Wir haben den Lernkäfer von den Großeltern geschenkt bekommen, als unsere Tochter 15 Monate alt war. Für den Großen hatten wir damals das Fisher Price Piano, das es leider nicht mehr gibt. Wir freuten uns über das Geschenk, denn ich dachte, es sei ähnlich dem Klavier und womit unser Sohn mindestens 4 Jahre gespielt hat. Der Käfer ist jedoch nur dämlich. Meine Tochter spielt damit maximal 4 Minuten, wobei sie hektisch Knöpfe drückt und ständig neue Melodien anfangen (z.B. "Wo ist - Vier - dingeling- Der Wind - Viereck - Wo ist - Kleiner Käfer" ...). Die Figuren fallen ständig raus, weil man sehr leicht aus Versehen den kleinen Käfer oben drückt, wodurch alle Figuren herausgeschleudert werden.
Ich finde, wenn ein Knopf gedrückt wird, sollte das Lied zu Ende spielen bevor der nächste Knopfdruck etwas bewirken kann. So ist es einfach nur nervig und der Lehrwert der Taste gleich Null.
Den Lernmodus habe ich bis heute nicht verstanden. Auch unser Großer (6J) nicht, der sich etwas länger damit beschäftigt hat. Es kommt eine Aufforderung (Wo ist der Kreis?), dann nichts mehr oder etwas ganz anderes (also keine Formen mehr). Beim Klavier blieb es bei Farben, Zahlen oder Noten, je nachdem, welche Seite aufgeschlagen war. Hier ist kein System dahinter, das ein Erwachsener innerhalb einer halben Stunde verstehen könnte, wie soll es dann ein Kleinkind verstehen? Auch kommt nicht der gleiche Satz beim mehrfachen Drücken einer Taste. Es scheint ein Zufallsgenerator dahinter zu stecken. Wie soll ein Kind dabei etwas lernen???
Fazit: die Melodien sind schön, die Stimme angenehm, alles ist recht robust, aber völlig chaotisch und nervig. Außer Reizüberflutung wird beim Kind nichts ankommen. Da kann ich es auch vor den Fernseher setzen...