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am 14. Januar 2008
Suicide-Jazz.

Shining, die Pioniere des Depressive-Black-Metal melden, sich mit dem neuen Album V - Halmstad zurück. Experimentierfreudiger, ungezwungener und (infolgedessen?) auch besser denn je.

Was einem auf diesem neuen Silberling an musikalischer Vielfalt und Raffinesse geboten wird, sucht (zumindest im BM-Bereich) seinesgleichen. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier.. jedem der Instrumente wird auf dem Album genug Platz eingeräumt, um sich zu präsentieren. Soll heißen: Im Gegensatz zu so manch älterem Shining-Song haben auf Halmstad" Gitarrensoli, diffizile Bassläufe und ausgeklügelte Schlagzeug-Parts einen (noch) höheren Stellenwert.

Nicht zuletzt dann, wenn die beiden Gitarristen zu Solo-Improvisationen ansetzen, bekommt zudem der geneigte Hörer den Eindruck, er hätte hier keine BM-Platte im Player, sondern eine Jazz-CD. Dunklen, depressiven, bitterbösen Jazz. Eine Musik, die einen in seinen Bann zieht, die einen mitreißt, einen auf eine Reise in die dunkelsten Gefilde der Seele (als deren Ausdruck ebendiese Musik ja gilt) mitnimmt. Es versteht sich von selbst, dass solcherlei Musik nur vollends funktionieren, der Funke nur dann wirklich überspringen kann, wenn auch die Qualitäten des Vokalisten überzeugen können. Und hier ist nicht alleine die stimmliche Qualität gemeint (die Kvarforth durchaus besitzt!). Beinahe noch wichtiger ist der Ausdruck, den der Vokalist seinen Passagen verleihen muss, die Seele, das Leben, die Glaubwürdigkeit, die er seinen Parts einhauchen, -heulen, -kreischen, -gröhlen, -singen muss. Und gerade darin liegen die Qualitäten des Niklas Kvarforth. Seine Stimme fügt sich zum einen nahtlos in den genialen Klangteppich seiner Bandkollegen (der toolbox") ein und zum anderen nimmt man ihm jeden leidvollen Schluchzer, jeden Schmerzensschrei, jeden klanglichen Ausdruck seiner Weltverdrossenheit, ohne weiteres ab. Man möchte meinen, Kvarforth offenbare uns in jedem der sechs Songs ein Stück seiner Seele. Ob dessen so ist, sei dahingestellt. Wichtig ist nur, dass es so klingt, als ob. Und ist das nicht das einzige, was bei Musik zählen sollte? Wie sie klingt..

Wie sie klingt? Die prägnanteste und beste Umschreibung stammt von Niklas Kvarforth selbst: Suicide-Jazz.

Dieser Ausdruck mag Black Metal-Elitisten abschrecken. Soll er doch.
Dafür verspreche ich allen anderen der etwas härteren Gangart verschriebenen Gesellen ein atemberaubendes Klangerlebnis und eine emotionale Talbahnfahrt, die sich gewaschen hat.

PS: Auf der offiziellen Myspace-Seite gibt es einen Track dieses Albums zur Gänze zum Probehören: Låt Oss Ta Allt Från Varandra. Also: Überzeugt euch selbst
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am 1. März 2012
Das Cover ziert eine junge Frau die sich eine Wumme in den Mund steckt und zu welcher Sänger und Mastermind Niklas Kvarforth meint es sei die Lösung aller Dinge... Da ist es wieder dieses ich bin ja sooo böse gehabe von Black Metal Bands, das mich annervt. Um die dahinter stehende Weltsicht zu propagieren erfand Kvarforth den Terminus Suicidal Black Metal, ein Begriff der nach 2001 richtig Wellen schlug und ähnlich wie manch andere Metalbezeichnung keine richtige Konsistenz im Stil besitzt.
Halmstad, das fünfte Album entstand nach einigen zu Promozwecken inszenierten Kontroversen, die der suizidalen Idee hinter Shining etwas Comichaftes gaben. Kvarforth verschwand mit aufkommenden Gerüchten um Suizid und Shiningnachlassverwaltung in Form eines neuen Sängers, Attila Csihar und Sven Kristiansen prügelten sich bei einem Konzert mit Kvarforth um den Platz am Mikro, alle Verkleidet und erst am Ende, nachdem Kvarforth gewonnen hatte und das Konzert gelaufen war gab er sich zu erkennen und behauptete dann es sei alles nur ein Missverständnis gewesen, welches durch einen Umzug entstanden sei. Das ganze wirkt auf die Entfernung einfach albern und nach typischem gespieltem Black Metal Schwachsinn.
Die Musik hingegen ist ein erhabenes Ding im Genre. Die Ähnlichkeit zu manchem frühen Gothic Metal Stück ist frapierend, frühe Moonspell und einiges das von Opeth in die Richtung ging vorne weg. Shining entfernen sich zusehends vom Black Metal und spielen mit Akustikpassagen, halbklarem Gesang und zunehmend progressiven Songstrukturen. Kvarforth nannte das dann Suizidal Jazz, aber mal ehrlich Jazz ist was völlig anderes. Das hier ist PostBlackMetal und zwar der ersten Reihe. Einige Blastbeats durchtrennen die schwere Stimmung und wirken verstörend wütend während Kvarforth sich in einem meist leierndem Krächtzgesang die Seele aus dem Leib kotzt. Lange schwere Akustikpassagen, sehr klare Gitarrensoli und einfache klare Drums in Längtar Bort Från Mitt Hjärta wirken fast schon wie direkt von Opeth geklaut.
Låt Oss Ta Allt Från Varandra hingegen wäre mir auf einem der ersten beiden Moonspellalben nicht unangenehm aufgefalle, weder die brutale Stimmung, noch die Samples einer weinenden Frau vor Akustikspielereien, noch mit dem etwas röchelndem Gesang, im Gegenteil es wäre eine grandiose Ergänzung zu den vorhandenen Song. Und damit ist das Spektrum des Albums abgedeckt. Doch jeder einzelne der sechs Songs ist in diesem Spektrum herausragend.
Musikalsich ist Halmstad damit das beste Shiningalbum und das wohl wichtigste, die Vorgängerwerke sind noch nicht so Reif, das Folgewerk wirkt weniger durchdacht.
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am 2. Januar 2008
"Normaler" Black Metal ist es nicht, nein. Es ist Shining, und zwar in Höchstform - düster, stellenweise brachial und an keiner Stelle langweilig.
Wer gerne ein wenig von der ganzen "true old school"-Geschichte pausieren möchte, kann mit diesem Album schwerlich etwas falsch machen, auch wenn die eher progressiven Zwischenspiele (Akustikgitarre in Neka Morgondagen, Piano in Lat oss ta ....) sicher Geschmackssache sind. Bei 42 Minuten Spielzeit mit 6 Stücken erscheint die CD zwar "knapp bemessen", allerdings hätte sie aus meiner Sicht nicht länger sein müssen. Denn auch wenn ich mich nicht, wie vom Projektleiter Niklas angedacht, umbringen möchte, drückt das Ganze doch ziemlich auf's Gemüt. Absolutes Qualitätsmerkmal, wie ich finde. *grins*
4 Sterne gibt es, weil die CD an manchen Stellen arg in's Klischee abrutscht - zu viel von dieser fast schon lächerlichen Pseudo-Misanthropie. Wem das nicht den Spaß verdirbt: Kaufen!
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