Miki Nakatani in Europa weitgehend unbgekannt, ist im asiatischen Raum hingegen eine feste Größe. Den meisten wird sie hier lediglich als Hauptdarstellerin aus der Originalversion 'Ring' ein Begriff sein. Nakatani ist aber auch Sängerin und sie singt sogar sehr sehr schön. Mal auf englich, mal in ihrer Muttersprache. Die Songs, die ursprünglich alle von Riuyichi Sakamoto produziert wurden, liegen auf 'Vague' alle in geremixter Form vor. Los gehts auch gleich mit einem flotten Mix von DJ Krush, was dem Original "Wilder than heaven" allerdings keinen Abbruch tut. Der Remix von "Crown of thorns", hat sich Buffalo Daughter vorgenommen und zu einem verqueren und sphärischen Stück umgearbeitet. Als drittes gibts auch gleich den unübertroffenen Höhepunkt des Albums: "Superstar", geremixt von der fabelhaften Andrea Parker. Die Bässe sind so eindringlich und tief, daß nur so das Geschirr wackelt, hämmernd, beinahe bedrohlich rasant ohne jedoch gleich Drum'N'Bass zu sein. Über dieses ganze Gewitter wurde Nakatani's schöne Stimme gelegt, immer wieder eine Liedpassage wiederholend. Die Snooze und 333DDT-Mixe sind auch gegelückt, weichen sie jedoch von den ersten drei Remixen ein wenig ab und beschreiten leichtere und luftigere Wege. Zu guter Letzt gibt es dann noch 2 Mixe von Goh Hotoda, der auch als Toningenieur auf Madonna's "Erotica"-Album mitgewirkt hat, wobei der erste Remix der Interessantere ist, da sehr verschlungen und düster. Der zweite taugt lediglich als Tanzflächendröhner für die Clubs, hebt er sich aber dennoch von dem üblichen Dance-Mittelmaß erfrischen ab. Das Experiment "Vague" ist somit vollkommen gelungen und dürfte das Herz eines jeden Elektronikfreaks höher schlagen lassen. Wer von der Dame noch nie etwas gehört hat, wird sich spätestens nach "Vague"-Verzehr gerne die Originale zu Gemüte führen.