More beschreibt in "Utopia" einen Ort der Harmonie an dem Alles so funktioniert wie es idealerweise "sollte" und die Menschen glücklich sind.
Wenn dieser Ort auch niemals wirklich existiert hat oder je existieren kann(meine Meinung) , regt das Buch doch zum Denken an.
Es werden Möglichkeiten beschrieben, wie man das Leben in Gemeinschaften besser regeln könnte , ohne dass eine bestimmte Bevölkerungsschicht bevorzugt oder benachteiligt wird.
Jeder leistet seinen Beitrag, jeder hat die Chance auf eine Arbeit die ihm zusagt und Fortbildung, sogar die Gleichberechtigung von Frauen wurde bereits thematisiert, was meines Wissens nach zu More's Zeit bemerkenswert war.
Thomas More kritisiert auch die extreme Fixierung auf Geld die in unserer gesellschaft vorherrscht.
Obwohl das Buch schon ein paar jahrhunderte alt ist (16 Jh), ist es sehr gut auf die heutige Zeit übertragbar, da das materielle Denken über die Jahre leider immer mehr zunimmt.
Der Autor findet zwar nicht für jedes Problem eine (für mich) zufriedenstellende Lösung , aber schließlich ist das Buch eher als Kritik an der Gesellschaft zu sehen und soll aufzeigen wie viel in unserer Welt eigentlich schiefläuft.
Trotz der geringen Seitenanzahl, habe ich für dieses Buch einige Tage gebraucht, da auf jeder Seite so viele Inputs, Denkanstöße, neue Ideen etc. sind, dass man einfach öfters eine Pause machen muss um all die Informationen zu verarbeiten und sich klar zu werden inwiefern man dem ganzen zustimmt.
Für alle die nicht nur unterhalten , sonder zum denken gebracht werden wollen.