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5.0 von 5 Sternen
Meisterfotografen verheddern sich eben nicht in Klischees, 11. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Liebesgeschichten in Bildern (Gebundene Ausgabe)
Vergleicht man eines der üblichen Geschenkbüchlein, die es zu diesem Thema gibt, mit diesem Bildband, wird einem fotografische Qualität sofort wieder klar. Weil die Herausgeber den Aufwand für den Erhalt von Bildrechten offenbar nicht scheuten, erinnert keine der gut sechzig Schwarz/Weiss-Aufnahmen an die üblichen Klischees. Und selbst bei so weltbekannten Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Robert Capa oder René Burri setzte man nicht einfach auf die sicheren Nummern. Kurz: Den glücklichen Besitzern dieser Hommage an die Vater-Sohn-Beziehung wird ein neuer visueller Zugang zu diesem besonderen Verhältnis geboten.
Die Aufnahmen werden richtigerweise nicht kommentiert, sondern am Schluss des Buches lediglich mit einer Quellenangabe versehen. Sie in der überzeugenden Qualität zu betrachten und sich dazu seine eigenen Gedanken zu machen, genügt völlig. Dennoch sorgen Guido Magnaguagno, langjähriger Vizedirektor am Kunsthaus Zürich, Mitglied der Fotostiftung Schweiz und heutiger Direktor des Tinguely Museums Basel und Wladimir Kaminer, einer der gefragtesten Jungautoren Deutschlands für zwei Textbeiträge, die der Qualität der Fotografien würdig sind.
Mein Fazit: Obwohl in der Anschaffung zwar teurer als ein fotografisches Mitbringsel, lohnt sich der Kauf dieser Liebeserklärung an Väter und Söhne. Hervorragende Bilder, schöner Druck und zwei kluge Textbeiträge warten auf neugierige Leser und Betrachter.
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