Erhebend, allein schon die Aufmachung dieses "Schinkens" ist aufwendig und stilvoll. Nach dem Aufschlagen reißt es einen förmlich hinein in die Atmosphäre einer gut ausgearbeiteten Hintergrundwelt, die vieles von ihrem Reiz daher bezieht, dass sie eigentlich eine Art Zerrbild oder auch Persiflage der Realität ist. Ebenso bestechend wie der Hintergrund, in dem sich alles um die versteckt in der Herde ihrer sterblichen Opfertiere lebenden Vampirgesellschaft dreht, sind auch die Regeln, bei denen Einfachheit und Realismus (sofern letzteres bei einem Spiel mit Fantasy-Elementen überhaupt ein Kriterium ist) eine seltene Vereinigung feiern. Und auch eine Aussage fehlt nicht, denn bei Vampire: Die Maskerade dreht sich vieles um den Unterschied von Sein und Schein, denn die Charaktere ringen mit Ihrem tierhaften Inneren, dass im Laufe des Spiels immer mehr die Kontrolle übernimmt. Mein Gesamteindruck von diesem System ist sehr, sehr gut, ich kann es nur und uneingeschränkt weiterempfehlen.