Das Buch gibt sehr ausführlich die Erlebnisse der Expeditionen unter Vasco da Gama zur Entdeckung des Seeweges nach Indien wieder. Noch nie zuvor hatten sich Schiffe so weit ums Kap von Südafrika vorgewagt. Kein Wunder, bei den damals religiösen Verblendungen, den Sagen und Mythen um die unbekannte See. Wahrscheinlich seinen guten Beziehungen zum Königshaus verdankt da Gama die Führung der Expedition. Seine mangelnden nautischen Kenntnisse wurden durch eine gut erlesene Crew der besten Nautiker der damaligen Zeit kompensiert.
Das Buch beschreibt das Zusammentreffen mit den verschiedensten Eingeborenen Afrikas und Indiens, gegenseitige Missgunst und Mißtrauen, Freundschaftsschließungen, den Austausch von Waren und die Strapazen der Seefahrt. Es werden sogar Preise für Handelswaren, vorwiegend Gewürze und Stoffe, der damaligen Zeit angegeben und verglichen. Ebenso die kriegerischen Fähigkeiten und Ausstattungen (Soldaten, Kriegselephanten,...) der angetroffenen Völker.
Erklärt wird auch der bisher sehr umständliche und damit sehr teuere Weg der Gewürze von Indien über den Landweg durchs Mittelmeer nach Europa.
Das Buch liest sich wie ein Abenteuermärchen, ein Aufbruch zu neuen Welten und Kulturen, Genüssen und Sprachen.
Schön sind auch die 24 Abbildungen von Seekarten und Momentaufnahmen der damaligen Zeit.
Die Entdeckungsfahrten Portugals und speziell die Suche nach Indien beruhen nicht zuletzt auf den Taten Heinrichs des Seefahrers. In diesem Zusammenhang kann ich noch zB dessen Biographie empfehlen.