Ich habe mir den Z2 ohne PC-Link in diesem Frühjahr gekauft, weil ich unbedingt Puls- und Fahrdaten in einem Gerät haben wollte - ohne den üblichen Schnickschnack, wie Aufzeichnung von Höhendaten (die technisch bedingt meistens nicht stimmen) oder die PC-Auswertung der Touren.
Davon bin ich seit meinem alten HAC von Cyclosport geheilt. Erstens, weil die PC-Auswertung wirklich nur etwas für Leistungssportler bringt, die sich damit intensiv befassen und zweitens, weil Geräte mit einer solchen Aufzeichnungsfunktion einen extremen Batteriehunger aufweisen (meine Erfahrung), der dem Nutzen für einen Hobbyfahrer in keinem Verhältnis gegenübersteht.
Am besten legt man sich zur Erfassung seiner Touren/Werte eine Excel-Tabelle an, das ist am einfachsten und man kann mit ein wenig Mühe die wichtigsten Eckdaten schematisch hervorheben.
Der Z2 kommt in einer stylischen Verpackung daher (das Auge kauft mit).
Das Gerät selbst wirkt sehr hochwertig gearbeitet, das Display ist übersichtlich gestaltet und selbst bei Sonnenlicht gut ablesbar.
Im Lieferumfang befindet sich zusätzlich ein Armband um den Z2 am Körper befestigen zu können (z.B. als Uhr zum Wandern).
Der hohe Druckpunkt der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftig aber kein Problem - man tut aber gut daran, bei der Lenkermontage der Halterung ein Stück doppelseitiges Klebeband zu unterlegen, ansonsten verrutscht das Gerät zu leicht während der Bedienung.
Die Montage gestaltet sich nicht schwieriger als bei anderen Herstellern zumal hier kein Kabel verlegt werden muß. Der Speichenmagnet ist sogar für Flach-Speichen geeignet.
Die bei vielen anderen Herstellern übliche Möglichkeit, das Gerät für ein zweites Rad benutzen zu können, fehlt auch hier nicht.
Die digitale Übertragung der Fahr/Pulsdaten erfolgt sehr zuverlässig - selbst bei längeren Fahrten neben (Bahn)Stromleitungen gibt es keine Probleme.
Für den Betrieb sind insgesamt drei Batterien nötig:
Eine fürs Gerät, eine für den Radsensor und eine für den Brustgurt - da der Z2 über einen ausgeklügelten Stromsparmodus verfügt, sollte sich der Energie-Verbrauch in Grenzen halten.
Zur Bedienung:
Das Gerät hat die üblichen Radfunktionen, wie Tages-KM, Durchschnitts-KM/H, Fahrzeit, etc.
Der Pulsmesser läßt sich auf drei Trainings-Bereiche einstellen - nach der Tour kann man ablesen zu wieviel Prozent man in/unter/über den eingestellten Werten gefahren ist - ein nützlicher Weg um seine Fitness einschätzen zu können.
Die Trainings-Bereiche kann man entweder vom Gerät berechnen lassen, oder selber eingeben.
Etwas verwirrend fand ich hier die Gebrauchsanleitung:
Die Rad- und Pulsfunktionen laufen nämlich GETRENNT - das heißt: Sobald man sich aufs Rad geschwungen hat, starten die Radfunktionen und der Puls wird angezeigt (aber NICHT aufgezeichnet!!).
Will man die Pulsfrequenz in Verbindung mit der Tour aufzeichnen, muß man einen sogenannten Timer dazustarten - am einfachsten geht dies, wenn man die Stoppuhr aktiviert.
Nach Beendigung der Tour (oder einer längeren Pause) darf man aber nicht vergessen, die Stoppuhr anzuhalten, ansonsten werden die prozentual angezeigten Puls-Werte verwässert.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, während der laufenden Tour Teilstrecken zu messen - etwa, um nach Wegbeschreibung (Roadbooks) zu fahren (z.B. "3 km durch den Ort und dann links". Diese Navigatorfunktion hat nur den Schönheitsfehler, daß man sie nur umständlich über das Reset-Menü zurücksetzen kann, was sehr lästig ist, da man dazu stehen bleiben muß, will man nicht riskieren, versehentlich andere Werte zu löschen.
Einige Funktionen empfand ich eher als sinnlos - so die Anzeige der verbrauchten Kalorien - kann man glauben, oder nicht. Die Service-Intervallanzeige - als ob man nicht selber wüßte, wann es Zeit für eine Wartung wäre.
Desweiteren gibt es für das Gerät optional ein Trittfrequenzset zu erwerben - über Sinn und Zweck einer solchen Anschaffung kann man streiten - ich persönlich bin stets ohne ausgekommen.
Auch gibt es einen sogenannten Rundenzähler - dies dürfte eher etwas für Rennradfahrer sein, die wettkampfmäßig auf Radbahnen unterwegs sind.
Was mich aber stört ist, daß für die Anzeige der Trittfrequenz das gesamte obere Drittel des Displays reserviert ist (also ständig zu sehen ist) - und zwar auch dann, wenn man kein Set erworben hat - "Anzeige --- C" .
Eine etwas unbefriedigende Lösung, wie ich finde - den so dauerhaft belegten Platz könnte man durch Umschalten auf eine andere Funktion besser nutzen.
Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler präsentiert sich der Z2 als robust gearbeitetes Gerät, das die wichtigsten Fahr/Pulsdaten verlässlich wiedergibt - der Preis dafür geht ebenfalls in Ordnung, zumal die Sendesignale digital kodiert übertragen werden.