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Van Gogh - Mythos und Wirklichkeit
 
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Van Gogh - Mythos und Wirklichkeit [Gebundene Ausgabe]

Stefan Koldehoff
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (2. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383217267X
  • ISBN-13: 978-3832172671
  • Größe und/oder Gewicht: 25 x 17,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 532.092 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Um es gleich vorwegzusagen: Ihr Cover hat diese gut recherchierte und flüssig geschriebene Biografie des Kölner Kunstgeschichtlers Stefan Koldehoff nicht verdient. Allzu reißerisch kommt es daher, als wären hier sensationelle Neuigkeiten über einen Pop-Sänger oder Lady Di zu verkünden. Kein Selbstporträt schmückt den Umschlag, sondern das Foto von Kirk Douglas in seiner Filmrolle als Malgenie. Und eine Banderole verkündet reißerisch "die Wahrheit über den teuersten Maler der Welt", als habe man damit das wichtigste Attribut seines Werkes umrissen. Vincent van Gogh Superstar.

Zu nichts weniger ist Koldehoff angetreten, als den Mythos vom in sich gekehrten und wahnsinnigen Genie zurechtzurücken. Hat sich van Gogh wirklich das Ohr abgeschnitten? Hat der Meister so farbensprühender Werke wie den Sonnenblumen oder so verträumt-expressiver Bilder wie dem Nachtcafé zu Lebzeiten tatsächlich nur ein einziges Bild (und das noch an seinen Bruder Theo) verkauft? Völlig unbefangen nähert sich Koldehofff seinem Gegenstand und beschreibt nach Sichtung der greifbaren Dokumente, wie stark van Gogh selbst an seiner eigenen Legende strickte, wie stark er in die zeitgenössischen Kunstdebatten eingriff und wie sehr er damit einer teils verzerrten Vorstellung Vorschub leistete, die uns noch heute in einem nicht ganz korrekten Blickwinkel vor seinen Gemälden stehen lässt.

So ist mit Koldehofffs Van Gogh. Mythos und Wirklichkeit eine trotz ihres Covers (und manch reißerischer Überschrift) verdienstvolle Biografie zu Leben und Werk dieses großartigen Malers erschienen. Nicht wegen, sondern rechtzeitig zum 150. Geburtstag des Genies. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Die Wahrheit über den teuersten Maler der Welt

Am 30.03.1853 wurde Vincent van Gogh geboren: Jeder verbindet mit diesem Namen das rührend-romantische Klischee des einsamen Künstlergenies, das zu Lebzeiten nur ein einziges Bild verkaufen konnte, unter der Sonne Südfrankreichs wahnsinnig wurde, sich ein Ohr abschnitt und schließlich aus Verzweiflung selbst erschoss. Diese Künstlerlegende ist weitgehend reine Erfindung. Stefan Koldehoff zeichnet die unbekannten Seiten von Leben und Werk des modernen Van Gogh nach, der konsequent und energisch seine Kunst entwickelte, unter seinen Künstlerkollegen die höchste Anerkennung genoss und sich an den Kunstdebatten seiner Zeit intensiv beteiligte. Er beschreibt, wie vor dem Ersten Weltkrieg vorsätzlich der uns alle bis zum heutigen Tag begleitende Van-Gogh-Mythos initiiert wurde, um den Erfolg des dem breiten Publikum gänzlich unbekannten Malers einzuleiten, und wie dieser Mythos dann tatsächlich zu einer fast hysterischen Nachfrage auf dem Kunstmarkt und zu einer beispiellosen Fälschungsaffäre führte. Mit nie gezeigtem dokumentarischem Material und Abbildungen vieler fast unbekannter Werke eröffnet Koldehoff zum Jubiläumsjahr einen neuen Blick auf van Gogh.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Stefan Koldehoff verspricht in seinem Buch Legenden der
Wirklichkeit gegenüber zu stellen. Bei der Lektüre seines Werkes stellt man sich nach einiger Zeit jedoch die Frage, ob man sich beim Buchhändler nicht im Regal vergriffen hat. Es geht in Koldehoffs Buch nämlich sehr wenig um Van Gogh, sein Leben und sein Werk sondern hauptsächlich um die Geschichte der Vermarktung seiner Bilder nach seinem Tod und um einen endlos ausgetretenen Kunstfälscherskandal im Willhelminischen Deutschland.
Hat man dann auch noch unzählige Seiten lang gelesen, wer in Deutschland wann welche Fälschung gekauft und wieder verkauft hat, dann scheint es endlich interessant zu werden. Koldehoff kündigt nun an, Legenden zu entlarven.Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Auf Seite 218 z.B. geht es um die Behauptung, Van Gogh hätte kein Glück mit Frauen gehabt. Koldehoff führt als Gegenbeweis tatsächlich die regelmässigen Bordellbesuche des Malers an. Richtig gelesen, als Gegenbeweis. Ähnliche literarisch-kriminalistische Kopfstände gibt es noch zuhauf.

Fazit:Ein Kunsgeschichtsstudium ohne Menschenkenntnis befähigt lediglich dazu, im Leben eines toten Meisters nach Verkaufbarem zu haschen. Nicht jedoch, um Briefe, Zitate, Dokumente und historische Gegebenheiten sinnvoll zu interpretieren.
Über den Mensch Van Gogh habe ich so gut wie nichts erfahren. Das Wenige in Koldehoffs Buch, was der Ankündigung seines Titels nahe kommt passt auf eine einzige Din A 4 Seite. Rausgeschmissenes Geld.

Die Vermarktung scheint indes trotzdem gelungen, da Buchkritiker ihre Rezensionen oft voneinander abschreiben ohne die Bücher auch nur aufzuschlagen. Wie sonst könnten sich die verfügbaren Beschreibungen dieses Werkes alle so dermaßen gleichen?
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