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Utilitarismus
 
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Utilitarismus [Broschiert]

John Stuart Mill , Manfred Kühn
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 117 Seiten
  • Verlag: Meiner (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3787318984
  • ISBN-13: 978-3787318988
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seiner 1861 zunächst in Frazer's Magazine publizierten und zu seinen Lebzeiten in weiteren vier Auflagen vorgelegten Schrift "Utilitarianism" verteidigt John Stuart Mill das Nützlichkeitsprinzip als das grundlegende Kriterium für die Beurteilung der Moralität aller Handlungen, sei es der freien Handlungen der Individuen, sei es der Einschränkungen dieser Freiheit durch von Gesellschaft und Staat vorgegebene Regeln.
Dabei geht es ihm vor allem darum, den Utilitarismus vor dem Einwand zu retten, er gebe dem hedonistischen Eigennutz Vorrang vor der ethischen Maxime einer gerechten Verteilung der Güter. So glaubt er, aus dem Prinzip des "größten Glücks der größten Zahl" ein Modell der Verteilungsgerechtigkeit ableiten zu können, das das Nützlichkeitsprinzip als das erste Prinzip der Moral erweist.
Die hier in neuer deutscher Übersetzung vorgelegte Schrift gilt als das Hauptwerk der klassischen utilitaristischen Ethik.

Über den Autor

Manfred Kühn, geboren 1947, war Professor für Philosophie an der Purdue University in den USA und in Marburg. Er lehrt jetzt an der Boston University. Neben vielen Arbeiten über Kant hat er Bücher und Aufsätze über David Hume, Thomas Reid und die Aufklärung in Schottland, Frankreich und Deutschland veröffentlicht.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
John St. Mill befasst sich in diesem Buch mit dem Wesen und der Anwendung des Utilitarismus. Er zeigt hier auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, dass Utilitarismus richtig verstanden eben doch mehr ist als die einfache Regel, das größtmögliche Glück für die gößtmögliche Zahl zu erreichen.

Er schafft es auf sehr anschauliche Art dem Leser nahe zu bringen, das der Utilitarismus nicht immer zu Recht kritisiert wird. Er macht deutlich, wieso zum Utilitarismus auch noch andere Grundsätze gehören, die einem meist schon aus anderen Moralphilosophien vertraut sind. Dabei schaft er es auch immer wieder zu verdeutlichen, weshalb diese ein unabdingbarer Bestandteil des Utilitarismuses sind. Seine Ausführungen sind sehr gut strukturiert und man kann seinen Überlegungen in der Regel problemlos folgen.

Insgesamt muß ich sagen, dass dieses Buch niemandem fehlen sollte, der sich für Philosophie interresiert. Zugleich ist dieses Buch aber auch gerade in der heutigen Zeit wieder so aktuell wie schon lange nicht mehr, da der Utilitarismus in unserer Zeit der Gentechnick immer wieder stark angegriffen wird.

Wer sich nun dagegen stellen will, findet in diesem Buch eine Vielzahl an Argumenten. Zugleich muß man allerdings dieses Buch auch den Kritikern des Utilitarismuses empfehlen, da sie hier in kurzer, knapper und prägnanter Form aufgezeigt bekommen, dass Utilitarismus eben doch mehr ist, als der eingangs zitierte Leitsatz.

Fazit: Das Buch ist gut gemacht und nur empfehlenswert. Ich habe nur deshalb keine fünf Sterne gegeben, da einen, die vom Verlag eingefügten Anmerkungen oftmals zum unnötigen hin und her blättern zwingen.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Philosoph und Sozialreformer John Stuart Mill ( 1806-1873) war einer der Hauptvertreter des englischen Utilitarismus, demzufolge das größtmögliche Glück der größtmöglichen Anzahl von Menschen das Ziel unseres Handels sein soll.
Mill verdeutlicht , dass in der goldenen Regel , die Jesus von Nazareth aufgestellt hat, der Geist der Nützlichkeitsethik vollendet artikuliert worden ist.
Die Forderung, sich dem anderen gegenüber so zu verhalten, wie man wünscht, dass er sich einem selbst gegenüber verhält und den Nächsten zu lieben, wie sich selbst, stellt die utilitaristische Moral in höchster Vollkommenheit dar. Dies näher zu erläutern macht sich der Philosoph in vorliegender Schrift zur Aufgabe.
Vom psychologischen Standpunkt aus, könnte man einschränkend hinzufügen, dass das moralische Verhalten stets einer zentralen ( lustbetonten) Einstellung entspringt, d.h. , dass Gedanken über Zweck und Nutzen einer Handlungsweise als Motive im Augenblick des Handelns kaum eine Rolle spielen.
Im ersten Kapitel dieser Schrift lotet Mill zunächst aus, wodurch der Utilitarismus konkret gekennzeichnet ist und hinterfragt in diesem Zusammenhang den Begriff des Glücks.
Was ist Glück? Wie kann man es erlangen? Weshalb ist ein Leben unbefriedigend,( sprich unglücklich) , wenn es durch Egoismus geprägt ist und ein Mangel an geistiger Bildung vorliegt?
Mill konstatiert, dass die Wechselfälle des Schicksals größtenteils auf grober Nachlässigkeit, ungezügelten Begierden und schlechten oder zumindest unvollkommenen gesellschaftlichen Verhältnissen bestehen, sich jedoch durch menschliche Mühe und Anstrengung beseitigen lassen.
Die Vermehrung des Glücks ist nach utilitaristischer Ethik der Zweck von Tugend.
Wichtig ist für Mill stets zwischen dem Nützlichen und dem Opportunen zu unterscheiden.
Der Sozialreformer zeigt in der Folge die fundamentalen Sanktionen des Nützlichkeitsprinzips auf und macht klar, dass eine Gesellschaft unter Gleichen nur unter der Voraussetzung existieren kann, dass die Interessen aller gleichermaßen geachtet werden.
Überzeugt ist der Brite , dass durch die Verbesserung des menschlichen Geistes ( gemeint durch Bildung) jene Einflüsse zunehmen, die geeignet sind , ein Gefühl der Einheit mit anderen entstehen zu lassen und die es ihm im Idealfall möglich machen, sich eine für ihn vorteilhafte Situation vorzustellen oder zu wünschen, die nicht auch für die anderen ein Vorteil wäre.
Mill zeigt , welcherart Beweis sich für das Nützlichkeitsprinzip erbringen lässt und kommt nach langen Ausführungen zum Ergebnis, dass die größtmögliche Ausbildung der Liebe der Tugend in seiner Bedeutung für das allgemeine Glück von nichts übertroffen werden kann.
Der Denker differenziert stark zwischen dem Begriff des Willens und des Begehrens und weist nach, dass der Wille , wie alle anderen Bestandteile unserer Natur der Gewohnheit unterworfen ist und wir aus bloßer Gewohnheit etwas wollen können, was wir nicht mehr um seiner selbst willen begehren, wie wir es wollen. Dennoch ist der Wille ursprünglich das Produkt des Begehrens, darin eingeschlossen die Anziehungskraft der Lust und die Abstoßungskraft der Unlust.
Mill lässt den Leser wissen, dass man Menschen dazu bringen muss, die Tugend zu begehren, indem man das Rechttun mit Lust und das Unrechttun mit Unlust verknüpft.
Im fünften Kapitel zeigt er die Zusammenhänge zwischen Gerechtigkeit und Nützlichkeit auf und unterstreicht hierbei, dass Gerechtigkeit weiterhin die geeignete Bezeichnung für einen Bereich sozialer Nützlichkeit verkörpert, der dringlicher und unbedingter ist als alle anderen Bereiche und deshalb im utilitaristischen Denken eines John Stuart Mill den höchsten Wert einnimmt.

Eine bemerkenswerte Lektüre, die einen Ausgleich zwischen Individuum und Gemeinschaft auf der Basis utilitaristischer Ethik herbeizuführen sucht und hierbei wirklich zu überzeugen versteht.

Wie man dem Text entnehmen kann, hat Mills Philosophie mit der landläufigen Vorstellung von utilitaristischem Denken nichts gemein, wonach jedes Mittel recht ist ein egoistisches Ziel zu erreichen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Reines Nutzendenken schädigt das Gemeinwohl? Wer nur das eigene Glück im Kopf hat, ist ein Egoist? Eine Moral, die nach Lust strebt, ist verdorben? Ganz im Gegenteil, behauptet John Stuart Mill in seiner leidenschaftlichen Verteidigungsschrift des Utilitarismus. Alle Menschen streben nach Glück, das ist eine empirisch zu beobachtende Tatsache. Die Utilitaristen zogen daraus zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Schluss: Was Lust bringt, ist moralisch richtig, was Schmerz verursacht, dagegen falsch. Um verbreitete Einwände gegen diese ethische Haltung zu kontern, trennt Mill sinnliche, rein körperliche Lust von intellektuellen Vergnügen, denen er einen höheren Wert beimisst. Wahres Glück, das über den Augenblick hinausreicht, kann demnach nur erlangen, wer sich geistig betätigt und sich fürs Gemeinwohl einsetzt. Mills Denken ist nicht akademisch abgehoben, sondern eine sehr praktische Philosophie, die im angloamerikanischen Raum bis heute zu den einflussreichsten, aber auch umstrittensten Theorien zählt.
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