Dieser Film ist ein weiterer Beweis für das Talent von Garry Marshall wundervolle Filme zu machen, was er ja schon vorher mit Filmen wie Pretty Woman oder Plötzlich Prinzessin bewiesen hat.
Im Gegensatz zu dem eher mittelmäßigen Er steht einfach nicht auf dich ist Valentinstag der wesentlich bessere Episodenfilm, mit den sympathischeren Charakteren und den charmanteren Storylines. Zwar kommen auch hier einige Charaktere etwas zu kurz, was aber vermutlich jeder Episodenfilm mit sich bringt, insgesamt gelingt die Verknüpfung der Episoden und Charaktere miteinander viel besser.
Auch das Aufgebot an Schauspielern ist geradezu berauschend und bereits beim Vorspann klappt einem fast die Kinnlade runter, wenn man einen großen Namen nach dem anderen liest.
Drei Bestandteile des Films sind mir besonders in Erinnerung geblieben.
Erstens die Freundschaft zwischen Julia und Reed, aus der sich später mehr entwickelt, und die von Ashton Kutcher und Jennifer Garner einfach wundervoll gespielt wird.
Zweitens der Beruf von Liz, wunderbar gespielt von Anne Hathaway, deren erotische Telefongespräche mehr als einmal für schallendes Gelächter gesorgt haben. Vor allem als sie von ihrer Chefin (Queen Latifah) dabei erwischt wird und diese das sogar gut findet.
Drittens das alte Ehepaar, gespielt von Shirley MacLaine und Hector Elizondo, der natürlich in keinem Garry Marshall-Film fehlen darf. Die beiden sind wirklich süß zusammen und zeigen, dass man auch nach etlichen Jahren noch verliebt sein kann und den anderen auch mit all seinen Fehlern lieben sollte.
Es gibt dann allerdings auch zwei Sachen, für die ich Garry Marshall und den Drehbuchautoren den Kopf abreißen könnte. Zum Einen die Tatsache, dass sowohl Jessica Alba als auch Patrick Dempsey, zwei Schauspieler, die ich unglaublich gut finde, beide eine so gemeine Rolle spielen. Und zum Anderen, dass man aus Eric Dane, der McSexy aus Grey's Anatomy, und dem charmanten Bradley Cooper doch tatsächlich ein schwules Pärchen gemacht hat. Musste das sein? Das sind zwei so sexy Männer, die sollen gefälligst schön hetero bleiben! Zwei andere Schauspieler, die weniger als Sexsymbole gelten, wären mir in diesen Rollen lieber gewesen. Allerdings hat man uns mit Intimitäten verschont, das hätten wir Frauen wohl nur schwer verkraftet.
Schließlich bietet der Film aber noch zwei weitere Highlights. Auf der einen Seite der Gastauftritt vom Regisseur selbst als Valentinstagsgeschenk für Liz, das dann doch nicht mehr benötigt wird. Auf der anderen Seite eine zusätzliche Szene mit Julia Roberts im Abspann, die auf ihren anderen gemeinsamen Film mit Garry Marshall anpielt - Pretty Woman. Darin sitzt sie in einer Limousine, fährt den Rodeo Drive entlang und wiederholt auf eine Frage des Chauffeurs hin ein paar Sätze, die sie genauso wortwörtlich auch schon in Pretty Woman sagte.
Alles in allem ein wunderschöner Episodenfilm über den Valentinstag, in dem ich, wieder im Gegensatz zu Er steht einfach nicht auf dich, ledigleich auf eine Story hätte verzichten können - die der beiden Taylors, die nicht wirklich sympathisch waren und durch lächerliche Situationen allerhöchstens für ein oder zwei Lacher gesorgt haben.
Auf jeden Fall sehenswert!