"V for Vendetta" zählt zu den früheren Werken der britischen Comic-Koryphäe Alan Moore. Es erzählt die Geschichte eines postmodernen, totalitären Englands und des Kampfes den der Guy Fawkes ähnliche Held namens V bestreitet um das System zu stürzen. Dabei bedient er sich der Hilfe der jungen Prostituierten Evey, die im düsteren Kontrollstaat aufwuchs und nun beginnt, seine Mechanismen zu hinterfragen. Und V beantwortet sie auf grausame Weise.
Moore und Lloyd entführen den Leser in eine düstere und schockierende Welt, einer Welt in der Terror das letzte Mittel zu sein scheint, um die eigene Freiheit zu behaupten. Zweifellos ist diese Thematik eine der meistzitierten der modernen Literatur, infolgedessen leider auch eine der verwässertsten. Dass dieses Werk dennoch mitreißen kann, liegt wohl zum einen an der stimmigen Form, aber auch an der genuinen Sprache Alan Moores.
Sollte es Tilsner gelingen, die deutsche Ausgabe mit einer würdigen Übersetzung zu versehen (was zweifellos keine beneidenswerte Aufgabe sein wird), kann man sich diesen Sommer auf das Comicäquivalent zu Orwells 1984 freuen.