Bowie live in der Zeit nach
Hours (1999), als eigentlich das Album Toy erscheinen sollte, welches es verwunderlicherweise bis heute nicht gibt (irgendwelche Querelen mit EMI). Hier spielte er ein Lied davon: Can't Help Thinking About Me, ein Remake seiner ersten Single überhaupt (David Bowie & the Lower Third 1965!). Eine zackige, schnelle, einfache Nummer. Der Rest besteht aus Singleauskopplungen von Hours und Klassikern. Word On A Wing aus dem Album
Station to Station ist dabei einer der Höhepunkte, neben dem auf
Aladdin Sane erschienen, selten live gespielten Drive-In Saturday. Nachdem die Fernsehaufnahme des VH1 Auftrittes schon seit Jahren unter Fans kursiert, erscheint sie nach nunmehr 10 Jahren endlich ordentlich auf CD und DVD, aufgefüllt mit einigen zusätzlichen Liedern, auf die ich auch noch gespannt bin. I Can't Read, eine verkannte, sozialkritische Auseinandersetzung mit der medialen Reizüberflutung und Verdummung ("I can't read shit anymore...") stammt tatsächlich aus dem
Tin Machine Projekt und klingt hier wirklich besser als damals und macht deutlich, dass Tin Machine nicht nur gerumpelt hat. Durch diesen Querschnitt, der auch kommerziell erfolgreiche Stücke wie China Girl nicht auslässt ist es auch eine ganz ordentliche Best Of, wobei fraglich ist, warum auf der DVD die Bonus Tracks drauf sind und warum auf der Audio CD nicht... so ein Quatsch... Das soll aber die Laune nicht verderben! 5 Sterne sind das allemal, zumal mir persönlich Bowie um diese Zeit live mit Reeves Gabrels an der Gitarre sehr viel mehr zusagte als später auf seiner Reality Tour mit Earl Slick.