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Symphony X wären nicht Symphony X hätten sie nicht wieder das Konzept der Mythologie, besonders natürlich die der alten Griechen, in ihrem progressiven Metal aufgenommen. In "V - The New Mythology Suite" verstrickt sich das thematische Konzept allerdings in einer eigenen rein fiktiven (wobei natürlich auch die Themen in anderen Songs der Band ebenfalls fiktiv sind, aber das nur am Rande) Storyline, über die ich nicht viele Worte verlieren will. Wer die Konzeptalben von Bands wie Rhapsody kennt, weiß was ihn erwarten wird. Wer jene Konzepte auch zu schätzen weiß, wird zumindest mit dem von "V - The New Mythology Suite" seine helle Freude haben. Mehr als die üblichen "Gut VS Böse" -bzw. "Schwarz VS Weiß"-Stories kann amn auch hier nicht erwarten, wenngleich auch einige durchaus interessante Elemente vorhanden sind, die man bei Rhapsody beispielsweise vermisst. Die epische Klasse des Prog Metal Kollegens "Metropolis Pt.2: Scenes From A Memory" erreichen Symphony X allerdings bei weitem nicht.
Das ist aber jetzt auch egal. Die Frage stellt sich wie sich das Album nun anhört.
Viel verändert hat sich nicht: die Amerikaner um Russell Allen spielen weiterhin ihren blitzschnellen, symphonischen Metal, lockern ihn stellenweise der Komplexität zuliebe mit progressiven Elementen auf (das wären zum einen Michael Romeos großartiges Gitarrenspiel und hypermelodische Keyboardklangteppiche und -soli von Michael Pinella). Das erreicht stellenweise einen Eargasm wie man ihn nur selten gewohnt ist. Dabei entkommen die Jungs auch erfolgreich der Kitschgrenze. "V - The New Mythology Suite" ist melodisch, teilweise "ohrwurmig" und orchestral, allerdings nie "im Zuckerguss versinkend" oder schwülstig. Das ist zugleich die größte Stärke und Schwäche des Albums.
Sagte ich Schwäche? Jipp! Ich persönlich mag diese Art von Musik recht gut leiden. Songs wie "Communion And The Oracle" (Keyboardlastige Halbballade im Stil von "The Accolade (I und II)" oder besonders "Candlelight Fantasia", die bombastischer häte nicht sein können) oder "Evolution (The grand design)" (dürfte v.a. Fans von Power Metal gefallen) sind super....und doch irgendwie zu "glatt poliert". Das gesamte Album rutscht in einem Zug wie Butter herunter und gibt keine Chance etwas rauer oder kantiger zu sein. Das krakselt deftig am "Charakter des Albums", das nicht nur einmal den Anschein erwecken lässt, es sei für ein Hollywood Blockbuster als OST geschrieben worden.
Wie man damit umgeht, sollte jeder selbst wissen. Fakt ist aber, dass man sich im Klaren sein sollte, was man wirklich hören will. "V - The New Mythology Suite" ist Symphony X weniger progressiv, dafür aber mehr metaliger, orchestraler, bombastiger. Wer die Band kennenlernen will, sollte lieber erst zu "The Divine Wings Of Tragedy" oder "Twilight In Olympus" (ideal für Einsteiger) greifen. Wer dagegen einfach nur verdammt gut unterhalten werden will und ein Album sucht, das besser häte nicht produziert werden können, greift zu "V - The New Mythology Suite".
Erhaben ist der ganze Spaß nämlich ohne jeglichen Zweifel!
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