Zunächst erfolgt eine durchaus interessante Übersicht, aus welchen Motivationsgründen überhaupt ausgewandert wird bzw. in der geschichtlichen Vergangenheit ausgewandert wurde. Anschließend werden die 20 beliebtesten Auswanderungsziele kurz vorgestellt. Im letzten Teil erfolgen dann Tipps und Ratschläge.
Während in den bekannten Auswander-Fernsehsendungen medienwirksam der Eindruck vermittelt wird, die meisten Auswanderer kämen aus der sozialen Unterschicht und/oder wären Abenteurer, zeigen die meisten Untersuchungen das genaue Gegenteil. Die meisten Auswanderer aus Deutschland verfügen über eine gute Ausbildung und ein relativ hohes Einkommen/Vermögen und bereiten sich gut auf ihr neues Land vor. Dies wird in dem Buch zu wenig berücksichtigt. So wird beispielsweise sehr ausführlich darauf eingegangen, dass man sich auf die fremde Kultur einstellen muss und die Heimatsprache beherrschen sollte. Dies ist natürlich richtig, aber dies sind Selbstverständlichkeiten.
Des Weiteren gehen die Autoren offensichtlich davon aus, dass die meisten Auswanderer in dem neuen Land eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen. Auf die Situation der vermutlich größeren Gruppe, welche aufgrund von Renten- und/oder Kapitalerträgen keine Beschäftigungsaufnahme beabsichtigen, wird kaum eingegangen. So wird fast nichts dazu ausgeführt, mit welchen zwangsläufigen Sozialabgaben und Steuern diese Gruppe rechnen muss.
Fazit:
Das Buch liest sich recht flüssig und enthält auch zutreffende Hinweise. Allerdings bleibt es doch leider meist sehr an der Oberfläche, so dass es sich allenfalls für einen ersten Überblick eignet.