Die „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2003" des Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) liefert erstmals fundierte Erkenntnisse und Zahlen zum deutschen Geschäftsreisemarkt.
Laut „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2003" waren im Jahr 2002 zehn Millionen Reisende rund 227 Millionen Mal geschäftlich unterwegs. Trotz der großen betriebswirtschaftlichen Bedeutung widmen die meisten Unternehmen dem Kostenblock Geschäftsreise jedoch sehr unterschiedliche Aufmerksamkeit: 89% der Unternehmen mit über 2.500 Mitarbeitern verfügen über kein zentrales Geschäftsreise-Management. Damit nehmen diese Unternehmen zum Beispiel bei der Gestaltung ihrer Reiserichtlinien und -prozesse sowie des Vertragswesens einen erheblichen Mehraufwand in Kauf. Häufig fehlt zudem ein zeitnah, lückenlos und transparent einsetzbares Instrumentarium für das Controlling des Geschäftsreiseaufkommens.
Auch über die Nutzung von Billigflugangeboten gibt die „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2003" Auskunft: Insbesondere bei kleinen Unternehmen mit zehn bis 250 Mitarbeitern, die Low Cost-Flüge buchen, liegt der Anteil von Geschäftsreisen per Billigfluggesellschaften mit über 35% auf hohem Niveau.
Zum weiteren Inhalt der „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2003" zählen unter anderem repräsentative Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung von Geschäftsreisen, zum Bereich Geschäftsreisen und Travel Management, zu den Buchungswegen sowie zu Geschäftsreisen im öffentlichen Sektor, die 14% des Gesamtausgabenvolumens ausmachen.
Die Gesamtkosten für Geschäftsreisen erreichten im Jahr 2002 in Deutschland mit rund 49 Milliarden Euro das Niveau der Ausgaben deutscher Urlauber. Im Gegensatz zu Urlaubsreisen verbleiben jedoch 70% der Geschäftsreiseausgaben im Inland. Damit tragen sie wesentlich zur Schaffung und Sicherung direkt oder indirekt abhängiger ganzjähriger Arbeitsplätze bei.