Ich bin mir am Ende des Buches nicht mehr wirklich sicher, was ich eigentlich erwartet habe. Die Aufmachung dieses Winzlings verspricht zumindest eine BD Verbindung. Die Liebesgeschichte ist im Großen und Ganzen sehr schön. Claire und Michael sind in ihrer Art sehr sympatisch und aus der "unterkühlten" Staranwältin Claire wird durch ihre Liebe zu Michael ein ganz neuer Mensch. Aber es ist wirklich nur eine Kurzgeschichte, die auch erhebliche Lücken hat.
Nachdem wir uns seit 15 Bänden durch geballte Vampirpower, gigantische Superkräfte und Haushohe Egos gelesen haben, die Zusammenhänge zwischen "Bindungsduft" und Seelengefährtin begriffen haben und vor allem dem Daseinszweck der Black Dagger mitfiebern und auf Lesserjagd gehen- hier fehlt mir einfach die Substanz der Story !!!
Vielleicht ist die recht flache und manchmal hektisch wirkende Geschichte der geringen Seitenzahl geschuldet, aber es gibt auch ein paar, zumindest für mich, unglaubwürdige Passagen:
Natürlich ist Michael dem allgemeinen BD Bild entsprechend ein "Bild von einem Mann" und natürlich verfügt er über die entsprechende Statur und immense Kräfte, sonst würden wir die Bande ja nicht so lieben. Aber..............................................................
° mit seinen jungen 76 Jahren eine männliche Jungfrau?
° nur einmal im Jahr "was zu Futtern"? - die BD wären schon ausgestorben!
° welcher Mann lässt sich auch nur ansatzweise die Kronjuwelen rauben, fast...ne,ne,
die sind noch da und sorgen für ein schönes Buchende ;o)
° mit 16 in den Keller voller Bücher gesperrt und dann bleibt dieser intelligente und starke
Kerl vom Wesen ein "kleiner schüchterner Junge", und das bei solcher Rabenmutter?
° und ohne das Ende verraten zu wollen - kein Nachbar bemerkt die "von der Norm abweichende
Nachbarschaft"?
° und während sich die gesamte Vampirgesellschaft überall im Krieg befindet...steht das
Anwesen auf dem Mond?
Mir fällt gerade auf, dass Claire noch gar nicht dran war, aber das ist o. k. Sie ist schon eine kämpferische und zielstrebige Person und hat auch meeeiiistens die Hosen an. grs,grs
Die Story liest sich kurzweilig und flott, auch im übertragenen Sinn. Und wenn der Verlag uns die BD "Menüs" in zwei Gängen serviert, dann ist diese Novelle eben der Snack zwischendurch.