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Der Vampyr. 2 CDs.
 
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Der Vampyr. 2 CDs. [Audio CD]

John W. Polidori , George G. N. Lord Byron , Frank Gustavus , Andreas Fröhlich , Joachim Tennstedt , Anna Carlsson
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785714459
  • ISBN-13: 978-3785714454
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 397.635 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die erste Blutsaugergeschichte der Welt - aus der Feder von Lord Byrons Leibarzt

Juni 1816 am Genfer See: Lord Byron, Dr. Polidori, Percy Shelley, seine Geliebte Mary und deren Stiefschwester Claire Clairmont lesen Gespenstergeschichten. Hierdurch inspiriert hat Byron eine Idee: »Wir wollen jeder eine Geistergeschichte schreiben!« Es kommt zu dem berühmten Wettstreit, aus dem Frankenstein und der Vampyr hervorgehen. Polidori erzählt, was geschah. So gab einer der Gebrüder Grimm den Anstoß zu Frankenstein und Lord Byron und der Vampyr wurden zum Fluch für Polidori.

Über den Autor

Andreas Fröhlich wurde 1965 geboren und hatte bereits mit sechs Jahren seinen ersten Hörspielauftritt. Seine wohl bekannteste Rolle ist die des Bob Andrews für die Hörspielserie "Die drei Fragezeichen". Andreas Fröhlich lebt in Berlin und arbeitet als Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher, Synchronregisseur sowie Dialogbuchautor.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine neue Dimension von Hörspiel, 18. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
Hallo!
Ganz so ausführlich (und vor allem interessant) wie die Rezension meines Vorgängers, ist meine Ausführung zu diesem Hörspiel sicher nicht aber eins muss gesagt werden:

So etwas habe ich noch nie vorher und auch nie wieder danach gehört!
Ein Stück, dass eine völlig neue Art des Hörspiels aufzeigt und sich gekonnt einer - auch für den Laien - hochintereressanten und spannenden Thematik widmet. Die Charaktere wurden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und von einer erstklassigen Sprecherriege zu Leben erweckt, die Kulisse brilliant in Szene gesetzt und eine Atmosphäre erschaffen die seinesgleichen sucht.

Hier muss von einem Hörspiel-Meilenstein gesprochen, der auch jemanden wie mir - der ansonsten eher viel ???,EUROPA,Wallace-etc.Standard-Hörspiele hört - die Lust auf Literatur geweckt und mich ganz nebenbei 2 Stunden lang excellent unterhalten hat!
GROSSE KAUFEMPFEHLUNG UND DIE BITTE AN DAS LABEL: MEHR DAVON!

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Literaturgeschichtlicher Streitfall!, 28. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
LORD BYRON / J.W. POLIDORI
DER VAMPYR
oder Gespenstersommer am Genfer See
Hörspiel nach einer wahren Begebenheit mit Auszügen aus den "Vampyr"-Erzählungen von Lord Byron und John William Polidori
aufgenommen im On Air Studio Berlin, gemischt und gemeistert im Eimsbütteler Tonstudio Hamburg, Mai/Juni 2004
Buch, Produktion, Regie: Frank Gustavus / Musik: Stephan Jacobi
Ripper Records (Elmshorn) 2004
Spielzeit: rd. 124 Minuten auf 2 CDs
Sprecher:
Andreas Fröhlich (J.W. Polidori)

Joachim Tennstedt (Lord Byron)
Anna Carlsson (Mary Wollstonecraft-Godwin)
Santiago Ziesmer (Percy Shelley)
Dorette Hugo (Claire Clairmont)
Marianne Groß (Gräfin von Breuss)
Timmo Niesner (Reporter)

"Ripper Records" bietet -nach dem viel gefeierten Erstling 'Jack the Ripper' im Bereich Spannung/Krimi- nun erneut einen ganz starken Auftritt. Das Label beschreitet dabei ungewöhnliche, noch nicht ausgetretene Pfade. Das Hörspiel „VAMPYR" ist kein klassischer Horrorschocker à la Dracula (obwohl die Geschichte Bram Stokers bei seinem Meisterwerk inspiriert haben soll), sondern die Inszenierung eines literaturgeschichtlichen Streitfalles.
Bei einem gemeinsamen literarischen Treffen von John W. Polidori, Lord Byron, Mary Shelly und weiteren Schriftstellern, starten diese auf Byrons Initiative hin einen Wettbewerb um die beste Gruselgeschichte. Polidori, der allseits belächelte Amateur-Dramatiker -er steht als persönlicher Leibarzt in Diensten Byrons und nimmt so am schweizerischen Gipfel teil- greift dabei eine Idee seines Gönners auf, die er Schritt für Schritt zum „Vampyr" ausbaut. In der Vermarktung des Werkes erlebt er vielerlei Rückschläge und muss sich bis zum bitteren Ende mit Urheberstreitigkeiten herumschlagen.

Lebenslang bleibt Polidori der unverstandene Literatur-Novize, den Pech und Verhängnis immer wieder beruflich und privat abstrafen. Das Hörspiel ist jedoch mehr als Polidoris Lebensgeschichte. Beim Treffen am See entstand in einer Nacht zudem die Grundlage zu Mary Shelleys "Frankenstein", dessen Ursprünge sich bis zu den berühmten deutschen Märchensammlern Grimm zurückverfolgen lassen. Das Ganze wird erzählt aus Sicht von Polidori, dessen gebrochener Charakter mit Andreas Fröhlich (viel beschäftigter Sprecher, z.B. in Fightclub oder in Mankell-Wallander-Hörproduktionen) kongenial besetzt ist. Neben häufigen Monologen, bietet die Doppel-CD aber auch eine Reihe klassischer Hörspiel-Szenen.

Ripper Records ist darauf bedacht den Aspekt der Schöngeisterei besonders zu betonen. Liebe zum Detail, inspirierende Dialogregie sowie abwechselungsreiche Musik- und Geräusch-Kulissen machen aus dem Hörstück im Kopf des Hörers ein Kunstwerk, das dem Niveau einer renommierten Theaterinszenierung standhält. Es ist erstaunlich, dass in der heutigen, schnelllebigen Zeit überhaupt noch Produzenten das Risiko eingehen, diese nicht eben Mainstream- und Bestseller-Storys exzellent und aufwendig umzusetzen. Hier verbinden sich von Harmonie getragener Unterhaltungs-Anspruch mit technischer Finesse, gepflegter Sprachkultur und gelungener Literaturauswahl zu einer neuen Dimension des Hörspiels. Umso bedeutender ist es daher, dieses innovative, stilsichere Label zu unterstützen, da es einen noch brüchigen Stützpfeiler für eine sich hoffentlich zu mehr Niveauakzeptanz hin verändernde Unterhaltungsindustrie bedeutet.

Den Sprechern gelingt es vortrefflich längst vergangene Jahrhunderte zu neuem Leben zu erwecken. Dabei ist die Laufzeit mit über 120 Minuten recht umfangreich, denn nur so war es möglich einen glaubhaften Spannungsbogen der Geschichte zu entwerfen. Angenehm ist die Cover- und Bookletgestaltung mit Zeichnungen von Polidori und Byron, geschichtlichen Hintergrundinformationen und einer guten Tracklist. Allerdings werden manche Käufer enttäuscht sein, die sich vom Titel leiten ließen und Horror erwarten. Vielleicht hätte der Verlag den Literatur-Anspruch noch besser kenntlich machen können. Wer jedoch Zauber, Romantik, Anspruch und Spannung nicht abgeneigt ist und zu Recht technische Brillanz erwartet ist bei Ripper Records glänzend aufgehoben.

J.W. Polidori:

John William Polidori wurde 1795 in London geboren. Er geht auf ein kirchliches College in Yorkshire und studiert danach erfolgreich Medizin an der Universität von Edinburgh. Im Frühjahr des Jahres 1816 zieht er mit dem bereits sehr erfolgreichen Schriftsteller Lord Byron an den Genfer See. Nach ihrer Trennung im Herbst desselben Jahres arbeitet Polidori das beim Autorenwettstreit entstandene -auf Eingebungen Byrons basierende- Vampyr-Bruchstück zur fertigen Geschichte aus, welche 1819 in einer englischen Zeitschrift veröffentlicht wird. Es bleibt sein einziger Versuch als Schriftsteller. Er praktiziert danach wieder recht erfolglos als Arzt. Im August 1821 stirbt Polidori im Alter von nur 26 Jahren; vermutlich durch Selbsttötung mittels Gift.

Lord Byron:

Der berühmte englische Dichter Lord George Gordon Noel Byron (1788-1824), genannt Lord Byron, stellte zeitlebens seine recht zwiespältige Natur zur Schau. Leidenschaftliche Liebe, ausschweifende Lebensfreude, Weltschmerz und Selbstmitleid kennzeichneten ihn. Seine als Belastung empfundene körperliche Behinderung durch ein verkrüppeltes Bein, kompensierte er durch gelebte Sinnlichkeit und diabolische Ablehnung von Teilen seiner Umwelt (so etwa Polidori). Inzestverdacht sowie finanzielle Exzesse machten ihn in der englischen Gesellschaft zu einem Exoten und Außenseiter. 1824 entschloss er sich zur Reise nach Griechenland, um die Nation in ihrem Kampf gegen die Türken zu unterstützen. Er starb jedoch kurz nach der Landung an Malaria. Berühmt wurde er bereits durch sein Frühwerk »Childe Harold's pilgrimage« (deutsch »Ritter Harold's Pilgerfahrt«) von 1812, in dem er Erlebnisse auf einer Jahre zuvor unternommenen Mittelmeer- und Orientrundreise verarbeitet.

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2.0 von 5 Sternen Kraft- und farblose Umsetzung, 27. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
"Der Vampyr oder Gespenstersommer am Genfer See" beleuchtet die Ereignisse um die Entstehung von John William Polidoris Erzählung "Der Vampyr" und das tragische Schicksal des Verfassers. Das Hörspiel fällt positiv durch eine angenehm zurückhaltende Inszenierung und eine überzeugende Auswahl von Sprechern auf. Auf Effekthascherei und eine Überfrachtung von Soundelementen, die bei aktuellen Hörspielproduktionen leider immer wieder vorliegen, verzichtet Regisseur Frank Gustavus glücklicherweise. Produktionstechnisch befindet sich das Werk auf hohem Niveau.

Zu meiner Enttäuschung weist diese Hörspielumsetzung allerdings teils deutliche dramaturgische Schwächen auf. Da mir Hörspielproduktionen der ruhigeren Art, deren Plot sich langsam entfaltet und die Raum für Atmosphäre und Stimmung bieten, sehr entgegenkommen, freute ich mich nicht zuletzt aufgrund der überschwenglichen Rezensionen sehr auf "Der Vampyr". Die geweckten Erwartungen konnten jedoch nicht erfüllt werden. Die Figur des Dr. Polidori fungiert im Hörspiel als "Ich-Erzähler", der dem Zuhörer die Geschehnisse rund um die Entstehung des "Vampyrs" aus seiner Sicht darlegt. Grundsätzlich ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Jedoch nehmen diese erzählenden Parts einen sehr großen oder vielmehr einen spürbar zu großen Raum des Hörspiels ein. Statt lebendigem Hörspiel bekommt der Zuhörer über weite Strecken oft nur die erklärenden Anmerkungen des Dr. Polidori zu hören. Diese hätten teilweise unbestreitbar gekürzt und durch eine lebendige Interaktion zwischen den einzelnen Figuren ersetzt werden können. Unglücklicherweise potentiert Gustavus den negativen Effekt der durch den exzessiven Einsatz des Erzählers erzielt wird noch, indem er die Charaktere Byrons und Polidoris sehr ausführlich Fragmente der Erzählung des "Vampyrs" einfach vorlesen läßt. Das Hörspiel bietet erstaunlich wenig "Spiel" und erinnert über weite Strecken eher an ein gelesenes Hörbuch.

Dem Werk fehlt die Lebendigkeit, es entwickelt keine Eigendynamik und es mangelt an innerem Zusammenhalt. Ich habe den Eindruck, es fehlte der Mut die spärlich überlieferten Begebenheiten rund um den "Gespenstersommer am Genfer See" um Handlungselemente so weit sinnvoll zu erweitern, daß ein überzeugendes und lebendiges Hörspiel entstehen konnte.
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