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Vatel
 
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Vatel

Gérard Depardieu , Uma Thurman , Roland Joffé    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Gérard Depardieu, Uma Thurman, Tim Roth
  • Regisseur(e): Roland Joffé
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 3. Juni 2002
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000066RPI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.573 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es herrscht hektisches Treiben auf Schloss Chantilly. In Kürze wird der Sonnenkönig mit seinem Hofstaat eintreffen, um an einem bombastischen Fest teilzunehmen, das sein Onkel, der Prinz von Condé, für ihn ausrichtet. An den folgenden drei Tagen sollen die adeligen Gäste mit Theater, Musik, Feuerwerk, aufwändigen Dekorationen und den köstlichsten Speisen unterhalten werden. Für die gesamte Organisation der Festlichkeiten ist der aus einfachen Verhältnissen stammende François Vatel (Gérard Depardieu) zuständig, Condés Maître de plaisir. Das Fest hat einen politischen Hintergrund: Der völlig verschuldete Condé erhofft sich von einem Gelingen die Versöhnung mit dem König und den Oberbefehl über eine Armee, was ihm sehr viel Geld einbringen würde.

Wem einst Geschichte durch trockenes Zahlenlernen in der Schule verleidet wurde, der kann sich hier davon überzeugen, wie faszinierend Freud und Leid der damaligen Menschen sein können. Seinen besonderen Reiz erhält der Film durch die Schilderung des Geschehens aus der Perspektive der kleinen Leute. Im Mittelpunkt steht Vatel, der als einer der wenigen zwischen den beiden ansonsten völlig getrennten Welten der Adeligen und Bediensteten hin- und herwechselt. Seine größte Intensität entfaltet der Film, wenn die Kamera dem rastlosen Vatel in die endlosen Küchengewölbe folgt. Scheinbar überall hat er seine Augen, kostet hier an einem Teig, gibt Tipps zur Verbesserung, löst da ein Problem. Vatel, von Depardieu wundervoll als nach außen starker Mann mit empfindsamer Seele verkörpert, versieht seine Aufgabe mit einer Leidenschaft, die sonst nur noch bei Künstlern anzutreffen ist.

Als Vatel jedoch im Laufe der Tage das nichtsnutzige Treiben und die maßlose Verschwendungssucht der Hofgesellschaft miterlebt, wachsen in ihm Abscheu und Verachtung. Nur die Hofdame Anne de Montausier (Uma Thurman) zeigt noch Herz und eine zarte, aber hoffnungslose Liebe entwickelt sich zwischen ihnen. Anfangs ist Vatel stolz auf seine Leistung und von seiner Wichtigkeit überzeugt. Doch zuletzt muss er einsehen, dass auch er nur ein Sklave ist, genauso wie die verarmte Anne, die sich glücklich schätzen darf, wenn der König sie in sein Bett befiehlt. Ein wunderbarer Historienfilm, der, völlig frei von Pathos oder Kitsch, nicht nur mit prachtvollen Dekors und rauschenden Kostümen besticht, sondern auch mit Seele. --Elke Wolter

Produktbeschreibungen

Schloss Chantilly im Morgengrauen Die Dienerschaft tümmelt sich hektisch auf den weiten Gängen. Die Dienstmädchen bringen den Boden auf Hochglanz, und in den Küchen warten die Köche und Gehilfen auf die letzten Anweisungen von Vatel Grard Depardieu. Als Haushofmeister des Prinzen de Cond liegt vor ihm die größte Herausforderung seines Lebens ein Fest für Ludwig XIV., König von Frankreich, auszurichten, das alles bisher dagewesene in den Schatten stellen soll. Für den finanziell ruinierten Cond ist dies die letzte Chance, die Gunst des Königs zurück zu gewinnen und den Auftrag zu erhalten, den drohenden Krieg gegen die Holländer anzuführen...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans S.
Format:DVD
Nicht nur gut sondern hervorragend!
Die Geschichte eines Mannes (Vatel) der sich ganz auf seine meisterhaften Fähigkeiten zurückgezogen hat, und durch die Begegnung mit einer Frau, die ihm, "der sich von der Freundlichkeit zurückgezogen hatte, Freundlichkeit erweist" wieder den Gefühlen offen wird.
Dabei verliebt er sich nicht nur, sondern wird verletzlich einer Umwelt gegenüber, die einen Mann seiner niederen Herkunft gegenüber keine wirkliche Wertschätzung erweisen kann. Damit ist sein Scheitern vorprogrammiert.

Gérard Depardieu (Vatel) erwacht aus seinem Schneckenhaus mit alles Zeichen der Verwirrung und des Zögerns, welches diesem Thema angemessen ist. Uma Thurman (Anne de Montausier) verknallt sich nicht einfach sondern wagt diese Liebe schrittweise. Und beide scheitern (oder doch nicht?) großartig.

Die DVD ist technisch hervorragend. Das Bild ist scharf, klar und hell. Der Ton für ein DolbyDigitalverfahren sehr musikalisch (wichtig bei der großen Anzahl von barocken Musikstücken). Etwas kurz kommen nur die Boni. Zwar nett gemacht und ausnahmsweise wirklich aussagekräftig, nur bei so einem großen Film wäre ich auf etwas mehr neugierig gewesen.

Zusammengefaßt: Großes Kino in jeder Beziehung! Die Ausstattung, die Musik, die Feuerwerke, die Feste ... alles prächtig und schön und dabei gleichzeitig nur Hintergrund für eine wunderbare weil zutiefst menschliche Erzählung.

Tu dir einen Gefallen und leiste dir diesen Film ;-)

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Roland Joffe, durch "Killing Fields" und "Mission" einst Liebling der US-Filmkritik, realisierte im Jahre 2000 den üppigen Historienfilm "Vatel", ein 38 Millionen Dollar teures Spektakel um den grenzenlosen Überfluss zur Zeit des Sonnenkönigs, natürlich mit den dazugehörigen höfischen Intrigen. Eine Atmosphäre der Anmassung, Betrug, Lust, Geld und Manipulation, am Ende aber steht Besinnung.
Dieses Fest fürs Auge eröffnete ausser Konkurrenz die Filmfestspiele in Cannes und sah sich vor allem in den USA schlechten Kritiken ausgesetzt. In Europa war man gnädiger, immerhin wurde dort die visuelle Stärke des Films hochgelobt.
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, Joffe erzählt das Schicksal Vatels in historischer Überlieferung mit der Katastrophe vom zu spät gelieferten Fisch, fügt allerdings eine weitere Komponente dazu. Im Jahre 1671 lädt der inzwischen überschuldete Prinz de Conde (Julian Glover), einst gefeierter Soldat der Nation, den Sonnenkönig Louis XIV. (Julian Sands) auf sein Schloss Chantilly ein, wo er durch extravagante Festivitäten dem Souverän imponieren will, natürlich nicht ohne an den Eigennutz zu denken: Eine tragende Rolle im aufkommenden Krieg mit Holland und auch die Geldbörse will gefüllt sein, noch dazu weil diverse Gläubiger vor der Tür stehen. Zu diesem Zweck setzt der Schlossherr seinen besten Mann den Kämmerer Vatel (Gerard Depardieu) als Joker ein:
Der zu seiner Zeit berühmte Küchenmeister hat sich durch Perfektionswahn und Ideenreichtum zum unentbehrlichen Gestalter höfischer Feierlichkeiten hochgearbeitet. Für jeden Tag des Besuchs ersinnt er einmalige Veranstaltungen, für jedes drohende Desaster, also für unvorhesehene Probleme beim Realisieren des Spektakels, muss er eine passende Lösung als Alternative haben.
Vatel trat um das Jahr 1667 in den Dienst des Prinzen von Conde ein und war als Küchenmeister nicht nur für das Gelingen der kulinarischen Zubereitung zuständig, sondern auch für deren Präsentation und Darbietung. Dazu gehörten neben den üblichen Schaudarbietungen und exquisiten Kulissenbauten für die themenbezogenen Mahlzeiten auch Feuerwerk und selbst Theaterdarbietungen.
Historisch verbürgt ist seine Prunk- und Prachtküche des Jahres 1661, damals arbeitete er für Fouquet, den damals reichsten Mann Frankreichs. Einer der Programmpunkte, die Vatel auswählte, war die Uraufführung von Molières Stück "Les Facheux". Sein Ruf war also schon im Vorab legendär...
Der zu Besuch kommende Herrscher hat natürlich einen grossen Teil des Hofstaats mit im Gepäck: die Königin, mehreren Mätressen, seinen nach jungen Knaben gierenden Bruder, sein bösartiger machtvoller Sekrätär Marquis de Lauzun (Tim Roth) und die schöne Anne de Montausier (Uma Thurman), die während der 3 Tage andauernden dekadenten Festlichkeiten gleich von 3 Männern begehrt werden wird.
Mir gefiel der Film sehr gut, Depardieu ist für mich in seinen Historienfilmen fürs Kino ein Garant für auserlesene Qualität. Sei es nun in der Rolle des Cyrano de Bergerac, als Danton, als Bauer Martin Guerre oder hier als Gourmetmeister Vatel.
Viele Kritiker haben sein Schauspiel kritisiert, weil er neben all den anderen Figuren seltsam blass und unscheinbar wirke. Ich sehe dieses Understatement und bescheidene Spiel gerade als grossen Vorzug die Diskrepanz zwischen pompösen Adel und dienendem Volk in all den erlesenen Bildern eindrücklich darzustellen.
Noch dazu ist der Film mit seinen 99 Minuten kurzweilig, er hätte gerne noch etwas länger dauern dürfen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Der Film ist ein großes buntes Bild aus Wasser, Feuer, Essen, Tanz, Spiel, Musik, Leben und Genuss. Und doch ist dieses Fest der Sinne nur der Vordergrund. Denn erzählt wird die Geschichte des Haushofmeisters, der all dies schuf, als Fest für Ludwig den 14.. Vatel (Gerard Depardieu in einer sehr passenden Rolle) ist Haushofmeister bei einem Grafen, dem er treu ergeben ist. Als eines Tages der Besuch des Sonnenkönigs angekündigt wird, gibt Vatel alles, was in seiner Macht steht, um das Fest großartig zu gestalten, immerhin hängt für seinen Herrn viel davon ab, wie es dem König gefällt am kleinen Hofe.
Die kleinen Nöte der Organisation, die kleinen Geschichten hinter der Bühne, die Küchen, die Höfe, die Gärten, von all dem wird erzählt. Aber auch von der Enttäuschung eines treu Ergebenen, der plötzlich erkennen muss, dass er für seinen Herrn nur ein Spielzeug ist.

Ein bunter Film mit einem dennoch tragischen Ende, ein Feuerwerk aller Sinne, einfach unvergesslich in der fast schlaraffenland-ähnlichen Anhäufung unwahrscheinlichster Geräusche, Essensplatten, Gartenbeleuchtungen und in der realistischen Darstellung des mondänen Lebens am Hofe des Louis 14..

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VATEl gehört zu jenen Filmen die eine interessante Geschichte mit hervorragenden Schauspielen, Kostüme und Musik verbindet. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Thomas Niecke veröffentlicht
Vatel
Gerard Depardieu ist glänzend in einem ästhetisch ausgeklügelten Genrefilm voller Kreativität - aber auch die Thurman...! Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Midnightsun veröffentlicht
Burnout im 18. Jahrhundert
Der Film ist für mich insoweit interessant, daß er ungeniert zeigt, wie ein Fest der französischen Hocharistokratie stattgefunden hat. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Oberon veröffentlicht
Ein cineastischer Augen- und Gaumenschmaus erster Güte
Frankreich im Jahr 1671:

Als Maitre de Plaisir soll Vatel (Kochbuchautor, Winzer und Frankreichs begnadeter Botschafter des Savoir vivre Gerard Depardieu) dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2009 von Harriet Knöschke
Rührend
Haben wir ein Glück, dass wir heute leben! Abhängigkeit, Hygiene, Borniertheit der Herrschenden - haben wir zum größten Teil überwunden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2009 von vivelafrance
Die hohe Kunst des Kochens
Nicht nur die Ausstattung ist vom Feinsten auch das Drehbuch von Tom Stoppard und Musik von Ennio Morricone bürgen ebenfalls für Qualität. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. März 2009 von zopmar
..nur ein paar Tage der Freuden des Lebens auf dem Lande...
der film ist perfekt, angelehnt an eine wahre begebenheit zur zeit des sonnenkönigs.

leider sind solche filme nie als blockbuster in den kinos ausgelobt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Mai 2008 von Platinum
Einfach großes Kino!
Bisher hatte ich irgendwie nie Gelegenheit, mir diesen phantastischen "Schinken" anzusehen, nun aber bekam ich ihn geschenkt (ein Verlegenheitsgeschenk mit toller Wirkung) und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von U. Schweißer
Tanz auf dem Vulkan.
Es ist die Zeit des Absolutismus. Ludwig XIV. regiert Frankreich. Ein Krieg mit den Niederlanden steht bevor und der Sonnenkönig braucht einen General. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2006 von Lothar Hitzges
Depardieu in bester Spiellaune
Die Handlung wurde ja bereits skizziert. Einfach unglaublich, welche Dekadenz und Menschenverachtung am französischen Hofe herrschte. Lesen Sie weiter...
Am 31. August 2005 veröffentlicht
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