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Valse avec Bachir
 
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Valse avec Bachir [Französisch] [Taschenbuch]

Ari Folman , David Polonsky , Fanny Soubiran
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 150 Seiten
  • Verlag: Casterman (12. Januar 2009)
  • Sprache: Französisch
  • ISBN-10: 2203020261
  • ISBN-13: 978-2203020269
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 702.498 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
66 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tuuli
Format:DVD
Ich habe Ari Folmans Film "Waltz with Bashir" in einem kleinen gemütlichen Hinterhofkino in meiner Heimatstadt gesehen. Nie zuvor habe ich ein Kino in einem solchen Zustand erlebt, nachdem ein Film geendet hat. Normalerweise gehen die Lichter an, das Gemurmel im Publikum schwillt an, Leute stehen auf, gähnen, strecken sich, suchen ihre Sachen zusammen und schließlich wogt die Menge in Richtung der Ausgänge.

Nicht so nach Ari Folmans "Waltz with Bashir". Statt Gemurmel und Gewoge absolute Stille, fast schon lähmende Betroffenheit auf den Gesichtern der Menschen, die sich an ihren Getränken festklammerten. Erst lange, nachdem der Abspann zuende war, wagten die Ersten, sich zu bewegen. Bestürzte und anerkennende Kommentare wurden einander zugeraunt, als schließlich die schummrige Raumbeleuchtung erglimmte.

Waltz with Bashir ist ein Film, der mit schonungsloser Offenheit die Gräuel eines historischen Ereignisses aus retrospektiver Sicht der Beteiligten beschreibt und zeigt. Historisch korrekt beleuchtet er die spezifischen Rollen der einzelnen beteiligten Parteien beim Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila während es Libanonfeldzuges Israels gegen die im Libanon aktive PLO im Jahre 1982.

Libanon 1982.
Bashir Gemayel, der maronitische Präsident des Libanon, war von PLO-nahen Brigaden aus Rache für vorangegangene Massaker in palästinensich-libanesischen Dörfern ermordet worden. Die Gemayel nahestehende Phalange-Milizen wiederum nahmen dies zum Anlass, in Sabra und Shatila unter israelischer Beihilfe Tausende Flüchtlinge grausam zu ermorden. Jene Szenen des Films lassen einem beinahe das Blut in den Adern gefrieren. Die Tatsache, dass der Film keine reale Szene hat, sondern es sich um einen Animationsfilm handelt, wirkt hier estaunlicherweise noch verstärkend, statt etwa mildernd, was vor allem der absolut atemberaubenden und einzigartigen Optik geschuldet ist, die sich aus dem Design der Animation sowie dem Farbenspiel ergibt.

Der Film erzählt das Geschehene aus der Perspektive beteiligter israelischer Soldaten, die heute - über 20 Jahre später - nacheinander von der in den meisten Fällen sorgfältig verdrängten Vergangenheit eingeholt werden. Phasenartig kehrt die Erinnerung bis hin zu kleinsten Details zurück: Junge israelische Soldaten, die mit einem "Love Boat" (einem als Party-Boot getarnten Militärschiff) an die libanesische Küste verbracht werden, Häuserkampf im gespenstisch wirkenden, zerbombten Beirut, junge israelische Männer, die - in Uniform gesteckt - blind vor Furcht auf alles ballern, was sich bewegt, die grauenhaften Bilder von sterbenden Kameraden, von sich stapelnden Leichen in Sabra und Shatila nach den Massakern.
Auch auf die rücksichts- und gewissenlose Haltung der israelischen Führung unter Verteidigungsminister Ariel Sharon geht der Film ein. Es wird offensichtlich, dass die israelische Führung von dem bevorstehenden Gemetzel wusste und es somit wissentlich unterstützte und von außen absicherte, während die israelischen Soldaten selbst zumeist nur ahnen konnten, was vor sich ging und mehr oder weniger hilflos daneben standen.

Der Film widmet sich auch der Frage: "Wieviel Grausamkeit und auf sich geladene Schuld kann ein Mensch ertragen?". Die Antwort geben die handelnden Personen selbst, indem sie erkennen, dass sie seinerzeit nur überlebten, weil sie sich vom Menschsein verabschiedet hatten, anders hätten sie all das Grauen wohl nicht ertragen können. Die Anfangszene des Traumes mit der Meute zähnefletschender Hunde stellt eine Metapher für verdrängte und entmenschlichte Erinnerungen dar, aus denen im Laufe des Filmes deutliche Bilder voller handelnder Personen und Details des Geschehenen werden.

Ich kann meine Gefühle bezüglich des Films nur schwer beschreiben. Ein hervorragendes Werk, packend, schonungslos, erschütternd. Spätestens nachdem zum Ende die Animation so plötzlich realen Bildern aus Sabra und Shatila weicht, dass man ein paar Sekunden braucht, um es zu realisieren, sitzt man wie vom Donnerschlag gerührt in seinem Sitz und es schnürt sich einem die Kehle zu. "Wie können Menschen so grausam sein?" Diese Frage jagt einem fieberhaft durch den Kopf. Bis man merkt, dass der Film die Antwort auf diese Frage bereits geliefert hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von The Saint
Format:DVD
Warum muss uns ein israelischer Filmemacher (Ari Folman) vormachen wie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch publikumswirksam und künstlerisch wertvoll funktionieren kann? Warum kriegt das ein dt. Filmemacher in 60 Jahren nicht annährend so kurzweilig und auf den Punkt hin? ... dachte ich mir gerade, als ich mit etwas Abstand diese Rezension beginne.

Was macht diesen Film aus? Vor allem ist der Film kurzweilig, aber in der Wirkung lang anhaltend, für jeden, der den Blick auf Wunde Punkte / Blinde Flecken der Vergangenheit nicht scheut.
Das Thema Krieg und dessen Verdrängung stehen im Mittelpunkt dieses animierten "Dokumentationsfilms". Gänzefüßchen deshalb, weil Folman das Genre Animation nutzt, um Bilder, Szenen entstehen zu lassen, welche auf eigenen Erinnerungen und / oder Zeitzeugenaussagen basieren. Gleichzeitig nutzt er aber auch das kreative, künstlerische Potential des Anime-Genres voll aus, indem er Träume zu Filmbildern werden lässt bspw.
Realbilder kommen auch vor, aber wo und wann und warum, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Für mich, nicht mehr und nicht weniger, als der Kinofilm 2008 und die DVD 2009. Die Extras sind spitze und jede Minute wert. Wer sich noch fragt warum manche Animationen, für die meisten allerdings erst auf den zweiten Blick sichtbar und darüber hinaus wirklich völlig unerheblich, etwas "unvollkommen" sind, findet hier Antworten. Für mich wird der Film dadurch nur noch umso beeindruckender und wertvoller.

Fazit: Ein rares Juwel.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Schlag in die Magengrube 18. September 2009
Format:DVD
Die Rezensionen hier sind bereits sehr gut und decken die meisten wesentlichen Punkte eigentlich ab. Ich versuche es dennoch, noch mal einen eigenen Beitrag zu leisten.

Wenn ich überlege, welche Szenen mich am meisten beeindruckt haben, dann fallen mir insbesondere die Anfangs-, die Schlusssequenz und der "Walzer mit Bashir" ein. Aber der Reihe nach:

Im heutigen Tel Aviv treffen sich Ari Folman, der Ich-Erzähler der Geschichte und sein Freund aus ehemaligen Armee-Tagen, mit dem er zusammen im Libanon gedient hat. Dieser Freund hat Nacht für Nacht den gleichen Albtraum. 26 Hunde, die sich nachts anklagend und wütend vor seinem Fenster versammeln und auf ihn warten. Alles Hunde, die er während des Bürgerkriegs im Libanon erschoss, um zu verhindern, dass sie die Einwohner der Dörfer warnen, die von der israelischen Armee heimgesucht werden. Dieser Einstieg endet mit der Schlüsselfrage. "Hast Du keine Erinnerungen mehr an Sabra und Shatila"? - "Nein". Am Ende des Films wird Ari Folman seine Erinnerungen wieder haben. Und dann wird in den letzten Minuten des Films die Animation schwinden und durch reale, dokumentarische Bilder abgelöst werden. Und es wird einem das Blut in den Adern gefrieren. Der Schluss ist eine Anklage. Gegen das Vergessen. Gegen eine Militärführung, die Jugendliche jede Menschlichkeit nimmt und zulässt, dass die Grenzen zwischen Zivilbevölkerung und legitimen" Zielen verschwinden. Und nicht zuletzt gegen sich selbst.

Bis zu diesem Schluss erzählt Ari Folman seine Geschichte. Nicht in linearer Form, sondern durch einzelne Fragmente, die irgendwann ein Ganzes ergeben. Folman trifft Menschen, Kameraden, die ihre Sicht der Dinge wiedergeben, und die ihre Erinnerungen mit ihm teilen. Für mich eine der großen Stärken des Films. Die Erlebnisse der israelischen Soldaten sind zu komplex, vielschichtig und fragmentarisch, als dass man dem durch eine lineare, in sich geschlossene Erzählstruktur gerecht werden könnte. Deshalb verzichtet Folman bewusst darauf, und reflektiert den Wahnsinn durch Episoden. Jede für sich wirkungsvoll und bedrückend.

Besonders beeindruckend der titelgebende Walzer mit Bashir". Als Folmans Gruppe beschossen wird, springt ein Kamerad aus der Deckung und feuert mit seinem MG zurück. Durch die Rückstöße wirkt es für einen Moment, als würde er im Kugelhagel mit seinem MG tanzen. Die Szene ist beeindruckend dargestellt, und es fällt leicht der Faszination der sehr poetischen Inszenierung zu erliegen. Genau das war sicher beabsichtigt: man kann Krieg mit dem Abscheu zeigen, der er ist. Man kann aber auch die Faszination reflektieren, die er für manche Jugendliche darstellt. Und diese Faszination ist das Gefährliche, der Blick in den Abgrund. Was bereits Nietzsche so treffend formulierte: "Wenn Du lange genug in den Abgrund schaust, schaut der Abgrund auch irgendwann in Dich". So hatte jeder der israelischen Soldaten seinen persönlichen Abgrund, mit dem jeder nach dem Krieg fertig werden musste. So wie Ari Folman, der das Vergessen wählte, um mit dem eigenen Beitrag fertig zu werden.

Was am Ende bleibt, ist weniger die Message selbst, die bei Antikriegsfilmen ohnehin immer die gleiche ist, und keinen mehr vom Hocker reißt. Es bleiben eher die Bilder hängen. Der kleine Junge mit dem Maschinengewehr. Und die Soldaten, die wie Zombies zu sphärischer Musik aus dem Meer steigen, bereit sich wieder ans Werk zu machen, während Leuchtraketen den Himmel über Beirut erleuchten. Und wenn sich Bilder einbrennen, erreicht ein Film mehr, als die meisten anderen Filme.
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willst du mensch sein....
Ich habe den Film jetzt schon zum vierten Mal gesehen und bin begeistert.
Ein wunderbar gezeichneter Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, die eigene Vergangenheit des... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von doro veröffentlicht
Hülle ohne DVD
Ich habe diese DVD vor längerer Zeit gekauft, bin allerdings erst jetzt dazu gekommen, sie sehen zu wollen. Leider war das nicht möglich. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Renate veröffentlicht
Was Neues! Interessant und absolut lohnenswert!
"Waltz with Bashir" ist der erste animierte Kinodokumentarfilm in der Geschichte und schon allein deshalb absolut bemerkenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2010 von Mo
Apokalyptische Bilder in einer Zeichentrick-Dokumentation
Der israelische Regisseur und Autor Ari Folman macht sich auf die Reise in seine Vergangenheit als blutjunger Soldat während des ersten Libanonkrieges. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2009 von Joroka
Pflichtfilm
Sehr eindrucksvoller Film über den 1. Libanonkrieg und ein Massaker. Der Film beweist mal wieder, daß das "Nie wieder! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2009 von Portis123
Die Schuldfrage
Der film selbst ist dank der animationen anders als die vielen anderen dokumentarfilme. Dadurch gelingt es den machern, dass der zuschauer sich besser in die rollen der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2009 von S. Schwabe
Ein Hammer-
film, der einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Nach dem erschütternden Ende bleibt man erstmal mit offenem Mund sitzen und muss sich wieder sammeln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juli 2009 von paarhufer71
Tolle Filmtechnik, interessantes Thema
Der Film ist wirklich sehr gelungen. Die Comic-Grafik ist innovativ und toll umgesetzt. Die Story zieht sich an ein oder zwei Stellen, doch schon in der nächsten Sekunde wird... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2009 von M. Hanke
Grandios!
Ich kann mich hier allen anderen Rezensionen nur anschliessen. Dieser Film ist unbestritten ein Meisterwerk! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juni 2009 von Tino Schwanemann
lob
ich kannte den film aus dem kino und wollte ihn selbst wieder sehen und meinen freunden vorspielen. er wird mit jedem mal sehen besser.
Veröffentlicht am 23. Juni 2009 von Mag Lieselotte Almog
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