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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Kessel Buntes mit Maggiwürfel und Suppenkraut, 31. Oktober 2007
Gabriel van Helsing (Hugh Jackman) ist so eine Art Geheimagent des Vatikans. Nachdem er nebst vielen anderen Auswüchsen des Bösen auch Doktor Jekyll bzw. Mr. Hyde besiegt hat wird er vom Vatikan nunmehr beauftragt dem Grafen Dracula endgültig den Garaus zu machen. Der nämlich bastelt an Frankensteins Monster herum und versucht gleichzeitig massenhaft Nachkommen von sich selbst zu züchten, die dann logischerweise in Schwärmen die Welt überfallen werden. Van Helsing soll die alte Vampirjäger-Familie Valerious beschützen und Prinzessin Anna Valerious (Kate Beckinsale), die letzte ihres Clans, hilft ihm natürlich im Kampf gegen wirklich, wirklich abartige Monster, geliebte Werwölfe, hysterische Vampirgattinnen und den ziemlich nervtötenden Dracula himself. Allerdings ist dieser Kampf gar nicht so einfach und selbst der aufgeweckte van Helsing mit seinen unschlagbaren Waffen hat's in diesem Kampf nicht leicht und ein hoher Preis ist zu bezahlen. Soviel zur nicht gerade tiefschürfenden Handlung und nun zu Hugh:
Hugh Jackmann kann mir eigentlich in jeder Verkleidung und jeder Rolle begegnen, ich finde ihn immer klasse und so bin ich stets schon im Voraus entschlossen, seine Filme zu lieben. Dass er in diesem Film den namhaften Vampirjäger van Helsing mimt, ließ mir das Ganze nur noch verlockender erscheinen.
Also konnte ich beim Ansehen dieses Filmes unmöglich objektiv sein.
Und ich wollte es auch gar nicht. Schließlich kauft man sich so einen Film doch nicht um tiefbewegt den Abgründen der menschlichen Natur nachzuspüren sondern in der Hoffnung, dass man damit kurzweilig und vor allem unkompliziert unterhalten wird. Wenn man sich dann noch bewusst macht, dass Hollywood in den letzten Jahren immer häufiger auf komplexe Handlungsverläufe verzichtet hat und dafür lieber mit bombastischen und animierten Actionszenen aufwartete, dann hat man eigentlich die richtige Grundeinstellung um sich diesen Film ohne größere Frustrationen ansehen zu können.
Ich war also im Gegensatz zu der professionellen Kritikerwelt beim Ansehen des Filmes kein bisschen frustriert - allerdings auch kein bisschen fasziniert.
Hugh Jackmann ist wie immer sehr draufgängerisch und absolut männlich. Und mit krassen Waffen bis unter die Zähne bewaffnet spielt er einen klassischen Fantasy-Helden - ein Billy the Kid der Karpaten sozusagen. Kate Beckinsale ist sexy wie nie, wozu ihre äääääkstrem enganliegenden Kostüme natürlich einen großen Beitrag leisten ;-). Die Effekte sind atemberaubend, die Action nervenzerreißend, und das war's.
Denn die Ideen, so schräg und gruselig sie auch sein mögen, sind einfach nicht neu. Ja, man möchte meinen, das sei ein neues Eintopfrezept aus Hollywood:
Immer wenn dort die große Einfallslosigkeit ausbricht, schmeißt man kurzerhand alles was man schon mal hatte in einen Topf, rührt kräftig um und würzt es mit den üblichen Schockeffekten aus der untersten Schublade und ein paar Kampfszenen aus Großmutters chinesischem Kräutergärtlein. Dann einmal kräftig aufkochen lassen und wenn man Glück hat kommt ein passabler Eintopf dabei heraus. Im schlimmsten Fall aber hat man nichts weiter als eine aufgewärmte Suppe mit lauwarmen Innereien und zu viel Maggikraut.
Ähnliche Suppen hat Hollywood in letzter Zeit leider nur allzu oft gekocht. Unverdaulicher Mischmasch wie "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" oder "Brothers Grimm" liegen mir jetzt noch schwer im Magen und gemessen daran ist Van Helsing sogar eine Leckerei. Ja, von allen aufgewärmten Hollywood-Suppen ist Van Helsing mit Abstand die beste. Das ändert aber nichts daran, dass ich aufgewärmte Eintöpfe generell nicht mag und schon gar nicht wenn die Zutaten zusammengeklaut sind.
Außerdem war mir bis zum Ende nicht klar, ob ich nun einen tragikomischen Horrorthriller oder eine gruselig unwitzige Parodie gesehen habe. Vielleicht täte man in Hollywood besser daran, statt undefinierbare Eintöpfe zu kochen, sich mal kreative neue Rezepte auszudenken.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Actionreicher Auftritt diverser Monster!, 14. März 2005
Die Actionsequenzen überwiegen bei weitem die Gänsehaut verursachenden Gruselszenen. Van Helsing ist im Auftrag des Vatikan unterwegs, es liegt alleine an ihm und seinem technisch versierten Begleiter, Ordensbruder Karl, die Menschheit vor diversen Ausgeburten der Hölle zu bewahren. In der "Monsterparade" wirken mit - Mr. Hyde, Frankensteins Monster, Werwölfe, Vampire und deren Helfer die mich irgendwie an die Ewoks aus Star Wars erinnerten :-) Irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los - ich hätte es hier mit einem mittelalterlichen James Bond und dessen Erfindergenius "Mr.Q" zu schaffen - diesen Eindruck vermittelte zumindest der Rundgang durch Karls Werkstatt in den Kellergewölben des Vatikan. Die Handschrift von Regisseur Stephen Sommers ist unverkennbar! Wer "Die Mumie" und "Die Mumie kehrt zurück" gesehen hat, wird wissen welch Bombastisches Actionfeuerwerk, voller Spezialeffekte zu erwarten ist. Die Maskenbildner und Programmierer haben ganze Arbeit geleistet, Verwandlungen vom Normalbürger zum Werwolf oder Vampir sind so fließend gestaltet - ganz große Klasse! Kamerafahrten, Auswahl der Schauplätze, Beleuchtung, Leistung der Schauspieler - alles hätte mich bewogen 5 Punkte zu vergeben, wäre da nicht die Gänsehaut der alles überwuchernden Action zum Opfer gefallen und hätte die Musik besser weniger genervt und dafür mehr den Film "getragen"... aus diesen Gründen ein Stern Abzug.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5 Sterne für gutes Popcorn-Kino, 25. August 2006
Es zeugt für den einen oder anderen vielleicht von Tiefgang und Intellekt, wenn dieser eine oder andere den Film hier in seinen Grundfesten der fehlenden Logik und des nicht vorhandenen Tiefsinns auseinander nimmt und am Ende das Fazit: Unauthentisch/Unbewegend darunter setzt.
Dabei vergessen die meisten das dieser Film in der glorreichen Liga der flockig lockeren Popcorn-Unterhaltung zu Hause ist. Wohl gemerkt -->Popcorn-Unterhaltung<--.
Kameraführung, Schauspieler-Riege, Ausstattung, Effekte, Action-Cheographie, Atmosphäre und Dialogkonzept ist erstklassig.
Der Plot ist gelinde gesagt ein wirrer Spagetti-Haufen. Keinerlei Tiefsinn, keine Logik und nicht wirklich durchdacht.
Man muss nicht nachdenken, sondern sich einfach nur unterhalten lassen und dieser Film provoziert die gewünschte Wirkung. Von Nostalgie, über Blödelei hin zu locker luftigen Epik. Der Film nimmt sich mit den gewählten Stilmitteln selbst auf's Korn ohne dem Zuschauer zu suggerieren welch einen gequirlten Mist er hier eigentlich sieht.
Es ist ein Film über Vampire, Vampirjäger, Werwölfe, Igors, Frankenstein und sein Monster. Kein wohlgesittetes, aufwühlend kritisches bahnbrechendes Kino, sondern einfaches Popcorn-Kino der alten Schule aufgepeppt mit gutgelungenen Effekten und herrlich überzogenen Charakteren.
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