Sehr interessant: Er hat schon als pubertierender Junge das Hausmädchen hypnotisiert und sie dazu gebracht, sich vor ihm auszuziehen, so ging es los. Gegen Kritik an seiner minimalistischen Musik verteidigt er sich tapfer: '"Die Leute sagen, ich kann nur drei Akkorde, aber ich kann fünf".' So bietet das Buch viele Überraschungen. Man findet äußerst erstaunliche Selbstaussagen über seine Rolle als Künstler - ' ' "manchmal denke ich, dass mein Leben ein einziger Ausverkauf war und ich der größte Komiker meiner Generation bin'" - sowie über sein privates Scheitern mit der echten Suzanne - "Sie sagt ich habe ihr das Leben genommen, und ich schulde ihr etwas von enormen Ausmaßen. Sie will es in einem Kasten voller Blut und Familienschmuck'". Als Beruf gibt er an: '"Sünder"'. Und wie hält er es mit der Religion? "Mein Zen-Meister hat es aufgegeben, mich in spirituellen Dingen zu unterrichten, aber er hat gesehen, dass ich ein natürliches Talent zum Trinken habe".' Ist er wirklich so traurig, wie es sich anhört? '"Ich bin eigentlich gar nicht so trübsinnig. Aber wenn man erst mal aus so was festgenagelt ist, dann heißt es im Computer, wann immer der Name aufgerufen wird: ''Depressiv und selbstmordgefährdet''. Dabei bin ich wahrscheinlich einer der wenigen Leute, die Witze und leichte Momente in ihren Lyriktexten und Songs haben".' Ja, wer hätte das gedacht? Natürlich ist er "ganz bei sich", wenn er wird und so wunderbar traurig klingt, aber: "Bei den meisten meiner Texte darf gelacht werden ... Ich habe mich immer für eine komische Stimme gehalten".' Ich wiederum habe das sehr gerne gelesen. Sehr erfrischend.