Kurzbeschreibung
Einst waren die Badeorte auf Usedom und Wolin Teil der berühmten Seebäderkette an der Ostseeküste. Seit einigen Jahren bemüht man sich auf beiden Seiten der Grenze, an alte Traditionen anzuknüpfen. Den Inseln gemeinsam ist eine intakte Natur und eine gute touristische Infrastruktur.
Dieses Buch bietet neben einer Einführung in Geschichte und Gegenwart viele Tips für einen aktiven Urlaub an der Ostsee und am Oderhaff zwischen Wolgast, Greifswald, Stettin und Swinemünde.
Für Wanderer und Radfahrer hält es zahlreiche Tourenvorschläge bereit und bietet viele praktische Hinweise zu Unterkunft, Verpflegung und Kulturangeboten.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
VORWORT Wolin und Usedom, die beiden Schwesterinseln in der Odermündung können auf eine lange gemeinsame Geschichte und Tradition zurückblicken. Seit vielen Jahren ist das durch seine Kurorte bekannte Usedom wieder in den Blick des Tourismus gerückt. Einst Teil der "Badewanne der Berliner" wurde aber auch die Insel Wolin in den letzten Jahren zunehmend von Besuchern aus dem benachbarten Deutschland wieder entdeckt. Sehr zu Recht, denn dieser Bernstein an der polnischen Küste ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Urlaubsziel der einheimischen Touristen und ein Paradies für Naturliebhaber. Seen inmitten ausgedehnter Wälder, Steilküste und Strände, soweit das Auge reicht, laden zum Entspannen und Erholen ein. Kleinode in Fachwerk, Reet und Backstein warten als Zeugnisse einer bewegten Geschichte darauf, entdeckt zu werden, Sandwege und Wiesen an stiller Haffküste wechseln sich ab mit lautem Treiben in Häfen und auf den Promenaden der alten Seebäder. Wolin und Usedom waren aufgrund ihrer Lage in der Odermündung immer wieder Schauplatz langer Kämpfe zwischen den Staaten und Mächten Nordeuropas. Die gemeinsame Geschichte der Inseln fand durch die Verschiebung der Grenzen nach Kriegsende ein jähes Ende. Die Pommern mußten den Terror der Nazis gegen die polnische Bevölkerung mit der Vertreibung aus ihrer Heimat bezahlen, und die Kämpfe der letzten Kriegstage richteten vor allem auf Wolin große Schäden an. Obwohl auf polnischer und deutscher Seite straßenbauliche Arbeiten für einen neuen Grenzübergang neben dem Golm vorgenommen wurden ist ein direkter Grenzübertritt von Wolin nach Usedom nach wie vor nur in Swinoujscie und nur für Fußgänger und Radfahrer möglich, was in Anbetracht der zu erwartenden Verkehrslawine und des dann entstehenden Rückstaus an den Fähren über die Swina sicher nicht nur negativ zu beurteilen ist. Wer also mit dem Auto oder mit der Bahn von Usedom nach Wolin möchte, muß den Umweg über Stettin in Kauf nehmen. Alternativ betreibt eine kleine Reederei auf der Linie Altwarp–Swinoujscie eine kleine Autofähre. Nach der Privatisierung des staatlich organisierten Ferienbetriebs ist es auf Usedom gelungen, den Anschluß an hohe Standards und auch an den vergangenen Glanz zu finden – mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Entwicklung mit sich bringt. Die Insel Wolin ist nach wie vor eines der beliebtesten polnischen Ferienziele, was sich vor allem in der Hochsaison bemerkbar macht. Abseits der Küste wird man aber lauten Seebadtrubel vergeblich suchen, stille Genießer, Angler, Wanderer und Wassersportler finden hier Ruhe inmitten schöner Natur. >>> Detaillierte Informationen und eine Voransicht dieses Reiseführers finden Sie auf www.trescher-verlag.de