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Juni 1816 am Genfer See: Lord Byron, Dr. Polidori, Percy Shelley, seine Geliebte Mary und deren Stiefschwester Claire Clairmont lesen Gespenstergeschichten. Hierdurch inspiriert hat Byron eine Idee: »Wir wollen jeder eine Geistergeschichte schreiben!« Es kommt zu dem berühmten Wettstreit, aus dem Frankenstein und der Vampyr hervorgehen. Polidori erzählt, was geschah. So gab einer der Gebrüder Grimm den Anstoß zu Frankenstein und Lord Byron und der Vampyr wurden zum Fluch für Polidori.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine neue Dimension von Hörspiel,
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
Hallo!Ganz so ausführlich (und vor allem interessant) wie die Rezension meines Vorgängers, ist meine Ausführung zu diesem Hörspiel sicher nicht aber eins muss gesagt werden: So etwas habe ich noch nie vorher und auch nie wieder danach gehört! Hier muss von einem Hörspiel-Meilenstein gesprochen, der auch jemanden wie mir - der ansonsten eher viel ???,EUROPA,Wallace-etc.Standard-Hörspiele hört - die Lust auf Literatur geweckt und mich ganz nebenbei 2 Stunden lang excellent unterhalten hat! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Literaturgeschichtlicher Streitfall!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
LORD BYRON / J.W. POLIDORIDER VAMPYR oder Gespenstersommer am Genfer See Hörspiel nach einer wahren Begebenheit mit Auszügen aus den "Vampyr"-Erzählungen von Lord Byron und John William Polidori aufgenommen im On Air Studio Berlin, gemischt und gemeistert im Eimsbütteler Tonstudio Hamburg, Mai/Juni 2004 Buch, Produktion, Regie: Frank Gustavus / Musik: Stephan Jacobi Ripper Records (Elmshorn) 2004 Spielzeit: rd. 124 Minuten auf 2 CDs Sprecher: Andreas Fröhlich (J.W. Polidori) Joachim Tennstedt (Lord Byron) "Ripper Records" bietet -nach dem viel gefeierten Erstling 'Jack the Ripper' im Bereich Spannung/Krimi- nun erneut einen ganz starken Auftritt. Das Label beschreitet dabei ungewöhnliche, noch nicht ausgetretene Pfade. Das Hörspiel „VAMPYR" ist kein klassischer Horrorschocker à la Dracula (obwohl die Geschichte Bram Stokers bei seinem Meisterwerk inspiriert haben soll), sondern die Inszenierung eines literaturgeschichtlichen Streitfalles. Lebenslang bleibt Polidori der unverstandene Literatur-Novize, den Pech und Verhängnis immer wieder beruflich und privat abstrafen. Das Hörspiel ist jedoch mehr als Polidoris Lebensgeschichte. Beim Treffen am See entstand in einer Nacht zudem die Grundlage zu Mary Shelleys "Frankenstein", dessen Ursprünge sich bis zu den berühmten deutschen Märchensammlern Grimm zurückverfolgen lassen. Das Ganze wird erzählt aus Sicht von Polidori, dessen gebrochener Charakter mit Andreas Fröhlich (viel beschäftigter Sprecher, z.B. in Fightclub oder in Mankell-Wallander-Hörproduktionen) kongenial besetzt ist. Neben häufigen Monologen, bietet die Doppel-CD aber auch eine Reihe klassischer Hörspiel-Szenen. Ripper Records ist darauf bedacht den Aspekt der Schöngeisterei besonders zu betonen. Liebe zum Detail, inspirierende Dialogregie sowie abwechselungsreiche Musik- und Geräusch-Kulissen machen aus dem Hörstück im Kopf des Hörers ein Kunstwerk, das dem Niveau einer renommierten Theaterinszenierung standhält. Es ist erstaunlich, dass in der heutigen, schnelllebigen Zeit überhaupt noch Produzenten das Risiko eingehen, diese nicht eben Mainstream- und Bestseller-Storys exzellent und aufwendig umzusetzen. Hier verbinden sich von Harmonie getragener Unterhaltungs-Anspruch mit technischer Finesse, gepflegter Sprachkultur und gelungener Literaturauswahl zu einer neuen Dimension des Hörspiels. Umso bedeutender ist es daher, dieses innovative, stilsichere Label zu unterstützen, da es einen noch brüchigen Stützpfeiler für eine sich hoffentlich zu mehr Niveauakzeptanz hin verändernde Unterhaltungsindustrie bedeutet. Den Sprechern gelingt es vortrefflich längst vergangene Jahrhunderte zu neuem Leben zu erwecken. Dabei ist die Laufzeit mit über 120 Minuten recht umfangreich, denn nur so war es möglich einen glaubhaften Spannungsbogen der Geschichte zu entwerfen. Angenehm ist die Cover- und Bookletgestaltung mit Zeichnungen von Polidori und Byron, geschichtlichen Hintergrundinformationen und einer guten Tracklist. Allerdings werden manche Käufer enttäuscht sein, die sich vom Titel leiten ließen und Horror erwarten. Vielleicht hätte der Verlag den Literatur-Anspruch noch besser kenntlich machen können. Wer jedoch Zauber, Romantik, Anspruch und Spannung nicht abgeneigt ist und zu Recht technische Brillanz erwartet ist bei Ripper Records glänzend aufgehoben. J.W. Polidori: John William Polidori wurde 1795 in London geboren. Er geht auf ein kirchliches College in Yorkshire und studiert danach erfolgreich Medizin an der Universität von Edinburgh. Im Frühjahr des Jahres 1816 zieht er mit dem bereits sehr erfolgreichen Schriftsteller Lord Byron an den Genfer See. Nach ihrer Trennung im Herbst desselben Jahres arbeitet Polidori das beim Autorenwettstreit entstandene -auf Eingebungen Byrons basierende- Vampyr-Bruchstück zur fertigen Geschichte aus, welche 1819 in einer englischen Zeitschrift veröffentlicht wird. Es bleibt sein einziger Versuch als Schriftsteller. Er praktiziert danach wieder recht erfolglos als Arzt. Im August 1821 stirbt Polidori im Alter von nur 26 Jahren; vermutlich durch Selbsttötung mittels Gift. Lord Byron: Der berühmte englische Dichter Lord George Gordon Noel Byron (1788-1824), genannt Lord Byron, stellte zeitlebens seine recht zwiespältige Natur zur Schau. Leidenschaftliche Liebe, ausschweifende Lebensfreude, Weltschmerz und Selbstmitleid kennzeichneten ihn. Seine als Belastung empfundene körperliche Behinderung durch ein verkrüppeltes Bein, kompensierte er durch gelebte Sinnlichkeit und diabolische Ablehnung von Teilen seiner Umwelt (so etwa Polidori). Inzestverdacht sowie finanzielle Exzesse machten ihn in der englischen Gesellschaft zu einem Exoten und Außenseiter. 1824 entschloss er sich zur Reise nach Griechenland, um die Nation in ihrem Kampf gegen die Türken zu unterstützen. Er starb jedoch kurz nach der Landung an Malaria. Berühmt wurde er bereits durch sein Frühwerk »Childe Harold's pilgrimage« (deutsch »Ritter Harold's Pilgerfahrt«) von 1812, in dem er Erlebnisse auf einer Jahre zuvor unternommenen Mittelmeer- und Orientrundreise verarbeitet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2.0 von 5 Sternen
Kraft- und farblose Umsetzung,
Rezension bezieht sich auf: Der Vampyr. 2 CDs. (Audio CD)
"Der Vampyr oder Gespenstersommer am Genfer See" beleuchtet die Ereignisse um die Entstehung von John William Polidoris Erzählung "Der Vampyr" und das tragische Schicksal des Verfassers. Das Hörspiel fällt positiv durch eine angenehm zurückhaltende Inszenierung und eine überzeugende Auswahl von Sprechern auf. Auf Effekthascherei und eine Überfrachtung von Soundelementen, die bei aktuellen Hörspielproduktionen leider immer wieder vorliegen, verzichtet Regisseur Frank Gustavus glücklicherweise. Produktionstechnisch befindet sich das Werk auf hohem Niveau.Zu meiner Enttäuschung weist diese Hörspielumsetzung allerdings teils deutliche dramaturgische Schwächen auf. Da mir Hörspielproduktionen der ruhigeren Art, deren Plot sich langsam entfaltet und die Raum für Atmosphäre und Stimmung bieten, sehr entgegenkommen, freute ich mich nicht zuletzt aufgrund der überschwenglichen Rezensionen sehr auf "Der Vampyr". Die geweckten Erwartungen konnten jedoch nicht erfüllt werden. Die Figur des Dr. Polidori fungiert im Hörspiel als "Ich-Erzähler", der dem Zuhörer die Geschehnisse rund um die Entstehung des "Vampyrs" aus seiner Sicht darlegt. Grundsätzlich ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Jedoch nehmen diese erzählenden Parts einen sehr großen oder vielmehr einen spürbar zu großen Raum des Hörspiels ein. Statt lebendigem Hörspiel bekommt der Zuhörer über weite Strecken oft nur die erklärenden Anmerkungen des Dr. Polidori zu hören. Diese hätten teilweise unbestreitbar gekürzt und durch eine lebendige Interaktion zwischen den einzelnen Figuren ersetzt werden können. Unglücklicherweise potentiert Gustavus den negativen Effekt der durch den exzessiven Einsatz des Erzählers erzielt wird noch, indem er die Charaktere Byrons und Polidoris sehr ausführlich Fragmente der Erzählung des "Vampyrs" einfach vorlesen läßt. Das Hörspiel bietet erstaunlich wenig "Spiel" und erinnert über weite Strecken eher an ein gelesenes Hörbuch. Dem Werk fehlt die Lebendigkeit, es entwickelt keine Eigendynamik und es mangelt an innerem Zusammenhalt. Ich habe den Eindruck, es fehlte der Mut die spärlich überlieferten Begebenheiten rund um den "Gespenstersommer am Genfer See" um Handlungselemente so weit sinnvoll zu erweitern, daß ein überzeugendes und lebendiges Hörspiel entstehen konnte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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