Der vU+ Solo entspricht in vielen Bereichen dem großen Bruder VU+ Duo. Hier meine Erfahrungen nach einer Woche.
Primäre Unterschiede zwischen Solo und Duo:
- Ein Tuner (Duo hat zwei)
- Nur externe HDDs über USB 2 Anschlüsse (beim Duo interne 3.5 SATA möglich)
- nur eine LED (Frontdisplay)
- Etwas langsamerer Prozessor da nur ein Tuner
- Etwas weniger Stromverbrauch im Betrieb als der Duo
Der Receiver basiert auf Linux und wird mit vielen individuellen Erweiterungen und eigenen Images (VTI) über ein gutes Forum unterstützt. Allerdings benötigt man Zeit und Lust um sich mit dem Gerät und den Möglichkeiten zu beschäftigen. Linux Kenntnisse sind von Vorteil aber nicht notwendig.
Eine Auswahl der mit Plugins möglichen Features:
- Vollautomatische Aufnahmen aus dem EPG
- Verschiedene Oberflächen zu Auswahl (Skins)
- Mediaplayer für viele Formate (leider noch nicht für alle üblichen)
- Steuerung eines externe USB-Player
Das Gerät hat auch einen Internetanschluss. Dadurch können Erweiterung direkt (wie Apps) heruntergeladen und installiert werden.
Über Internet können direkt auch auf Daten auf dem Web zugegriffen werden. Interfaces gibt es z.B. für:
- Quicktime Trailer
- ZDF Mediatheke
- Youtube
- Google Maps usw.
Auch das EPG kann direkt aus dem Web geladen werden. In Netzwerk kann man auch direkt auf dem Player (wenn nicht ausgeschaltet) und alle Daten zugegreifen. Über ein Webinterface kann man auch im Browser die Timer-Programmierungen vornehmen, Sender wechseln oder auch direkt am PC Aufnahmen und TV streamen. Auch ein Zugriff per FTP ist möglich. So kann man den VU+ Solo auch als Fileserver in Haus verwenden.
Diese Optionen sind wirklich klasse, aber wie schon geschrieben - man sollte schon interesse an der Technik haben und etwas Zeit mitbringen.
Ich würde mich freuen, dass in Zukunft die letzten Probleme bei der Wiedergabe von Dateien gelöst werden könnten. Das hat aber nichts mit der problemlosen Nutzung als HDTV-Sat-Reciever zu tun. Hier funktioniert das Gerät einwandfrei und zeigt seine Stärken.