Inhalt :
Die Entwicklung der Hauptfigur Nea, Mechanikerin auf dem Raumhafen von Sculpa-Trax, wird von sechs weiteren Kurzgeschichten begleitet, die einen ersten Überblick über den vierbändigen Zyklus verschaffen. Von den Separationskriegen bis hin zu den gewitzten Zwillingen Yazeena und Yadina tummeln sich Schirku, Solanu und sonderbare Außerirdische, die ihren Teil zu Neas Entdeckung beitragen. Sie ist nämlich nicht nur die verwaiste Tochter eines Handelsreisenden, sondern hat vom Schicksal ' oder einer höheren Macht ' eine weitaus verantwortungsvollere Aufgabe bekommen. - Summerwine stellt mit dem ersten Band die wichtigsten Charaktere der Valongatu-Saga vor, die über Wohl und Wehe einer ganzen Galaxie bestimmen. Auf den Nachfolgeband, der im Frühjahr 2008 erscheint, darf man bereits jetzt gespannt sein
Kein Mensch suchte das Abenteuer, wenn er vorher wüsste, was ihn erwartet. Für mich ist das wie der Besuch eines unliebsamen Bekannten, der immer dann aufkreuzt, wenn man es am wenigsten vertragen kann, einem alles abverlangt und dann länger bleibt, als man es hinnehmen mag...
Zitat, Nea Deel
Den Stil von Summerwine würde ich als blumig bezeichnen. Er paßt eher zu einer Fantasy Geschichte, als zu SF. Es ist dem Text deutlich anzumerken, dass sein Autor großen Wert darauf legt Stimmungen zu vermitteln. Beinahe ein wenig zu klassisch - OK für den, der es mag. Ich gehöre dazu.
Erfreulicherweise unterscheidet sich seine Art zu schreiben von der Art Geschichten, die von Schauplatz zu Schauplatz eilen ohne den Leser wirklich mitzunehmen und ihn garnicht erst ankommen lassen. Summerwines Stil erinnert mich sehr an den Stil von Geschichten, wie man sie in den 70ern und 80ern geschrieben hat. Jedenfalls scheint sich Valongatu an den Leser zu richten, der sich gerne länger mit einem Buch beschäftigen möchte. Von mir aus hätte Valongatu Insights ruhig einige Seiten dicker sein können, gerade gut für die langen Winterabende. Ich fürchte allerdings, das der eilige Konsument für Valongatu nicht die nötige Geduld aufbringen und sagen wird, man hätte alles kürzer beschreiben können. Möglicherweise aber hat die Harry Potter Welle eine neue Art von Lesern hervorgebracht, die sich gerne völlig in einer neuen Welt verlieren und von mehr als 200 Seiten nicht überfordert sind. Diese Leser würde ich Summerwine wünschen.
Einige der Geschichten sollen etwa 20 Jahre alt sein. Ich behaupte: Ja, einigen merkt man das deutlich an, an vielen Stellen. An anderen Passagen, so denke ich, hat er seinen Stil gefunden, der dann die übrigen Geschichten prägt.
Kasch Kuduns Maschine z.B. liest sich an einigen Stellen sehr holprig. Die Dialoge, denke ich hat er später eingefügt (oder sie sind alt und er hat ein gutes Gespühr für Dialoge). Die sind jedenfalls ganz spannend und lebendig zu lesen. Besonders das Gespräch zwischen Nea und dem alten Piraten (Seite 82 bis 87) hat mir gefallen, auch wenn es etwas lang geraten ist; oder vielleicht gerade deshalb.
Die Story 'Ghost' finde ich gelungen. Sehr rasant und glaubwürdig
Die Story Yadina und Yazeena ist perfekt. Da gefallen mir die Personen, die Dialoge, die Handlung.
Hoffentlich folgt Band 1 der Trilogie diesem Stil. Dann würde ich es auch begrüßen, wenn er länger als 300 Seiten füllt.
Fazit:
Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich die Note 7 geben.
Warum nicht besser ? Weil es ein Erstlingswerk ist und man merkt das an einigen Stellen.
Warum nicht schlechter ? Weil es für ein Erstlingswerk sehr gelungen ist.
Viel Spass beim lesen. Bin gespannt wie es weitergeht !
Elias Vandervoort