Es folgt eine erklärende Beschreibung der Geschichte dieses Filmes, wer ihn mit frischen Augen sehen will, bitte NICHT weiterlesen.
Die Hauptperson David Aames, ein erfolg- und steinreicher Lebemann, spielt mit den Gefühlen einer Freundin, diese dreht durch, es gibt einen Unfall bei dem David mit stark entstelltem Gesicht und heftigen Kopfschmerzen überlebt. Nach ein paar qualvollen Monaten, in denen er sich vollkommen zurückzieht, begeht er Selbstmord. Seinen Körper lässt er von einer Hitech-Firma einfrieren, die auch seinem Gehirn ein Traumleben einspeist.(Das Prinzip ist dasselbe wie in der Matrix Filmreihe: da das Gehirn alle Wahrnehmungen als elektrische Signale verarbeitet, kann man theoretisch bzw. im Film tatsächlich durch Einspeisung der entsprechenden elektrischen Signale einer Person eine scheinbare Realität vorgaukeln.) David hat vor dem Selbstmord einen Vertrag mit dieser Hitech Firma geschlossen, wo auch geregelt wurde, was er "erleben" will, wenn er eingefroren ist. Er entscheidet sich bewusst für eine wunderschöne Realität, in der die negativen letzten Monate seines Lebens ausgelöscht sind, und er mit seiner Traumfrau zusammenkommt, sein Gesicht auf wunderbare Weise geheilt wird etc. Im Laufe der Zeit ergeben sich allerdings Ungereimtheiten, und der Traum wird langsam zum Albtraum. Dies geschieht dadurch, dass sein Unterbewusstsein, das u.a. mit schweren Schuldkomplexen beladen ist, in die Traumrealität "dazwischenfunkt". Die Hitech Firma speist schließlich einen "Techniker" in seine Gedanken ein, der David aufklärt, was vor sich geht, und ihn vor die Wahl stellt: weiter im Paradies träumen (mit einer Korrektur des Programms, so dass das Unterbewusstsein nicht mehr stören kann), oder sich einer fremden Realität in der Zukunft stellen (denn inzwischen ist die Medizin so weit, dass David gesund ins wirkliche Leben zurückgeholt werden könnte).
Der Grund, warum manche Zuschauer den Film als "wirr" bezeichnen, liegt in der Tatsache, dass die Ereignisse ab einem bestimmten Punkt bis kurz vor Ende des Films so dargestellt werden, wie David Aames sie im künstlichen "Traum" erlebt: man weiß nichts von seinen leidvollen letzten Monaten, nichts von seinem Selbstmord, weil er das ja vergessen wollte. Man hat zunächst keine Erklärung für die sonderbaren Ereignisse, die das Dazwischenfunken des Unterbewusstseins ergeben. Erst am Ende des Filmes, als der "Techniker" erscheint, wird David (und der Zuschauer) über die wahren Ereignisse aufgeklärt, so dass sich im Rückblick der oben beschriebene Ablauf ergibt.
Was ist Leben, was ist Liebe, was für immense Konsequenzen können kleinste Entscheidungen haben? Das sind nur drei der vielfachen Themen, die dieser Film berührt. Wer sich auf ihn einlässt, und ihn verstehen lernt, wird noch viele weitere entdecken können.