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Valo & Ville
 
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Valo & Ville

Joni Kehusmaa , Vili Järvinen , Kaija Juurikkala    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Statt: EUR 7,99
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Produktinformation

  • Darsteller: Joni Kehusmaa, Vili Järvinen, Sara-Maria Juntunen
  • Regisseur(e): Kaija Juurikkala
  • Komponist: Annbjorg Lien, Björn Ole Rasch
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Lighthouse Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 10. Dezember 2010
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 84 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0049EYIA6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.759 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im Zuge seines politischen Engagements für Reformen und mehr Selbstbestimmung der finnischen Minderheit geraten der Schornsteinfeger Pekka Ahola und sein achtjähriger Sohn Vale aus dem russisch besetzten Karelien ins Visier der zaristischen Geheimpolizei und werden in ein abgelegenes Dorf verbannt. Dort freundet sich Valo mit dem aus einem gewalttätigen Trinkerhaushalt stammenden Ville an und gründet, als die Behörden die örtliche Grundschule schließen, heimlich im Untergrund eine eigene Schule, in der er den Kindern der Gegend Basiskultur leert.

Video.de

Gut gemachtes finnisches Kinderdrama nach den Erlebnissen eines dortzulande höchst populären Literaten. Kein verklärten nostalgischen Erinnerungen, und auch kein Heldenkitsch à la Hollywood, sondern ein spannendes Abenteuer vor gruseligem historischen Hintergrund, in dem harte Themen wie familiäre Gewalt, Alkoholsucht, Denunziation und Geistesfreiheit nicht nur nicht ausgespart werden, sondern zentraler Handlungsteil sind. Überzeugende junge Darsteller in detailreicher Ausstattung, ein Kinderfilm für den weihnachtlichen Bildungsbürgerhaushalt.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Mut der Kleinen 24. Dezember 2010
Eines gleich vorweg: Die Ausstattung dieses Films wird denjenigen, die hauptsächlich Wert darauf legen, dass bei einer DVD alle technischen Möglichkeiten des Mediums voll ausgereizt werden ganz gewiss nicht gefallen. Der Film liegt nur in der deutschen Synchronfassung in Dolby Digital 2.0 vor, verfügt über keine Untertitel und bietet auch sonst keinerlei Extras, außer einem Wendecover ohne das ach so gefürchtete FSK-Logo. Zudem ist das Bild auf großen HD-Bildschirmen ziemlich grobkörnig.

Alle, die nach wie vor eher auf INHALT denn auf FORM achten, dürfen sich hier aber über einen mehr als sehenswerten Film freuen, der gerade in den Zeiten von PISA-Studien und Diskussionen um Bildungsgutscheine eine bemerkenswerte Aktualität besitzt.

Der neunjährige Valo wird mit seinem Vater Anfang des 20. Jahrhunderts in ein kleines finnisches Dorf zwangsumgesiedelt, weil dieser politisch unangenehm aufgefallen ist. Zwei Jahre sollen der Schornsteinfeger und sein Sohn hier "unauffällig" leben.
Kaum eingetroffen, freundet sich Valo mit Ville, dem Sohn des Dorfpolizisten an, der von seinem trunksüchtigen Vater misshandelt wird. Daraufhin beschließt Valo, gegen all das Unrecht, das die Erwachsenen den Kindern antun zu kämpfen.
Zunächst erhält er auch Unterstützung durch die Schullehrerin. Doch als diese der Klasse aus "David Copperfield" von Charles Dickens vorliest, zieht sie den Zorn der "Obrigkeit" wegen "Aufrührerei" auf sich und die Schule wird geschlossen.
Valo und seine kleinen Freunde beschließen daraufhin, einfach selbst eine Schule zu gründen, damit alle Kinder lernen können. Sie haben keine Ahnung, wie gefährlich das für sie wird...

Der Film verfügt über eine außergewöhnliche Farbdramaturgie. An allen wichtigen Wendepunkten wechseln die Bilder in deutliche "Farbstiche", die an die Viragierung früher Stummfilme erinnert, wenn bestimmte Stimmungen erzeugt werden sollen. Das mag für manchen vielleicht etwas ungewöhnlich sein, aber es unterstreicht in den jeweiligen Situationen die Aussage des Films, der keine reine Fiktion ist, sondern auf den Tagebuchaufzeichnungen eines finnischen Kindes aus dem letzten Jahrhundert basiert.

Vor allem die Kinderdarsteller begeistern in diesem Film durch ihre natürliche Ausstrahlung. Die Rollen der Erwachsenen sind zwar fast ausschließlich auf ihre jeweilige primäre Charaktereigenschaft als gut oder böse reduziert, wirken aber dennoch im Rahmen dieser Geschichte glaubwürdig.
Ein ganz großes Lob verdient die wunderschöne Musik des Films, die die Bilder wunderbar unterstreicht.

Was an diesem Film am meisten berührt ist das Motiv, dass hier Kinder versuchen, sich ihre Rechte selber zu erkämpfen und das in einer Zeit, wo sie so gut wie keine Rechte und auch keine Lobby hatten. In einer Zeit, in der viel über Bildungsnotstand geredet wird, zeigt uns dieser Film, dass der Durst nach Wissen und Lernen eigentlich ein Grundbedürfnis von Kindern ist. Nur so können aus ihnen freie und starke Menschen werden.
Darüber sollte in einer Zeit, in der Jugendliche die Schule abbrechen, um an Castingshows teilzunehmen nicht nur nachgedacht, sondern geredet werden. Dieser Film leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Deshalb unter expliziter Ausklammerung der "technischen" Mängel dieser DVD volle 5 Punkte für einen sehr guten und wichtigen Film, der neben dem "UNICEF Children's Rights Award" mit mehreren anderen Preisen ausgezeichnet wurde!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eberhard
Der Film beginnt mit einer Rückblende: Anfang des 20. Jahrhunderts. Der 9-jährige Valo und sein Vater sitzen in einem Zug. Der Schornsteinfeger Pekka Ahola hat sich bei einer Demonstration im russisch besetzten Karelien für Reformen und Selbstbestimmung eingesetzt, gerät ins Blickfeld der zaristischen Geheimpolizei und wird zusammen mit seinem 8-jährigen Sohn Valo für zwei Jahre in ein abgelegenes Dorf verbannt. Er darf zwar seinem Beruf nachgehen, wird aber ständig genauestens überwacht.
Valo ist ein aufgeweckter Junge, der das Beste aus der neuen Situation machen will. Er lässt sich seine Lebensfreude nicht nehmen, und sein Vater glaubt an ihn. Nicht allen Kindern im Dorf geht es so gut. Ville, mit dem er Freundschaft schließt, wird von seinem trunksüchtigen Vater, dem Dorfpolizisten, regelmäßig verprügelt. Andere leben in großer Armut.

Endlich kommt eine Lehrerin ins Dorf. Der wissbegierige Valo geht zur Schule. Doch die Lehrerin begeht einen großen Fehler: Sie liest den Kindern aus "David Copperfield" vor. Sie wird deswegen abgeholt, die Schule wird geschlossen.
Doch der pfiffige Valo hat eine Idee: gemeinsam mit Ville und den anderen Kindern errichtet er eine Art "Spielschule". Er unterrichtet sie so gut er kann im Lesen und Schreiben. Und das auf Finnisch, obwohl die Amtssprache russisch ist, so will es der Zar.
Valo ahnt nicht, was er sich selbst damit antut.....
Ab hier schweigt der Rezensent, er will ja nicht spoilern!

Der Film arbeitet mit ungewohnten Stilmitteln. Ganz am Anfang, in der Rückblende, mit sehr wenig Kontrast und einer starken Körnigkeit.
Später, immer dann, wenn's "spannend wird", mit knallig bunten Farben. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig, denn spannend wird es zunehmend. Es ist keine kribbelnde Spannung, wie man sie etwa von Hollywood-Filmen her kennt, sie kommt eher leise daher. Dabei basiert der Film auf einer wahren Geschichte: Aleksanteri Ahola-Valo, die Titelfigur, beschreibt seine Kindheitserinnerungen der Jahre 1907 bis 1910. Diese liegen dem Film zugrunde. Hat Hugo Humpelbein Recht, wenn er schreibt, der Film würde am Ende zu sehr abheben und sich in ein naiv-utopisches Märchen verwandeln? Ich habe die Gerichtsverhandlung mit fieberhafter Spannung verfolgt. Und ich habe befürchtet, der Richter wäre zu obrigkeitshörig, um wirklich Recht zu sprechen. Ich hatte Unrecht. Er hat das getan, wozu er da ist: Er hat Recht gesprochen und ist damit über sich selbst hinausgewachsen.
Die Produktion des Films wurde von der UNICEF unterstützt.

Eine Bewertung fällt mir schwer. Ich schwanke zwischen 3 und 5 Sternen.
Für mich ist das Spiel des Protagonisten Valo (Vili Järvinen) sehr bemerkenswert. Hugo Humpelbein, der mir den Film geschenkt hat, findet den Jungen nicht niedlich genug. Nein, "niedlich" ist er bestimmt nicht! Er ist ein eher ernstes Kind, und trotzdem bringt er die schwankende Gefühlswelt des Valo ganz hervorragend rüber. Auch die übrigen Kinder spielen ihre Rollen sehr gut. Dafür würde ich gerne 5 Sterne geben.
Aber: Das Stilmittel Farbe wurde für meinen Geschmack überstrapaziert. Und der Film ist nur 4,24 GB groß und hat deshalb auf einer einfachen DVD Platz. Das macht sich bei großen Bildschirmen in fehlender Schärfe bemerkbar. Trotzdem (Hugo, take it easy) nur einen Stern Abzug: Also 4 Sterne.
eboku
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hugo Humpelbein TOP 1000 REZENSENT
Begeisterung lässt sich leider nicht auf Wunsch erzeugen. Ich wollte "Valo & Ville" (nicht zu verwechseln mit dem HIM-Sänger Ville Valo) toll finden, aber es gelang mir nicht. Die Story hat bei mir zu keinem Zeitpunkt richtig gezündet, den Valo-Darsteller fand ich nicht niedlich genug, und das Ende ist illusorisch. Ohne zuviel zu verraten, ohne spoilern zu wollen, weise ich darauf hin, dass der bis dahin eher nahe an der Wirklichkeit angesiedelte Kinderfilm am Ende zu sehr abhebt und sich in ein naiv-utopisches Märchen verwandelt, um dessen Glaubwürdigkeit es geschehen ist. Vielleicht bin ich zu sehr Realist oder Pessimist, aber dieses Heile-Welt-Ende als Krönung eines "Kämpferdramas" überschreitet die Grenzen meiner Akzeptanz.
Ich hab die DVD dem Eberhard weiterverschenkt. Ich glaube, in seinen Händen ist sie viel besser aufgehoben. Mal abwarten, wie sie ihm gefällt.
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