Auch wenn Muskelmänner in Sandalen stets eine unfreiwillige Komik verbreiten und das Drehbuch dieses Films auch angemessen haarsträubend ist, ist VAMPIRE GEGEN HERAKLES für mich nach wie vor das schönste aller Peplum-Epen. In diesem ebenso charmanten, wie temporeichen Horror-/Sandalenfilm-Crossover wird Trash dank des optischen Genies von Regisseur Mario Bava zur Kunst. Die märchenhaften, farbenprächtigen Widescreen-Bilder, die brillanten optischen Trickspielereien, mit denen Bava hier mit schier unglaublichem Einfallsreichtum billige Pappfelsen in unheimliche Mythenlandschaften verwandelte sowie Christopher Lees Auftritt als sinistrer Schurke machen diesen Film zu einem zeitlosen Vergnügen, das sich deutlich von anderen Vertretern des Genres abhebt. Eine unbedingte Empfehlung für alle, die noch handgemachtes Kino zu schätzen wissen und nicht am tierischen Ernst leiden.