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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessanter Ansatz, 26. Mai 2003
Das Buch verfolgt die Idee, daß das Futhark nicht mit dem Buchstaben beginnt, der traditionell als der erste der Runenreihe angesehen wird, sondern mit dem zweiten. Dafür werden die Runen nicht als Reihe gesehen, sondern als ewiger Kreislauf. Einen ähnlichen Ansatz vertrat auch Kenneth Meadows. Das Buch bietet interessante, überraschende Ansätze, deren Verfolgung sicherlich lohnend ist. Es sieht die Runen mehrfach aspektiert: "hell", "dunkel" und "neutral". Dies sollte eigentlich klar sein: es gibt einfach nichts, was nur positiv oder nur negativ ist! Das Bändchen ist relativ schmal, da liegt es auf der Hand, daß Abschnitte über Seidr oder Runenstellungen beispielsweise arg an der Oberfläche bleiben, hier hat der Autor wohl zuviel gewollt. Schade ist dies im Fall der Runenstellungen, die gerade mal 1,5 Seiten einnehmen und nur sehr grob beschrieben wurden, etwa im Stil von "stellt Euch so und so hin, intoniert die Runen, ihr werdet euch mit deren Kräften verbinden. Macht noch einen Tanz draus und bindet das in Eure Magie ein".... Gerade für Anfänger in Sachen Runenstellung ist das doch etwas dünne... hier würde ich eher zum Kauf von Jan Fries' Helrunar raten. Bereichernd wirken hingegen die Beschreibungen der neun Welten, der Götter und der nordischen Mythologie in Bezug auf die Runen. Man merkt dem Buch an, daß der Autor Magie mit stark zeremoniellem Touch praktiziert. Dies wird besonders an den Passagen deutlich, in denen die Verbindung zur Kabbala hergestellt wird. Ob man das jetzt so unbedingt verbunden sehen muß, sollte jeder Praktizierende selbst entscheiden. Fazit: das Buch wendet sich an Fortgeschrittene und dies völlig zu Recht. Für Anfänger ist es weniger geeignet, da es die Kenntnis der "herkömmlichen" Lesart des Futhark sowie die praktische Arbeit damit voraussetzt. Fortgeschrittene Runenmagier werden hier jedoch interessante und wertvolle Denkanstöße erhalten, auch wenn sie vielleicht nicht mit jeder Aussage konform gehen. Die CD von Therion ist übrigens ein echter Knaller...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gutes Buch mit einem dicken ABER, 2. Februar 2009
Das Buch ist zum ersten für den erfahreneren Runeninteressenten gedacht, trotzdem wurde nochmal die Bedeutung des FUTHARK zusätzlich eingegeben. Die Impulse und Ideen, die der Autor gibt, sind neu und regen zum Nachdenken an und helfen so auch weiter, die Runen tiefer zu verstehen. Nun zum angekündigten ABER: 1. Der Autor spricht weiterführende Techniken wie das Utiseta an. Schade ist nur, dass darauf nur rudimentär eingegangen wird. Tipps und Anregungen sucht man leider vergeblich. Wer keine Erfahrung mit Meditation hat bzw. keine Erfahrung mit z. B. mit der Zen-Meditation, die auch ein Draußensitzen kennt, so ist es zwar dann interessant zu wissen, dass man Utiseta machen kann, aber mit so einer oberflächlichen Beschreibung wird´s wohl kaum einer nachmachen. 2. Was haben Satan und Beelzebub in einer nordischen Tradition verloren? Hier sind wir ganz schön am Thema vorbei. Dieses Phänomen fällt mir oft bei Autoren auf, die ein anderes System wie die Kabbala mit einbeziehen. Satan und Beelzebub stehen in der Mythologie aus der sie kommen (der jüdisch-christlichen)für böse Energien. Die nordische Tradition kennt aber kein Gut und kein Böse. Auch hier wieder Punktabzug. 3. Wie in vielen weiterführenden Runenbüchern auch hier wieder der (wohl) unvermeidliche Versuch, die Runen an ein anderes System (Kabbala) anzugleichen. Hier wird ebenfalls wieder auf Biegen und Brechen versucht, zwei grundlegend anders aufgebaute Systeme und Mythologien zu verquicken. Allein schon die abweichende Zahlenmystik (Kabbala 10, Runen 9) spricht schon eine deutliche Sprache - nämlich, dass eine Vermischung nicht sinnvoll ist. Hierzu kann ich nur sagen: Alle Dackel sind Hunde, aber nicht alle Hunde sind Dackel. Meine Empfehlung: Dieses Kapitel ruhig überspringen und die Runen traditionell lernen - die alten Runenschamanen hatten auch keine Kabbala o. ä. als "Referenzsystem". 4. Das Runenritual ist zwar nett und einfach aufgezogen, bezieht sich aber auf die Thule-Gesellschaft. Ob man die Philosophie dieser Gesellschaft mittragen will, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich halte es für besser, seine eigenen Runenriutale zu entwickeln und eher Bezug auf die Edda zu nehmen als auf Thule. Da Thor der Weihende (Vingnir) ist, wäre es aus meiner Sicht sinnvoller, auf ihn oder auf die Ahnen das Horn zu erheben. Dies muss der Leser aber mit sich selbst ausmachen. Wen man also diese 4 Abers in Kauf nimmt, hat man alles in allem ein Buch, das erfahrene Runeninteressierten einen neuen Denkanstoß (FUTHARK oder UTHARK?) gibt - aber leider auch nicht mehr, als man aus anderen Büchern auch schon weiß. Zur Runenmeditation ist Sekundärliteratur notwendig, ebenso zu den Andersweltreisen und den Helwegr.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Im Schattenreich der Runen, 22. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Uthark mit Therion-CD (Gebundene Ausgabe)
Die Runen sind machtvolle Zeichen unserer Vergangenheit. Am Ende standen Sie nur noch als einfaches Schriftzeichen im Bewustsein der Menschen, nunmehr ist aber durch umfangreiche Forschungsarbeiten der letzten 200 Jahre, deutlich geworden , daß sie mehr als nur Schriftzeichen waren, sind und sein werden... Das Buch „Uthark" von Thomas Karlsson in der Übersetzung aus dem Englischen von John William Daly befaßt sich mit einer ganz besonderen Weise, die Runen in Ihrer Reihenfolge zu verstehen. Obwohl auch ich seit Jahren mit Runen arbeite und die „althergebrachte" Art der Reihenfolge verinnerlicht habe, bin ich dennoch der Ansicht, man sollte dem Autoren Thomas Karlsson zuhören und lesen was er zu sagen hat. Ich empfinde es als sehr bemerkenswert, einen Versuch zu wagen, das Geheimnis zu entschlüsseln und die Kräfte der Runen in neuer Reihenfolge freizusetzen. Dem Autoren ist auf Basis sicherlich spärlicher Funde auf Gotland (die Insel kenne ich selbst sehr gut) ein durchaus beachtenswertes Meisterstück gelungen, dem sich Runenkundige nicht verschließen können, ob man es akzeptieren kann oder will ist dabei Zweitrangig, die gestellte Frage will beantwortet sein. Der Autor Thomas Karlsson geht in seinem Buch „Uthark" zuerst allgemein und einführend auf die Herkunft und das Bekannte ein. Er beschreibt die Runenreihe des Futhark und stellt sie seiner Interpretation des „Uthark" (von Utgard) gegenüber. Seine Reihe beginnt mit Uruz und endet mit Fehu, sehr interessant und besonders um des Beginns sehr aufschlußreich... Er geht eingehend auf seine Runosophie und die Multidimensionalität des Uthark ein. Er streift die magischen Arbeiten mit Sigillen, Binderunen und Galdr und widmet sich sogar kurz dem Seidr. Auch das „Draußensitzen" und die einfache Ritualarbeit haben Platz. Runenyoga und Runenstellungen haben ebenso einen Ort im Buch, wie es das Orakel und die Baumarbeit hat. Seine Runosophie und Kabbala finde ich besonders bemerkenswert, warum nicht etwas aus anderen okkulten Bereichen herantragen und Verschüttetes interpretierbar zu machen, alles natürlich mit der ausreichenden Vorsicht. Seine „Nachtseite" der Runen spricht mir selbst aus dem Herzen, denn die Runen und die nordische Mythologie fußen nicht auf dem Monotheismus mit seinem Glauben an „Schwarz" und „Weiß". Die dieser Ausgabe beiliegende CD der Gruppe Therion (Sonderpressung!) würde ich impulsiv als erdig, rockig und tiefgehend bezeichnen. Die Kombination von Rock, Chor und klassischen Elementen ist durchweg ein Hinhörer, wenn man nicht gerade auf sphärische Klänge steht. Die energiegeladene Musik ist eine gelungene Interpretation, zu der Thomas Karlsson übrigens auch die Texte geschrieben hat und die damit seine musikalische Umsetzung des Uthark sind. Ein außergewöhnliches Buch in deutscher Sprache, welches sicherlich seine Leser finden wird und die es auch verdient hat.
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