Die Geschichte von David Valentine und des Kampfes der Menschen gegen die Kur findet nun bereits im 5. Band seine Fortsetzung. Nachdem es im letzten Roman vorrangig um die militärische Auseinandersetzung mit den Besatzern ging, kehrt der neueste Roman wieder zur ursprünglichen Idee zurück - Valentine im Alleingang hinter den feindlichen Linien.
Der Roman beginnt kurz nach den Vorfällen des vierten Bandes mit der Auflösung der von Valentine aufgestellten Kampfeinheit. Der Protagonist selber erhält einen Posten im Generalstab, will vorher aber seinem alten Freund Post (s. Band 3) einen Freundschaftsdienst erweisen - für Post nach dessen verschollener Frau Gail suchen.
Die Suche beginnt eher ruhig und ein wenig langatmig, erfährt dann aber durch eine Intrige seines Widersachers Gen. Martinez (Band 4) eine deutliche Wende. Der Weg führt Valentine im weiteren Verlauf in Begleitung der "Katze" Duvalier und seines Grog-Freundes Ahn Kha in die kurische Besatzungszone. Sie lernen neue Verbündete kennen und kommen immer weiter einem Geheimnis rund um die offenbar gezielt von den Kur entführte Gail auf die Spur. Ich verzichte hier auf weitere Details, da sie doch zuviel an Spannung nehmen würden.
Auch der fünfte Roman ist gut und spannend geschrieben. Leider ähneln die Geschehnisse sehr dem ersten Band, in dem Valentine ebenfalls hinter den Linien auf der Suche nach einer Frau war. Insofern ertappte ich mich hin und wieder bei dem Gedanken, dass mir die Zutaten "Spur verfolgen - sich einschleichen - kämpfen - fliehen - Verrat" irgendwie bekannt vorkamen. Unterm Strich blieb zudem der Eindruck, dass dieser Roman ein bisschen als "Lückenfüller" diente, denn die Aufklärung des Geheimnisses hätte man in meinen Augen auch straffer gestalten können. Daher auch ein bis eineinhalb Sterne Abzug.
Nichts desto trotz hat mir auch dieser Roman wieder gut gefallen und bot spannende Unterhaltung. Insbesondere die Geschehnisse am Ende eröffnen eine neue Perspektive, die die Vorfreude auf den 6. Band wachsen lässt. Als "Fan" dieser Romanreihe kann ich auch Band 5 mit den genannten, zugegeben geringfügigen Einschränkungen, allen Lesern der bisherigen Romane ohne Einschränkung empfehlen. Aufgrund der inhaltlichen Bezüge und Verweise eignet sich der Roman allerdings nicht unbedingt für einen "Quereinstieg".