|
Produktinformation
|
Das anfangs als die übliche Allegorie der Erlösung durch wahre Liebe herüberkommt, wird einfach auf den Kopf gestellt, als David -- zum Tragen einer Latexmaske verurteilt und von seinen Freunden verschmäht -- seine Prinzessin erst dann wieder zurückgewinnt, als ein Wunder der plastischen Chirugie seine frühere Schönheit wieder herstellt. Es folgt eine Reihe von Wendungen, während sich das tägliche Leben, technische Fortschritte und Albträume in schwindelerregendem Tempo abwechseln, bis sich David schließlich mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert sieht. Trotz der etwas vagen Moral zum Schluss, besteht der Reiz des Films in der herrlich herzlosen Botschaft im übrigen Teil (nämlich: Geld plus äußere Schönheit ist gleich Glück), vermittelt durch unverfrorene Eitelkeit -- von Cruise und Cruz perfekt verkörpert. Ein herrlicher, dekadenter Leckerbissen! --Fionn Meade
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
1. Die atemberaubende Geschichte mit den vielen Wendungen und Überraschungen - was man zunächst als oberflächliche Liebesromanze eines seelenlosen reichen Typen ansehen kann, entwickelt sich im Laufe des Films zu einem philosophischen Sci-Fi-Drama mit ungeheurem Tiefgang, das aus dem Alltag aufrüttelt und zum Denken und Diskutieren anregt.
2. Die unglaublich gute audiovisuelle Ausarbeitung des Regisseurs Cameron Crowe - er zeigt, was man aus diesem Film noch rausholen kann. Allein der Traum im Intro, in dem David allein durch New York rennt, besticht durch die Bilder und die Musik, und diese Qualität zieht sich durch den ganzen Film. Besonders hervorheben möchte ich hier die Szene im Club, in dem David versucht in der Masse unterzugehen; die Szene im Central Park, die sich auch als Traum entpuppt und natürlich die wunderbare Schlusszene auf dem Dach. Musikalisch sind nur absolute Größen vertreten, wie beispielsweise Radiohead, R.E.M. oder Paul McCartney. Doch besonders das Hauptthema, komponiert von Nancy Wilson, besticht durch seine Schlichtheit und rührt in entscheidenen Szenen zu Tränen.
3. Die Bildhaftigkeit und symbolische Ebene - jedes noch so kleine Detail in Davids Welt hat seine Berechtigung, jede Requisite ist symbolisch behaftet und trägt zur Geschichte bei, sei es der Autoaufkleber, Davids Lieblingsmusik oder seine Lieblingsfilme oder in atemberaubender Weise die zauberhaften Dialoge. Egal wie oft man den Film sieht, man kann immer etwas neues entdecken, wenn man genau hinschaut.
4. Die Schauspieler - Tom Cruise, Penelope Cruz und Kurt Russell spielen meisterhaft. Besonders Cruise, der allein durch seine Mimik die Handlung vorantreibt (siehe Central-Park-Szene, in der er direkt in die Kamera schaut), ist in diesem Film gut wie nie. Penelope Cruz war schon im Original "Open your eyes" fantastisch, doch ihre wunderbare Eigenart kommt erst in diesem Film zum Vorschein. Und Russell schafft es, den Zuschauer mit seiner eigenartigen Komik und Fürsorge zu bestechen.
5. Die Botschaft - gibt es überhaupt eine grundlegende Botschaft dieses Films? Für mich ist es die, die in der Schlusszene ausgearbeitet wird, nämlich dass Kleinigkeiten das Leben bestimmen und erst sinnvoll machen. Das wunderbare in seinem Leben waren die "stillen Momente" mit Sofia, die Kleinigkeiten, über die man im Leben hinwegschaut. Diese absolute Lebensbejahung wird auch in Crowes Darstellung deutlich, wie eben schon genannt haben Kleinigkeiten, einfache Gegenstände, eine gewaltige Bedeutung. Doch die Botschaften des Films sind genauso wie die die Zuschauer- immer wieder unterschiedlich und individuell.
Fazit: Anschauen und lieben.
Ein großartiges Drehbuch, ein toller und vor allem genial eingesetzter Soundtrack sowie Schauspieler in Höchstform (insbesondere Tom Cruise) ergeben einen philosophisch angehauchten und - wenn man sich darauf einlässt - auch sehr traurigen und poetischen Film über das Leben selbst.
Besonders gelungen finde ich auch die DVD. Angefangen bei schön animierten Menüs, der quasi-Making-of-Dokumentation "Prelude to a Dream", dem Bericht über die Promotion-Tour zum Film, dem wirklich interessanten und persönlichen Audiokommentar des Regisseurs - inklusive Anruf bei Tom Cruise! -, bis hin zum Musikvideo, einem kurzen Paul McCartney-Interview, Outtakes(muss man allerdings suchen...), Fotogallerien etc., hat man sich hier bei der Zweitverwertung viel Mühe gegeben. Großes Lob!
|
|
|