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Utopia
 
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Utopia [Taschenbuch]

Thomas Morus , Eberhard Jäckel , Gerhard Ritter
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Utopie, das schöne Wort vom Nirgend-Ort, hat am Ende dieses Jahrhunderts seinen Zauberklang verloren. Die Welt ist vermessen, der Bericht von einem unentdeckten Ort, an dem sich besser leben läßt, müßte heute aus dem Weltall zu uns dringen, um wenigstens minimale Chancen auf Glaubwürdigkeit zu haben.

In dieser Hinsicht hatte es der Londoner Rechtsgelehrte Thomas More vor fast 500 Jahren einfacher. Amerikas Entdeckung lag 24 Jahre zurück, da schrieb er einen Bericht über ein Gespräch mit einem Seefahrer, der ein Land gesehen haben wollte, in dem "Menschen in vernünftig und weise geordneten Verhältnissen" leben. Wenn das keine Entdeckung war! Utopia nannte More dieses Land, wobei er die griechische Vorsilbe für "schön" zum gleichklingenden englischen "U" verkürzt.

Höchstes Ziel der Utopier: das Glück. Billigstes Mittel: die Lust. Also "jeder Zustand des Körpers oder der Seele, in dem zu leben ein Genuß ist und zu dem die Natur uns den Weg wies". Sie verachten Gold und Edelsteine, Grausamkeiten an Mensch und Tier, und die wenigen Gesetze sind derart klar bestimmt, daß jeder sie versteht. Das Gemeinwohl steht den Utopiern über alles.

Sicher, in diesem Buch steckt eine erhabene Anleitung des öffentlichen Lebens, die mit unserer gesellschaftlichen, politischen und ethischen Realität sowenig zu tun hat wie mit der Aussicht auf ihre Verwirklichung. Möglicherweise aber täuschen wir uns, wenn wir annehmen, das wäre damals anders gewesen. Neben Machiavellis Handbuch für den modernen Machtmenschen, Der Fürst, das zur selben Zeit geschrieben wurde, erscheint Morus' Plädoyer für das Utopische schon zur Wiegenstunde dieser geistesgeschichtlichen Kategorie altmodisch. Grund genug, dieses so wirkungsvoll wirkungslose Buch auch heute immer noch Ernst zu nehmen. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Utopia
Von der besten Staatsverfassung und von der neuen Insel Utopia, ein wahrhaft goldenes Büchlein, genauso nützlich wie heiter OT De optimo Reipublicae Statu deque nova insula Utopia Libellus vere aureus, nec minus salutatis quam festivusOA 1516 DE 1524 Form Schrift Bereich Politik
Utopia von Thomas Morus ist für eine Form des politischen Denkens der Neuzeit maßgebend geworden. Es verleiht der Hoffnung Ausdruck, dass die Menschen in der Lage sind, ihre soziale und politische Ordnung nach einem idealen Muster selbst zu gestalten. Und es geht davon aus, dass Bürger durch die politischen Institutionen, in denen sie leben, beeinflusst werden.
Entstehung: Morus erfand den Weltreisenden und Begleiter des Seefahrers Amerigo Vespucci (1454?–1512), Raphael Hythlodaeus, und dessen Bericht von der Insel Utopia mit ihren glücklichen Bewohnern auf einer Handelsreise im Sommer 1515, die ihn in Brügge und Antwerpen mit befreundeten Humanisten zusammengeführt hat. Nach London zurückgekehrt, ergänzte er 1516 die Schilderung Utopias durch ein vorangestelltes erstes Buch, in dem konkrete Gesellschaftskritik geübt wird. Noch im selben Jahr erschien die Schrift in Löwen, 1518 in Basel mit einem Holzschnitt des Ambrosius Holbein (um 1494–um 1519) als Frontispiz.
Inhalt: Utopia ist ein zweiteiliger Dialog. Das erste Buch zeichnet das Bild einer korrupten Gesellschaft in England und Europa. Scharf wird die zeitgenössische Eigentumsordnung kritisiert. Die Dialogfigur Thomas Morus appelliert für eine mehr bürgerliche politische Philosophie, die nicht im träumerischen Überschwang die politische Ordnung der Zeit überfliegt, sondern humanistische Gelehrte dazu anhält, Fürsten zu Reformen zu bewegen. Dagegen hält Raphael Hythlodaeus die Gesellschaft Englands für so verderbt, dass der Philosophie nirgends Gehör geschenkt würde. Die Ursache für politische Unordnung, Kriminalität und soziale Missstände liegt bei den Menschen selbst und ist ökonomischer Natur. Es ist der Verlust der traditionellen Agrarstruktur. Das Land, das die Menschen ernähren sollte, nährt Schafe, deren Wolle Gewinn verspricht.
Im Gegensatz dazu schildert Hythlodaeus im zweiten Buch die intakte Sozialordnung der Insel Utopia, die er auf einer Reise entdeckt haben will. Die Gesellschaft Utopias bietet ihren Bürgern ein abwechslungsreiches Leben zwischen Stadt und Land. Sie gewährt ihnen Glück, Wohlstand, leichtes Arbeiten sowie die Gelegenheit zu kultureller Bildung und lässt sie auf privates Eigentum und familiäre Privatheit leichten Herzens verzichten. Für die noch immer nötige Kriegführung bedienen sich die Utopier zumeist eines rohen, doch käuflichen Bergvolkes, der Zapoleten. Zwar hat sich die christliche Religion noch nicht auf der Insel verbreitet, aber ihre Bewohner verfügen über einen adäquaten Ersatz in einer natürlichen deistischen Religion, die ihr sittliches Gewissen trägt.
Doch Utopia heißt Nicht-Ort, Nirgendwo-Land, ihr Hauptort, Amaurotum (= Nebelstadt) liegt am »Fluss ohne Wasser« und der Name des Reisenden, Hythlodaeus, lässt sich mit Schwätzer übersetzen. Morus macht deutlich, wo er träumt. Sein Utopia enthält mithin beides: den idealistischen Glutkern revolutionärer Weltverbesserung wie den konservativen Geist politischer Reform.
Wirkung: Mit Utopia schuf Thomas Morus das neuzeitliche Muster eines Staatsromans, das der literarischen Gattung den Namen gab. Sein Werk bleibt vorbildlich zunächst für andere »Raumutopien«, in denen glückliche Gesellschaften in fernen Ländern entworfen werden. Später wurden Utopien verzeitlicht. Die vollkommene Gesellschaftsform wurde zu einem Zukunftsbild, einem Bild der Hoffnung. Im 20. Jahrhundert wichen jedoch die Idealvorstellungen einer besseren Ordnung den Schreckensbildern (Dystopien) einer technischen Überwachungswelt, deren Wurzeln ebenfalls in der Welt Utopias liegen. D. L.

Pressestimmen

"Wer die Welt nicht mehr ändern will - denn sie will ja nicht - wird die 'Utopia' mit Vergnügen lesen. "Rudolf Augstein in der" -- Zeit

Kurzbeschreibung

Utopia ist ein zweiteiliger Dialog. Das erste Buch zeichnet das Bild einerkorrupten Gesellschaft in England und Europa. Scharf wird die zeitgenössische Eigentumsordnung kritisiert. Die Dialogfigur Thomas Morus appelliert für eine mehr bürgerliche politische Philosophie, die nicht im träumerischen Überschwang die politische Ordnung der Zeit überfliegt, sondern humanistische Gelehrte dazu anhält, Fürsten zu Reformen zu bewegen. Dagegen hält Raphael Hythlodaeus die Gesellschaft Englands für so verderbt, dass der Philosophie nirgends Gehör geschenkt würde. Die Ursache für politische Unordnung, Kriminalität und soziale Missstände liegt bei den Menschen selbst und ist ökonomischer Natur. Es ist der Verlust der traditionellen Agrarstruktur. Das Land, das die Menschen ernähren sollte, nährt Schafe, deren Wolle Gewinn verspricht. Im Gegensatz dazu schildert Hythlodaeus im zweiten Buch die intakte Sozialordnung der Insel Utopia, die er auf einer Reise entdeckt haben will. Die Gesellschaft Utopias bietet ihren Bürgern ein abwechslungsreiches Leben zwischen Stadt und Land. Sie gewährt ihnen Glück, Wohlstand, leichtes Arbeiten sowie die Gelegenheit zu kultureller Bildung und lässt sie auf privates Eigentum und familiäre Privatheit leichten Herzens verzichten. Für die noch immer nötige Kriegführung bedienen sich die Utopier zumeist eines rohen, doch käuflichen Bergvolkes, der Zapoleten. Zwar hat sich die christliche Religion noch nicht auf der Insel verbreitet, aber ihre Bewohner verfügen über einen adäquaten Ersatz in einer natürlichen deistischen Religion, die ihr sittliches Gewissen trägt. Doch Utopia heisst Nicht-Ort, Nirgendwo-Land, ihr Hauptort, Amaurotum (= Nebelstadt) liegt am >>Fluss ohne Wasser<< und der Name des Reisenden, Hythlodaeus, lässt sich mit Schwätzer übersetzen. Morus macht deutlich, wo er träumt. Sein Utopia enthält mithin beides: den idealistischen Glutkern revolutionärer Weltverbesserung wie den konservativen Geist politischer Reform.

Klappentext

Ein Klassiker der politischen Philosophie, dessen Deutung immer noch umstritten ist. Handelt es sich um eine paradiesische Ausmalung der Neuen Welt, eine zweite Politeia, einen Aufruf zu politischer Reform? Es kommt auf den Standpunkt an: sei er nun sozialistisch, heidnisch, machtpolitisch, kapitalistisch, reformerisch oder idealstaatlich. Anspruch auf eine umfassende Interpretation kann nur derjenige erheben, der sie alle gleichermaßen berücksichtigt.

Über den Autor

Thomas Morus interessierte sich früh für Literatur und Philosophie, Studium der Rechte, tätig als Richter und Lordkanzler am niederländischen Hof. Enge Freundschaft mit Erasmus von Rotterdam. 1516 Veröffentlichung des Meisterwerks 'Utopia'. Als strenggläubiger Christ Eidververweigerung gegenüber Heinrich VIII., als dieser sich zum Oberhaupt der englischen Kirche erklärte. 1535 Hinrichtung als Hochverräter 1535. 400 Jahre später von der römisch-katholischen Kirche heiliggesprochen.
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