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Utilitarianism /Der Utilitarismus [Broschiert]

Dieter Birnbacher , John S Mill
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

August 2006
Mills Verteidigung der utilitaristischen Theorie, dass die Beförderung des allgemeinen Glücks das erste und einzige Kriterium des moralischen Handelns sei, gehört zu den am häufigsten diskutierten, aber auch zu den am häufigsten kritisierten moralphilosophischen Werken. Der erstmals 1861 veröffentlichte Text erscheint hier als zweisprachige Ausgabe - ergänzt durch einen Zeilenkommentar und einem Nachwort.

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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (August 2006)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3150184614
  • ISBN-13: 978-3150184615
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 9,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.098 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Der Philosoph und Sozialreformer John Stuart Mill ( 1806-1873) war einer der Hauptvertreter des englischen Utilitarismus, demzufolge das größtmögliche Glück der größtmöglichen Anzahl von Menschen das Ziel unseres Handels sein soll.

Mill verdeutlicht , dass in der goldenen Regel , die Jesus von Nazareth aufgestellt hat, der Geist der Nützlichkeitsethik vollendet artikuliert worden ist.

Die Forderung, sich dem anderen gegenüber so zu verhalten, wie man wünscht, dass er sich einem selbst gegenüber verhält und den Nächsten zu lieben, wie sich selbst, stellt die utilitaristische Moral in höchster Vollkommenheit dar. Dies näher zu erläutern macht sich der Philosoph in vorliegender Schrift zur Aufgabe.

Vom psychologischen Standpunkt aus, könnte man einschränkend hinzufügen, dass das moralische Verhalten stets einer zentralen ( lustbetonten) Einstellung entspringt, d.h. , dass Gedanken über Zweck und Nutzen einer Handlungsweise als Motive im Augenblick des Handelns kaum eine Rolle spielen.

Im ersten Kapitel dieser Schrift lotet Mill zunächst aus, wodurch der Utilitarismus konkret gekennzeichnet ist und hinterfragt in diesem Zusammenhang den Begriff des Glücks.

Was ist Glück? Wie kann man es erlangen? Weshalb ist ein Leben unbefriedigend,( sprich unglücklich) , wenn es durch Egoismus geprägt ist und ein Mangel an geistiger Bildung vorliegt?

Mill konstatiert, dass die Wechselfälle des Schicksals größtenteils auf grober Nachlässigkeit, ungezügelten Begierden und schlechten oder zumindest unvollkommenen gesellschaftlichen Verhältnissen bestehen, sich jedoch durch menschliche Mühe und Anstrengung beseitigen lassen.

Die Vermehrung des Glücks ist nach utilitaristischer Ethik der Zweck von Tugend.

Wichtig ist für Mill stets zwischen dem Nützlichen und dem Opportunen zu unterscheiden.

Der Sozialreformer zeigt in der Folge die fundamentalen Sanktionen des Nützlichkeitsprinzips auf und macht klar, dass eine Gesellschaft unter Gleichen nur unter der Voraussetzung existieren kann, dass die Interessen aller gleichermaßen geachtet werden.

Überzeugt ist der Brite , dass durch die Verbesserung des menschlichen Geistes ( gemeint durch Bildung) jene Einflüsse zunehmen, die geeignet sind , ein Gefühl der Einheit mit anderen entstehen zu lassen und die es ihm im Idealfall möglich machen, sich eine für ihn vorteilhafte Situation vorzustellen oder zu wünschen, die nicht auch für die anderen ein Vorteil wäre.

Mill zeigt , welcherart Beweis sich für das Nützlichkeitsprinzip erbringen lässt und kommt nach langen Ausführungen zum Ergebnis, dass die größtmögliche Ausbildung der Liebe der Tugend in seiner Bedeutung für das allgemeine Glück von nichts übertroffen werden kann.

Der Denker differenziert stark zwischen dem Begriff des Willens und des Begehrens und weist nach, dass der Wille , wie alle anderen Bestandteile unserer Natur der Gewohnheit unterworfen ist und wir aus bloßer Gewohnheit etwas wollen können, was wir nicht mehr um seiner selbst willen begehren, wie wir es wollen. Dennoch ist der Wille ursprünglich das Produkt des Begehrens, darin eingeschlossen die Anziehungskraft der Lust und die Abstoßungskraft der Unlust.

Mill lässt den Leser wissen, dass man Menschen dazu bringen muss, die Tugend zu begehren, indem man das Rechttun mit Lust und das Unrechttun mit Unlust verknüpft.

Im fünften Kapitel zeigt er die Zusammenhänge zwischen Gerechtigkeit und Nützlichkeit auf und unterstreicht hierbei, dass Gerechtigkeit weiterhin die geeignete Bezeichnung für einen Bereich sozialer Nützlichkeit verkörpert, der dringlicher und unbedingter ist als alle anderen Bereiche und deshalb im utilitaristischen Denken eines John Stuart Mill den höchsten Wert einnimmt.

Eine bemerkenswerte Lektüre, die einen Ausgleich zwischen Individuum und Gemeinschaft auf der Basis utilitaristischer Ethik herbeizuführen sucht und hierbei wirklich zu überzeugen versteht.

Wie man dem Text entnehmen kann, hat Mills Philosophie mit der landläufigen Vorstellung von utilitaristischem Denken nichts gemein, wonach jedes Mittel recht ist ein egoistisches Ziel zu erreichen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker des Utilitarismus 17. November 2009
Von pl
Format:Broschiert
John Stuart Mill (1806-1873), englischer Philosoph und (National-)Ökonom gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Utlitarismus. Eine seiner zentralen philosophischen Fragen lautet: Welche Grundlage hat die Moral? In dieser Frage sieht Mill das Hauptproblem der philosophischen Reflexion. Diese kann von intuitionistischen wie auch von der induktiven Ethik nach Mill nicht beantwortet werden. Letztlich existiert keine Wissenschaft der Moral, denn sie kann weder apriori noch aus Beobachtung und Erfahrung allein abgeleitet werden. Vielmehr ist danach zu fragen, wie das größtmögliche Glück für die Menschen erreicht werden kann. Mill bezeichnet seinen eigene "Morallehre" daher als Glückseligkeitstheorie bzw. utilitaristische Theorie (fragt nach dem Nutzen von Handlungen) - diese zu erläutern, würdigen und zu beweisen, ist sein Anliegen. Mill versucht dabei von Beginn an möglicher Kritik entgegen zu treten. Schon seit der Antike (va. die Kritik an Epikur) hat man nutzenorientierten Moralvorstellungen den Vorwurf gemacht, dass Nützlichkeit mit der eigenen Lust gleichgesetzt würde und somit unter dem Deckmantel einer Moralphilosophie letztlich nur die durch sie gerechtfertigte Befriedigung der eigenen Bedürfnisse verkauft würde. Doch eine solche falsche Interpretation verfehlt nach Mill die Intention einer jeden Glückseligkeitslehre, deren Prinzip Mill wie folgt bestimmt:

"Die Auffassung, für die die Nützlichkeit oder das Prinzip des größten Glücks die Grundlage der Moral ist, besagt, dass Handlungen insoweit und in dem Maße moralisch sind, als sie die Tendenz haben, Glück zu befördern, und insoweit moralisch falsch, als sie die Tendenz haben, das Gegenteil von Glück zu bewirken. Unter Glück ist dabei Lust und das Freisein von Unlust, unter Unglück Unlust und das Fehlen von lust verstanden." (2. Kapitel)

Glücklich zu sein heißt dabei aber nicht nur, als einzelnes Subjekt möglichst viele Glückserlebnisse - möglicherweise auf Kosten von anderen Subjekten - zu erlangen, sonderm hat eine dezidiert soziale Komponente:

"...; denn die Norm des Utilitarismus ist nicht das größte Glück des Handelnden selbst, sondern das größte Glück insgesamt;" (2. Kapitel)

Die Norm der Moral definiert Mill

"... als die Gesamtheit der Handlungsregeln und Handlungsvorschriften, durch deren Befolgung ein Leben der angegebenen Art für die gesamte Menschheit im größtmöglichen Umfang erreichbar ist;" (2. Kapitel)

Das größte Glück für die Menschen ist also das zu Erstrebende. Mills Ansatz liest sich konsistent und einleuchtend. Doch bleibt Mill einige Fragen schuldig, die in diesem Zusammenhand von Bedeutung gewesen wären. Bedeutet Glück denn nur die Beschaffung von Vorteilen? Kann man das Glück / den Nutzen von vielen (den Menschen) berechnen? Kann eine Steigerung des Gesamtnutzens nicht auch bedeuten, dass der Nutzen weniger stark, der Nutzen vieler aber gar nicht steigt? Insgesamt kann auch Mill den Vorwurf an den Utilitarismus, wie er schon Jeremy Bentham entgegnet wurde, nicht ausräumen - nämlich dass wir nur deswegen für das Wohl anderer handeln, weil wir uns selbst einen Vorteil versprechen, letztlich also egoistisch handeln. Diese Kritik mag bei aktuell weit verbreiteten moralischen Auffassungen wenig Gehör finden. Doch bleibt immer gegen diese wie auch gegen Mill und den Utilitarismus Kants Mahnung und Einsicht bestehen, dass dem Menschen ein allem Nutzen vorausliegender "Wert" zugeschrieben werden muss - und dieser ist unumgänglich.
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5.0 von 5 Sternen Super 21. Mai 2013
Von Anonym
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Sehr gutes Buches für einen sehr guten Preis. Die Übersetzung ist durchaus sehr gelungen. Optisch wurde sich an die Originalversion gehalten, sodass man im Englischen die Abschnitte recht schnell findet.
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