Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pynchon wird seinem Ruf mehr als gerecht, 12. August 2003
Pynchons erster Roman sorgte bereits kurz nach seinem Erscheinen dafür, daß der damals vierundzwanzigjährige Autor zur ersten Schriftstellerliga Amerikas gezählt wurde - zurecht. Was in "V." behandelt wird, sind allumfassende, zentrale Themen des zwanzigsten Jahrhunderts: Verläuft die Menschheitsgeschichte entlang einer bestimmten Struktur, gibt es "hinter den Dingen" ein verborgenes Prinzip? Funktioniert die Welt überhaupt nach einem Ursache-Wirkung-Schema - oder ist alles chaotisch, unstrukturiert, reiner Zufall? Der Roman und das Lesen selbst werden von Pynchon als Metapher für diese Fragen erhoben; die Struktur seines Romans reflektiert die darin behandelte Problematik. Sicher erfordert ein Roman wie "V." viel Geduld und Mühe, was nicht zuletzt an den zahlreichen Perspektivenwechsel, Zeitsprüngen und der Figurenvielfalt liegt. Der geduldige Leser wird nach beendeter Lektüre jedoch reichlich entlohnt mit dem Gefühl, etwas erfahren zu haben über einige sehr grundlegende lebens- und geschichtsphilosophische Probleme, die ihm vorher vielleicht nicht in diesem Ausmaß bewußt waren.
|
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vollendetster Erstlingsroman der Literaturgeschichte, 9. August 1999
Von Ein Kunde
Der 1937 geborene Thomas Pynchon ist mit diesem 1963 veröffentlichten Erstlingsroman auf Anhieb in die vorderste Reihe der experimentalistischen amerikanischen Gegenwartsliteratur vorgerückt. Wie andere US-Autoren verweigerte er sich konsequent dem bürgerlichen Literaturbetrieb. "V." ist ein Episodenroman, aber ebenso ein Kriminal- und phantastischer Roman. Herbert Stencil, einer der Romanhelden, erfüllt das Vermächtnis seines Vaters, der unter rätselhaften Umständen auf Malta ums Leben gekommen ist, um dem geheimnisvollen V. auf die Spur zu kommen. Benny Profane dagegen gammelt mit der "Ganzen Kaputten Bande" durch New York der 50er und 60er Jahre. So verschieden ihre Charaktere, so ist ihr Schicksal dasselbe, sich in einer Welt zurechtzufinden, die von Gewalt, Armut und Gedränge geprägt ist. Thomas Pynchon präsentiert dem Leser ein Handlungsgeflecht von Figuren und Ereignissen, von Authentischem und Fiktivem, ein extravagantes Puzzle. In diesem Erstlingswerk, wie auch in späteren Romanen und Kurzgeschichten, spiegelt sich deutlich die Skepsis des Autors über den heutigen Zustand der Welt wider. Manfred Orlick, Halle (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pynchon at his best, 29. Juli 1999
Von Ein Kunde
Was für ein Buch! Der dürftige Klappentext deutet nur an, was einen erwartet, der sich durch diesen frühen Roman des Meisters frißt. Wer dabei nicht ständig lacht, zunehmend verwirrt über die barocke Handlungsfülle ist oder erste Anzeichen einer durchaus angenehmen Paranoia verspürt und überall in der Realität V-Anspielungen entdeckt, macht etwas falsch. Es bleibt zu hoffen, daß dem größten Romancier der zweiten Jahrhunderthälfte mit seinem neuen Buch "Mason&Dixon" auch bei uns endlich die verdiente Aufmerksamkeit zuteil wird!
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|