ist, sich selbst treu und damit ein freier Mensch zu bleiben. Märchen sind etwas Schönes und wenn sie gut erzählt werden, wie hier, sind sie wunderbar.
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am 21. Juni 2009
Frankreich im Jahr 1671:

Als Maitre de Plaisir soll Vatel (Kochbuchautor, Winzer und Frankreichs begnadeter Botschafter des Savoir vivre Gerard Depardieu) dem Sonnenkönig, Ludwig XIV und dessen Gefolge ein rauschendes Fest bereiten. Es wäre zu einfach, wenn Vatel das große Schmauseln ohne intrigante Zwischenfälle ausrichten könnte.

Auf den weiten Gängen im Schloss Chantilly tümmelt sich hektisch im Morgengrauen die Dienerschaft. Der Boden muss auf Hochglanz poliert werden und in den Küchen warten die Köche und Gehilfen auf die letzten Anweisungen von Vatel. Als Haushofmeister des Prinzen de Conde liegt vor ihm die größte Herausforderung seines Lebens.

Alles bisher Dagewesesene soll in den Schatten gestellt werden. Für den finanziell ruinierten Conde ist dies die letzte Chance, die Gunst des Königs zurück zu gewinnen und den Auftrag zu erhalten, den drohenden Krieg gegen die Holländer anzuführen...

Aber so einfach ist das eben nicht.

Da wäre zum Einen der pädophiel angehauchte Bruder des Königs, der seine sexuellen Aktivitäten an einen Küchenjungen abreagieren will und Vatel den Jungen beschützen muss. Dann ist da noch der intrigante Lauzun (herrlich fies gespielt von Tim Roth), Günstling des Köngis, der ebenfalls den Erfolg des Festes bedroht.

Aber richtig kompliziert wird es, als sich die Mätresse des Königs (Uma Thurman) in Vatel verliebt.

Wer Kostümfilme liebt, investiert gern in dieses Werk und wird garantiert nicht enttäuscht. Wunderbare Schauspieler, raffinierte Bühnenausstattungen und die herrlichen Kostüme versetzen jeden in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.
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am 9. April 2008
Bisher hatte ich irgendwie nie Gelegenheit, mir diesen phantastischen "Schinken" anzusehen, nun aber bekam ich ihn geschenkt (ein Verlegenheitsgeschenk mit toller Wirkung) und muß sagen, daß meine Erwartungen nicht nur nicht enttäuscht, sondern übertroffen wurden!
Vatel blickt aus der Perpektive eines Kochs auf Völlerei, Borniertheit, Arroganz und die Unmoral der Herrschenden zu Zeiten König Ludwig XIV.
Unvergleichlichen Eindruch in diesem schier überquellenden Kostümfilm machte auf mich besonders Gerard Depardieu, der sich mit viel Getöse und Einsatz um den Zwiespalt zwischen den einzelnen Menschen und der großen Politik kümmert..
Einfach großes Kino!
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am 17. April 2012
VATEl gehört zu jenen Filmen die eine interessante Geschichte mit hervorragenden Schauspielen, Kostüme und Musik verbindet.
Hat man mal diesen FIlm LIEBEN gelern, kann man nur noch schwärmen über den geschichtlichen Hintergrund, über Umgang und mit Menschen. Es gibt z.Z. viele Historische Romane über diese Zeit in denen alle wichtigen Zeitpersonen um Ludwig den XIV vorkommen.Wirklich sehenswert wer Geschichte und historische Filme liebt.
Eigentlich wäre er mindestens 4 Oskars wert .
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am 16. November 2002
Ein "fast" Monumentalfilm der Extraklasse. Fast, weil es die obligatorischen Massenszenen nicht gibt, aber ansonsten besticht er druch seine aufwendige Ausstattung. Er entführt den Zuschauer in die längst vergangene Epoche Ludwigs XIV, gibt Einblicke in sein ausschweifendes opulentes höfisches Leben.
An Rande noch eine kleine Liebesgeschichte ohne jeglichen Kitsch, aber wer wüde das bei den Hauptdarstellern auch schon erwarten? Brilliant: Uma Thurman
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