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VESPERTINE

4.6 von 5 Sternen 69 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: CD
  • ASIN: B00005NSXL
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  DVD-Audio  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen 69 Kundenrezensionen
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Format: Audio CD
Ich hatte erwartet, daß "Vespertine" gut wird. Ich hatte nicht erwartet, daß alle zwölf Tracks einem das Gänsefell über die Ohren ziehen. Kurz nach der Veröffentlichung anno 2001, saß ich vor den Boxen und konnt's nicht fassen. Offener Mund und alles.
Das dunkle "Hidden Place", erste Single und Kate Bush-kompatibel, eröffnet Björks einstündigen Selbstbergungsversuch aus ihrer Gletscherspalte. Ein unheimliches Stück, das klarstellt, daß man's mit einer klirrend kalten Platte zu tun hat, auch wenn die Meisterin einen vom Gegenteil überzeugen will, wenn sie auf dem Cover nur mit einem Schwan bekleidet in der Sonne döst. "Vespertine" bricht traditionelle Songstrukturen auf, verliert aber nie den Faden, ist vielschichtig, aber homogen, birgt die merkwürdigsten Geräusche, die man nicht für möglich gehalten hat, klingt vertraut und doch völlig strange. Man kriegt ihn nicht zu fassen, diesen Eisblock. Einmal gehört, möchte man sie jedenfalls nicht mehr missen, die Intimität der puren Stimme in "Cocoon", den einschmeichelnden Pop von "It's not up to You", die Chöre in "Undo", die Schreie in "Pagan Poetry", die Folk-Melodien in "Aurora", den blanken Horror von "An Echo, A Stain", die groovende Direktheit des dissonanten "Heirloom" und die katharsische Positivität von "Unison", wenn alle Björks (ja, mehrere!), die uns im Laufe der Platte begegnet sind, für den letzten Chorus zu Hilfe kommen, um in einer einzigen Gestalt aufzugehen und metaphysisch zu entschweben.
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Format: Audio CD
Fast 2 Jahre liegt Björks Album "Vespertine" mittlerweile vor. Anfangs waren die Kritiken nicht immer überschwänglich. Manche Rezensenten fühlten sich beim ersten Hören kaum angesprochen, andere hörten zuviel Bekanntes wie etwa Kate Bush oder irgendwelche Meditationsmusik heraus.
Mittlerweile gewinnt aber "Vespertine" mehr und mehr an Wertschätzung. Die Musik verlangt ein genaues Zuhören und Sich-Öffnen. Dann erst entfaltet sie sich. Das hat manche Parallelen zur klassischen Musik, die man auch nicht als "Hintergrund-Lalala" gebrauchen kann.
Aber keine Angst - "Vespertine" ist keineswegs schwierig. Läßt man sich auf dieses Meisterwerk ein, wird man mit einer zauberhaften, fein durcharrangierten Musik belohnt.
Man kann das Album gut wie eine alte LP in zwei Teilen hören, zunächst die ersten fünf Stücke: "Hidden Place", eine wunderbare, allseits bekannte Einleitung, dann das unglaublich feine "Cocoon", das bodenständige "It`s Not Up To You", das ruhige "Undo" und schließlich "Pagan Poetry", dieses unglaublich intensive, nuancierte Stück über wahre Empfindung von Liebe. Hier sei noch eine Lanze vor allem für "Cocoon" gebrochen: auch von Björk-Fans oft "spröde" oder "langweilig" genannt, ist es in Wirklichkeit doch ein Stück mit so ungehörten Gestus, wirklich fein gesponnen - und alles paßt zusammen, Björks Gesang, die Begleitung, das Rhythmusmuster - ich glaube, Björks Stolz auf dieses Stück ist voll gerechtfertigt!
Ich mache nach "Pagan Poetry" gerne eine Pause. Der zweite Teil, eingeleitet mit den kristallenen Klängen der "Frosti"-Musikspielbox, kommt mit "Aurora" zum ersten Höhepunkt.
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Format: Audio CD
Ist das neue Album von Björk dem Bereich der unterhaltenden Musik zuzuordnen? Man zögert bei der Bejahung dieser Frage, denn besonders populär hören sich die zwölf Songs der CD "Vespertine" nicht an. Neben zeitgemäßen Computerklängen hat sich Björk auch diverser Elemente der musikalischen Hochkultur bedient und auf eklektizistische Weise - im positiven Sinne des Wortes - zu einer Art "postmoderner" Soundsymbiose verschmolzen. Das Ergebnis ist ein ernstes, über weite Strecken geradezu düsteres Album, das auf dem derzeitigen Musikmarkt wohl als einzigartig bezeichnet werden darf. Klingt der erste Song "Hidden Place" noch so, als würde er von dem 1997er "Homogenic"-Album stammen, umspannt "Cocoon" den Hörer mit einem schwebenden Klangteppich, der entfernt an Radioheads "Kid A" oder Ambient-Altmeister Brian Eno erinnert. Björks Vocals klingen dabei so unverstellt, als würde einem die Ausnahmekünstlerin direkt ins Ohr singen. In "Pagan Poetry" erfährt der Song gegen Ende eine Zäsur, in der Björk in mehrfacher Wiederholung eine der abgegriffensten Phrasen der Popmusik singt ("I love you"), die aus dem Mund jeder anderen Sängerin zu unerträglichem Kitsch geworden wäre. Nicht so bei Björk: Sie zelebriert diese Textzeile in einer Mischung aus Sehnsucht und Schmerz, um sie dann in einen mit ihrer Stimme geschaffenen Chor übergehen zu lassen. Auf anderen Kompositionen wie "Frosti" und "Aurora" ist die Harfinistin Zeena Parkins zu hören, ferner ein Musikautomat, der zuweilen an ein Glockenspiel erinnert und die elegische Klangatmosphäre der Isländerin unterstreicht.Lesen Sie weiter... ›
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