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Vagabond
 
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Vagabond

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Produktinformation

  • Audio CD (27. Januar 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Act (Edel)
  • ASIN: B006BBVKWY
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.069 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Vagabond
2. Message In A Bottle
3. Bretagne
4. Psalmen
5. Breakfast In Baghdad
6. Song For Japan
7. Birds And Bees
8. Praying
9. Chorinho
10. Witchi - Tai

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vagabunden, fahrendes Volk – bis zu einem gewissen Grad sind ihre Nachfahren die Jazzmusiker. Auch daran hat der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius gedacht, als er sein neues Album Vagabond taufte. Schließlich hat auch er den Globus bereits etliche Male umrundet, als langjähriges Mitglied des Oscar Peterson Quartetts sowie an der Seite des Bassisten Niels-Henning Ørsted-Pedersen. Seit einigen Jahren ist Wakenius auch treuer Begleiter seiner ACT-Kollegin Youn Sun Nah. Weil der koreanische Gesangsstar in Paris lebt, ist die Seine-Metropole für ihn zum oft angesteuerten Ziel geworden und nun zu einer der Kraftquellen von Vagabond, denn hier fand er den Mann, der mit ihm zusammen das Album prägt: den Akkordeonisten Vincent Peirani, der als kommender Star der großen französischen Akkordeontradition gelten darf. Auf Vagabond zeigt der Weltreisende Wakenius von welcher Neugier auf jede Art von guter Musik er getrieben ist und wie vielseitig er seine Gitarre einzusetzen weiß: Von dem französischen „Bretagne“ und dem nordisch verhangenen Hymnenklang von „Psalmen“ seines Freundes und Mitmusikers Lars Danielsson über die archaisch-indianischen Klänge von Jim Peppers „Witchi-Tai-To“, dem südamerikanischen „Chorinho“ bis hin zum asiatisch anmutenden „Song For Japan“ – aus aller Herren Länder bringt Wakenius musikalische Postkarten mit. Ihm ist ein faszinierender Reisebericht gelungen und ein Album, von dem der Gitarrist selbst sagt, es sei „das Beste, das ich je gemacht habe“.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Viele Musiker haben das Nomadentum ihres Berufs zum Thema gemacht, aber wenige vertonen es so vielfältig wie der 53-jährige schwedische Gitarrist Ulf Wakenius. In seinem neuen Album "Vagabond" schöpft er die Möglichkeiten der Gitarre voll aus, fast wie in einem poetischen Katalog dieses Instruments. Ob er die Saiten in einer zarten melancholischen Einsamkeits-Atmosphäre erklingen lässt wie im Sting-Cover "Message in a Bottle", in einem sehnsüchtigen Roadmovierhythmus wie in Bretagne, flamencoartig, in eleganten schwungvollen Soli oder in asiatischer Reduktion, Wakenius wirkt wie ein Chamäleon, das einfühlsam Farbe (und Klang) seiner Umgebung annimmt. Doch nicht zum Zweck der Mimikry, sondern um seinerseits den besuchten Ort einzufärben, um Zeugnis abzulegen von seinen Reisen, ein Logbuch, ein sehr innerliches.

Perlende Klänge vom ganzen Globus

"Vagabond" transportiert keine Berichte, sondern Seelenzustände, die man auch dann nachempfinden kann, wenn man noch nicht in Bagdad war, wo Wakenius offensichtlich mal gefrühstückt hat ("Breakfast in Baghdad", ein drängendes feuriges Stück). Die starken Stimmungen dieses Albums machen "Vagabond" zu einem Werk, das dem Hörer entgegenkommt, obwohl es durchaus komplex gebaut ist. In "Witchi-Tai-To", der herrlichen Flower-Power-Hymne des indianischen Saxophonisten Jim Pepper, führt Ulf Wakenius solistisch vor, wie er einzelne Elemente hervorhebt und dabei die Phantasie des Zuhörers herausfordert: den urigen Hintergrundgroove (galoppierende Büffel?) weiterdenkend, erhebt sich die Melodie, die man wiederum in der Vorstellung weiterfließen lassen muß, wenn nur der Groove übrig bleibt. Bis Wakenius virtuos alles zusammensetzt, nur um schließlich indianerartig zu chanten.
Ein Festival bekannter Namen

Höhepunkte des Albums sind die fröhlichen Unisonopassagen in "Chorinho" zwischen Wakenius' Gitarre und dem Akkordeon des großartigen Vincent Peirani, der parallel zu seinen Improvisationen auch singt. Auch die koreanische Sängerin Youn Sun Nah und Bassist Lars Danielsson sind dabei sowie der Vietnamese Nguyen Le und Wakenius Sohn Eric als Gitarristen. Ulf Wakenius hat in seiner erstaunlichen Karriere mit Oscar Peterson gespielt, mit Pat Metheny, Niels-Henning Orsted-Pedersen, Herbie Hancock, Ray Brown und anderen Jazzgrößen und nennt dieses neue Album das beste, das er je gemacht habe. Es ist ihm damit - von außen betrachtet - etwas besonderes gelungen, nämlich die integrative Kraft des heutigen Jazz in eine sehr persönliche flüssige Form zu bringen: als ob er Klangperlen über den Globus verteilt gesammelt und in wunderschöne Muster verwebt hätte.

Von Mauretta Heinzelmann
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verschwendetes Talent 17. Februar 2012
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ulf Wakenius noch als "Talent" zu beschreiben, wäre fast schon eine Beleidigung: Der Mann geht auf die Mitte fünfzig zu und ist mit Sicherheit, jedenfalls auf der mit Nylonsaiten bespannten Akustikgitarre, einer der versiertesten, eigenständigsten Gitarristen mindestens des europäischen Kontinents. Und doch: Noch keine seiner Platten konnte mich als Ganzes so begeistern wie sein Spiel selbst: Vielleicht sollte er es mal solo versuchen? Dabei hat er stets ausgezeichnete Mitmusiker - hier etwa den Akkordeonisten Vincent Peirani, der allenthalben als kommender Star in der großen französischen Akkordeontradtion gefeiert wird (und sicher zu recht). Warum sich das Ganze nicht zum Ganzen fügt, muss also an der Musik liegen. Da scheint der Meister der sechs Saiten seinen Weg, vielleicht auch einfach seinen Geschmack, noch nicht gefunden zu haben. Oder er wird, von seinem Label, schlicht schlecht beraten: "Message in a Bottle" von einem gewissen Gordon Sumner, vulgo: Sting, ist zwar hier immerhin eine durchaus eigenständige Coverversion. Aber will irgendjemand dieses Stück im Jazz- oder sonst einem anderen als dem originalpolizeilichen Kontext noch hören? Oder Lars Danielssons "Praying": Gibt es denn niemanden bei Act, der der Mehrfach- und Immerwiedererwurstung dieser ursprünglich (als "Asta" auf Daniellsons CD "Libera Me") einmal schlicht genial klingenden Melodie Einhalt gebieten würde? So bleibt als mein persönliches Resümmee auch nach dem Hören dieser CD die erstaunliche Erkenntnis, dass es offenbar noch nicht genügt, als Musiker auf seinem Instrument einen eigenen, unverwechselbaren Ton zu entwickeln (prinzipiell ja das höchste Gut im Musikerleben). Nein, das Ganze muss schon auch in ein erkennbar eigenes Gesamtkonzept eingebunden sein. So aber drängt sich einem auch hier mal wieder der Eindruck vom "verschwendetem Talent" auf. Und der verbietet sich ja "eigentlich" von selbst.
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