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Produktinformation
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Diese Zeit und die sich anschließenden zwei Jahrzehnte bilden den zeitlichen Rahmen des 1998 erstmals als Fernsehserie ausgestrahlten Gesellschaftsdramas Vanity Fair. Die literarische Vorlage für dieses Epos stammt von dem englischen Schriftsteller William Makepeace Thackeray, der neben Charles Dickens als bedeutendster Literat der Viktorianischen Epoche gilt. Der mehr als 1000 Seiten umfassende Roman erschien auf Deutsch 1849 unter dem Namen Jahrmarkt der Eitelkeiten. Ein wahrlich vortrefflicher Titel: Vanity Fair durchleuchtet die typischen Gesellschaftsmechanismen jener Zeit und das Spiel der Figuren um Geld, Prestige, Vergnügen und Liebe.
Regisseur Marc Munden konzipierte die 6-teilige Mini-Serie um die Hauptfigur Becky Sharp (Natasha Little): Sie ist die Tochter eines armen Malers und einer mittellosen Opernsängerin und träumt schon von Kinderbeinen an, einmal ein glamouröses Leben führen zu können. Durch ihre soziale Herkunft eigentlich vom gesellschaftlichen Aufstieg ausgeschlossen, kämpft sich Becky auf der sozialen Leiter nach oben. Sie ist hübsch, intelligent und extrem ehrgeizig, jetzt fehlt ihr nur noch der passende Mann, der ihren Traum vom Verkehren in den besten Kreisen ermöglicht. Sie wird zunächst Gouvernante im Haus des exzentrischen Sir Pitt Crawley (Anton Lesser). Relativ schnell gelingt es Becky Sharp, dessen Sohn, den leichtsinnigen, spielsüchtigen Dragoneroffizier Rawdon Crawley (Nathaniel Parker) um den Finger zu wickeln. Dieser heiratet sie auch, aber gegen den Willen der Familie.
So erfüllt sich ihr Traum von einem Luxusleben nicht, denn Crawley wird von seiner reichen Tante verstoßen und diese kündigt ihm die finanzielle Unterstützung. Mit Hilfe von Verrat und Intrigen versucht Becky nun an das große Glück zu kommen: Als ihr Ehemann in den Krieg gegen Napoleon ziehen muss, beginnt sie den Marquis von Steyne (Gerard Murphy) zu umgarnen. Dieser tauchte schon vorher immer mal wieder in Beckys Leben auf, z.B. kaufte er die Bilder ihres Vaters. Er wird ihr Gönner, doch letztlich fordert er mehr, als sie zu geben bereit ist... Bei all ihren Machenschaften nimmt sie nicht einmal Rücksicht auf ihre beste Freundin Amelie (Frances Grey). Durch die Gunst des Marquis liegt Becky zwar bald ganz Europa zu Füßen, sie findet Eingang zu den wahren Eliten der Gesellschaft und bezaubert sie durch ihren Charme. Doch schneller als ihr lieb sein kann, muss sie erfahren, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Nun spürt sie am eigenen Leib, was sie anderen bedenkenlos angetan hat. Denn das Schicksal lässt sich nicht hinters Licht führen und schlägt gnadenlos zurück...
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Also Achtung: Diese Miniserie kommt in bekannt guter BBC-Aufmachung daher, wie man sie aus Jane-Austen-Verfilmungen u.ä. kennt - doch der Inhalt hat es in sich: Da geht es um Berechnung, Intrigen, Betrug, Eitelkeit und enttäuschte Liebe. Die Schauplätze wechseln und zeigen eine ganze Palette von Lebensumständen der damaligen Zeit (Anfang 19. Jahrhundert), inkl. des Schlachtfeldes von Waterloo.
Die Dialoge sind klug und entlarvend, schonungslos und elegant - alles in einem. Ein echtes Vergnügen für Ohren und Augen - aber keine kuschelige Romanze.
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