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Varusschlacht im Osnabrücker Land: Museum und Park Kalkriese
 
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Varusschlacht im Osnabrücker Land: Museum und Park Kalkriese [Gebundene Ausgabe]

Museum und Park Kalkriese
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Zabern; Auflage: 1 (24. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805339496
  • ISBN-13: 978-3805339490
  • Größe und/oder Gewicht: 28,4 x 21,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 208.471 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Namhafte Experten unterschiedlichster Fachgebiete berichten u.a. über die römische Germanienpolitik, das Germanienbild der Römer und über die Ereignisse, die zu den Kämpfen führten. Neben der Rezeption in Literatur, Kunst und Film wird die Arbeit und Forschung in einer der wichtigsten deutschen Ausgrabungsstätten sowie das spannende Arbeitsfeld der Schlachtfeldarchäologie vorgestellt. [...] faszinierende Einblicke in die Strukturen des Imperium Romanum und die Situation der germanischen Bevölkerung. Dabei entsteht ein ebenso spannendes wie vielschichtiges Bild der Schlacht, an deren Ende Roms Rückzug aus Germanien stand.« (Märkische Oderzeitung/Märkischer Markt, 28./29.Oktober 2009)

»In einem Begleitband zur Dauerausstellung des Museums informieren zahlreiche Autoren über den Stand der Forschung und über die vielen Fragestellungen zur Varussschlacht. Die ganze Bandbriete des wissenschaftlichen Wirkens wird anschaulich dargestellt. [...] Der vorliegende Katalog bietet einen anregenden Einblick in das komplexe Gewebe der Archäologie am Beispiel der berühmten Schlacht, die den römischen Okkupationsversuchen ein Ende setzte.« (helvetia archaeologica, 159/160 / 2009)

Kurzbeschreibung

Neues und Wissenswertes zur Varusschlacht in einem Band: Besuchen Sie die Dauerausstellung zur Varusschlacht im Museum und Park Kalkriese, Bramsche-Kalkriese Als die Römer frech geworden, zogen sie nach Deutschlands Norden ... Zum 2000. Mal jährt sich 2009 die Varusschlacht eines der zentralen Ereignisse der deutschen Geschichte. Der umfangreiche Band beschäftigt sich u. a. mit der römischen Germanienpolitik, mit dem Bild der Varusschlacht in Kunst und Medien. Dazu zeigt er aufsehenerregende Fundstücke und dokumentiert, wie in einer der wichtigsten Ausgrabungsstätten auf deutschem Boden gearbeitet und geforscht wird: In Kalkriese bei Osnabrück wurden seit 1989 viele tausend Funde, eine Wallanlage, Menschen und Tierknochen freigelegt, die mit der Varusschlacht in Verbindung gebracht werden. Gezeigt werden die Ergebnisse der Forschung in der neukonzipierten Dauerausstellung im Museum Kalkriese.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Stefan Becker VINE™-PRODUKTTESTER
So präsentiert sich dieses Buch, dessen Titel zwar auch die obligate Reitermaske ziert, das sich inhaltlich aber deutlich von der Vielzahl der zu diesem Thema erschienenen Bücher abhebt. Bestehend aus einer Sammlung von Einzelartikeln, ist es zugleich der offizielle Katalog für die am 16. Mai beginnende große Dreifach-Ausstellung zum 2000-jährigen Jubiläum der Varusschlacht. Von daher mussten die Herausgeber einen nicht immer leichten Spagat bewältigen: Wissenschaftliche Korrektheit einerseits, auf Breitenwirkung ausgerichtete Aufmachung andererseits. Diese Gratwanderung ist insgesamt ausgezeichnet gelungen. Manchmal treibt die wissenschaftliche Vorsicht zwar seltsame Blüten: So wird in mehreren Beiträgen Kalkriese als der Ort der Varusschlacht identifiziert, doch teilweise in der gezierten Umschreibung als "ausgedehntes militärisches Ereignis der spätaugustäischen Zeit". Dafür ist die grafische Aufmachung sehr suggestiv und kompensiert die manchmal etwas wissenschaftlich-nüchternen Texte.
Wie eingangs angedeutet, hält sich das Buch strikt an die Faktenlage. Von daher verzichtet es völlig auf eine Auswertung der antiken Textquellen, um den dramatischen Schlachtverlauf zu rekonstruieren. An Hand von Bildwerken wird zuerst das Germanenbild der Römer skizziert, das stark durch Cäsars politisch motiviertes Bedrohungsszenarium geprägt war, das wiederum seine gallischen Eroberungen rechtfertigen sollte. Anschließend folgt eine archäologische Bestandsaufnahme germanischer Siedlungsreste, die Aussagen über Bevölkerungsdichte und Sozialstruktur der Gegner (aber teilweise, wie die Friesen, auch Verbündete!) Roms gestatten.

Doch der bei weitem interessanteste Teil beginnt etwa ab dem zweiten Drittel, wenn zuerst die Vorgeschichte der Kalkriese-Entdeckungen dargestellt wird: Bereits 1789 (!) vermutete man dort gefundene Münzen als vom Varus-Heer stammend, ein Jahrhundert später lokalisierte Mommsen in Kalkriese den Ort der Schlacht und seit 1987 mehren sich die Funde, welche diese These untermauern. Insgesamt rund 5000 Objekte wurden bislang auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern geborgen. Ein gutes Drittel davon bilden die auf die Zeit bis 9. n. Chr. datierbaren Münzen, der Rest besteht aus relativ unscheinbaren (Militär)Objekten, deren Art, teilweise Beschädigung und Lage jedoch spannende Schlussfolgerungen über den Hergang der Schlacht und die nachfolgende Plünderung gestatten. Hier erschließt die noch junge Disziplin der "Schlachtfeldarchäologie" Neuland, denn Kalkriese ist das erste, mit modernsten Methoden untersuchte Schlachtfeld der Antike. Menschlich fassbar wird die damalige Tragödie durch die Entdeckung von bislang acht Gruben, gefüllt mit wild zusammen geworfenen Menschenknochen. Ihrem Verwitterungszustand zufolge müssen diese einige Jahre an der Oberfläche gelegen haben, bevor sie eingesammelt und beerdigt wurden - ganz wie es Tacitus für die Expedition des Germanicus 15 n.Chr. beschreibt! Einige Fälle, in denen Handknochen noch im Verbund lagen, scheinen dem zuerst zu widersprechen. Doch die logische Erklärung ist umso bedrückender: Es dürfte sich um Verwundete gehandelt haben, deren Hände mit festen Binden umwickelt waren, und die von ihren Kameraden so lange beschützt und mitgeführt wurden, bis alle in dem allgemeinen Zusammenbruch niedergehauen wurden.
Die Varus-Niederlage bedeutete das Aus selbst für große Militärlager wie Haltern oder im entstehen befindliche Städte wie Waldgirmes, beendete also die Phase der friedlichen Durchdringung der "großgermanischen" Provinzen - auch wenn dies machtpolitisch erst 16n. Chr. wirksam wurde, als Tiberius das Elbgrenzenprojekt als nicht lohnend aufgab.

Den Folgen der Schlacht - bis hin zu der deutschen Vereinnahmung des als "Hermann" eingedeutschten Arminius (der vermutlich, wie seine Verwandten, ein Seg/Sig- im Namen führte - Siegfried lässt grüßen!) ist der dritte Teil des Buches gewidmet. Zahlreiche Abbildungen incl. Filmfotos geben Aufschlüsse über das geistige Umfeld ihrer Entstehung, haben mit der eigentlichen Schlacht aber kaum mehr etwas zu tun. Doch auch sie runden in ihrer gelegentlichen Absurdität das insgesamt sehr empfehlenswerte Buch sinnvoll ab. Wer sich für das Thema Varusschlacht interessiert, sollte es sich unbedingt zulegen - auch wegen des günstigen Preises.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M.E.
So lautet der Titel einer Ausstellung, die sich ab Mitte Mai 2009 an den Standorten Haltern am See, Detmold und Kalkriese dem 2000-Jahre Jubiläum der Varus-Niederlage widmet. Das vorliegende, reichhaltig bebilderte Buch bildet dazu den offiziellen Katalog. Inhaltlich spiegelt es die Dreiteilung der Ausstellung wieder. In zwanzig Artikeln verschiedener Fachleute werden die unterschiedlichen Aspekte der Forschung zu Vorgeschichte, Umfeld, Hergang und Nachwirkungen der Schlacht beleuchtet. Zum immer noch diskutierten Ort des Schlachtfelds bezieht es unzweideutig Position: Das vor zwei Jahrzehnten entdeckte Kalkriese wird als der Ort der Varus-Niederlage identifiziert. Deshalb bilden auch die dortigen Funde einen Schwerpunkt des Buches. Der dritte Teil ist den literarischen und politischen Nachwirkungen der Schlacht gewidmet. Der Sieg über die fremden Eindringlinge wurde als Mittel der deutschen Identitätsfindung immer wieder instrumentalisiert. Diese, im16. Jh.in der Reformationszeit begonnene Sicht wurde mit dem Untergang des dritten Reiches endgültig beendet. Für die heutige Generation wirken ihre Zeugnisse meist nur noch seltsam. Eine kurze Darstellung der Filme zur Hermannschlacht" beschließt das sehr empfehlenswerte Buch.
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