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Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit
 
 

Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Reese Witherspoon , Eileen Atkins , Mira Nair    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Movieman.de

Optisch ist "Vanity Fair" ein Genuß. Ausladende, farbenprächtige Kostüme und fein gearbeitete Sets sind ein Fest fürs Auge, nur bleibt die Handlung ein wenig auf der Strecke. Der Film, der mehr als ein Viertel Jahrhundert umspannt, tritt so manches Mal auf der Stelle. Bei anderen Gelegenheiten hat man das Gefühl, etwas zu verpassen, gerade so, als hätte man aus der Romanvorlage einige wichtige Elemente extrahiert, aber andere nicht benutzt, so dass sich die gesamte Geschichte vor allem Kennern der Romanvorlage erschließt. Fazit: Prächtig ausgestatteter Kostümfilm

Moviemans Kommentar zur DVD: Ein schönes Bild, ein sehr feiner Ton, wenig einschmeichelnde Extras - für Fans eine lohnende Scheibe.

Bild: Die Farben sind kräftig und gut gesättigt, ohne dass Ausfransungen entstehen. Die Palette ist hoch angelegt und variiert in großer Breite, wobei Details sehr schön zu erkennen sind, so dass man die prächtigen Kostüme voll und ganz bestaunen kann. Die Schärfe ist insgesamt gut, oftmals sogar schön, nur hin und wieder wird das Bild - vor allem auch in Bewegungen - weicher. Details lassen sich jedoch gut erkennen und sorgen für eine Reichhaltigkeit des Bildes, die gefällt. Die Vorlage ist sehr schön, nur ganz selten finden sich kleine Artefakte. Insgesamt scheint das Bild ein wenig zu dunkel angelegt zu sein, der Kontrast ist gut, allerdings fällt bei besonders stark kontrastierenden Objekten am leichtesten eine Doppelkontur auf (01:13:07). Diese Halos sind zwar relativ schwach ausgeprägt, aber durchaus wahrnehmbar. Rauschen ist nur leicht vorhanden, wobei hin und wieder stehende Rauschmuster ein klein wenig störend auffallen (00:37:33).

Ton: Der Ton ist sehr fein angelegt und überrascht auch, erwartet man bei einem dialoglastigen Film dieses Genres nicht wirklich, dass sich etwas außerhalb der Front tut. In dem Fall hat man jedoch darauf geachtet, dass Hintergrundgeräusche passend eingesetzt werden. Und es ist ein Genuss, den schönen Soundtrack über alle Kanäle angespielt zu hören. Die Ambienz ist hoch und sorgt für ein rundum gelungenes Feeling.

Extras: Wichtigstes Extra dieser DVD ist sicherlich der Audiokommentar von Regisseurin Mira Nair, die ausgiebig über Thackerys Romanvorlage doziert. Außerdem gibt es ein paar entfallene Szenen, die zum größten Teil aus gutem Grund entfernt worden sind. Der zeitliche Großteil dieser Szenen ist ohnehin der alternative Anfang und das doch recht andere alternative Ende. Das Making of besteht nur aus dem üblichen "Alles war so toll"-Blabla. Nicht viel besser ist die Featurette über die Frauen von Vanity Fair, in der man sich auch gegenseitig ordentlich auf die Schulter klopft. Abschließend gibt es noch den Trailer. --movieman.de

VideoMarkt

Im Haus von Sir Pitt Crawley erobert die Waise Becky die Herzen der exzentrischen Erbtante Mathilda und ihres Sohnes Rawdon, den sie wenig später heimlich heiratet. In der neuen Heimat London setzt ihr dagegen die Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft zu. Doch mit Charme, Gewitztheit und Unkonventionalität behält die schöne Aufsteigerin selbst dort Oberwasser und bringt den mächtigen Marquis von Steyne dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch genau diese Bekanntschaft führt schließlich zu ihrem tiefen Fall.

Video.de

Mira Nair, seit "Monsoon Wedding" mit verzwickten Gesellschafts-Epen bestens vertraut, wagt sich an William Makepeace Thackerays Klassiker und versieht das Werk mit ihrem ganz eigenen Charme. Opulente Kulissen und die atemberaubenden Kleider von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die Pluspunkte des Dramas. Weniger gelungen dagegen Spannungsbogen und Charaktertiefe, was die avisierte weibliche Zuseherschaft dank der visuellen Perfektion nicht weiter stören sollte.

Blickpunkt: Film

Als neuestes Mitglied einer langen Reihe von Filmemachern wagt sich nun auch die indische Regisseurin Mira Nair an die Verfilmung von William Makepeace Thackerays titelgebendem Klassiker. Durch ihren Bollywood-Background und eigene Werke wie 'Monsoon Wedding' mit verzwickten Gesellschafts-Epen vertraut, fühlt sich Nair sichtlich auch bei diesem 900-Seiten-Wälzer auf sicherem Terrain, verliert bisweilen jedoch Charakterzeichnung und Spannungsbogen ein wenig aus den Augen. Die charmante Hauptdarstellerin Reese Witherspoon und die Bekanntheit der Vorlage dürften dennoch zu einem ordentlichen Erfolg an den Kassen führen.

Ehemalige Studentin der englischen Literatur, eifrige Sammlerin alter Stoffe und Stickereien, aufgestiegen in die Top 25 der Mächtigsten Hollywoods - Reese Witherspoon empfahl sich in vielerlei Hinsicht für ihre jüngste Rolle. Zum zweiten Mal nach 'Ernst sein ist alles' schnürte sie für die Dreharbeiten zu einer Klassiker-Adaption das Korsett. Nicht sehr eng allerdings, war sie doch bei Drehbeginn schon im fünften Monat mit ihrem zweiten Kind schwanger. Nun also gibt Witherspoon Becky Sharp, Hauptfigur von 'Vanity Fair'. Adaptiert von den britischen TV-Autoren Matthew Faulk und Mark Skeet sowie 'Gosford Park'-Schreiber Julian Fellowes, nahm sich Indiens Vorzeige-Export Mira Nair ('Salaam Bombay!') William Makepeace Thackerays umfangreichen Wälzers an. Der erblickte einst in Kalkutta das Licht der Welt und gab der Filmemacherin so noch mehr gute Gründe an die Hand, indische Einflüsse in das erz-britische Geschehen einfließen zu lassen.
Erzählt wird vom Aufstieg und Fall der englischen Waise Becky, die - arm, aber gebildet und mit unbeirrbarem Aufstiegswillen gesegnet - im Haushalt des Landadeligen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) als Erzieherin arbeitet. Dort erobert sie sowohl das Herz der exzentrischen Erbtante Mathilda - Eileen Atkins brilliert mit spitzer Zunge - als auch das des Sohnes Rawdon (James Purefoy aus 'Resident Evil'), den sie wenig später heimlich heiratet.
In ihrer neuen Heimat London muss sie sich hingegen mit der Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft und insbesondere der von George ('Alexander'-Schönling Jonathan Rhys Meyers), Ehemann ihrer Jugendfreundin Amelia (Romola Garai), auseinandersetzen. Doch mit Charme, Gewitztheit und einer gewissen Missachtung der Konventionen behauptet sich die schöne Aufsteigerin selbst in diesem Löwenkäfig und bringt schließlich auch den mächtigen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch genau diese Bekanntschaft führt schlussendlich zum Bruch mit dem spielsüchtigen Rawdon und zum erneuten tiefen Fall.
Opulente Kulissen und die atemberaubend farbenfrohen Kostüme aus indischer Seide von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die auffallendsten Attribute von Nairs Gesellschaftsdrama. Denn die Regisseurin erweckt nur selten den Grad an Begeisterung für ihre Figuren, den man bräuchte, um das Geschehen 141 Minuten lang gebannt zu verfolgen. Ein echter Rapport entsteht kaum, zu glatt, zu emotionslos werden Höhepunkte und Tiefschläge der Protagonisten abgehandelt. So ist Becky hier weniger die durchtriebene, kaltblütige Karrieristin der Vorlage, sondern eher eine modern wirkende, stets optimistische und gewitzte Gewinnerin. Und genau das nimmt dem Stoff die Schärfe und Kontur, ebenso wie das Fehlen sichtbarer Alterungserscheinungen der Figuren - mehr als ein Dutzend Jahre ziehen am Zuschauer beinahe unbemerkt vorbei. Mehr Aufmerksamkeit erregen die Darstellungen des hochkarätigen Ensembles, aus dem vor allem Eileen Atkins und Gabriel Byrne mit den besten, unverblümtesten Dialogen der Arbeit hervorstechen. Weitere bemerkenswerte Auftritte absolvieren der britische TV-Darsteller Tony Maudsley als naiv-sympathischer Verehrer Beckys sowie Rhys Ifans, der nach seinem 'You Have Beautiful Eyes - Fancy a Fuck?'-T-Shirt aus 'Notting Hill' nun in Militäruniform als unglücklich Liebender eine gute Figur macht. Sie heben das ambitionierte Werk aus der Gefälligkeit heraus und mildern auch so manch fehl am Platz erscheinende Indien-Referenz wie Beckys exotischer Tanz im Hause des Marquis. Die vielköpfige Anhängerschar von Literaturadaptionen im Gefolge von 'Sinn und Sinnlichkeit' sollte sich also auch bei diesem Sittenbild zufrieden zeigen. geh.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Opulente Verfilmung des Klassikers von der "Moonsoon Wedding"-Regisseurin MIra Nair.

Kurzbeschreibung

Becky Sharp, die Tochter eines englischen Künstlers und einer französischen Sängerin, hat ihre Eltern bereit in jungen Jahren verloren. Sie sehnt sich nach einem glamourösen Leben, welches ihre gesellschaftlicher Stand ihr aber nicht erlaubt. Becky gelingt es, mit Geist, Charme und Sexappeal die feine Gesellschaft Londons Anfang des 19. Jahrhunderts zu erobern. Sie wickelt die Männer reihenweise um den Finger und findet schließlich in Marquis von Steyne einen mächtigen Gönner: Er lässt ihre kühnsten Träume wahr werden, doch Becky ahnt nicht, dass der Preis dafür hoch sein wird...

Produktbeschreibungen

Becky Sharp, die Tochter eines englischen Künstlers und einer französischen Sängerin, hat ihre Eltern bereits in jungen Jahren verloren. Sie sehnt sich nach einem glamourösen Leben, welches ihr gesellschaftlicher Stand ihr aber nicht erlaubt. Becky gelingt es, mit Geist, Charme und Sexappeal die feine Gesellschaft Londons Anfang des 19. Jahrhunderts zu erobern. Sie wickelt die Männer reihenweise um den Finger und findet schließlich in Marquis von Steyne einen mächtigen Gönner Er lässt ihre kühnsten Träume wahr werden, doch Becky ahnt nicht, dass der Preis dafür hoch sein wird... Die mitreissende Verfilmung des weltberühmten, gleichnamigen Romanklassikers - von Mira Nair "Monsoon Wedding" voller Farbenpracht, Charme und Sinnlichkeit inszeniert!
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