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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
bewegendes Gerichtsdrama, 25. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Urteil von Nürnberg (DVD)
Der amerikanische Richter Dan Haywood (Spencer Tracy) kommt 1948 nach Deutschland, um in den Nürnberger Prozessen vier deutsche Juristen abzuurteilen, die für die Verbrechen des Nazi-Regimes mitverantwortlich gemacht werden. Prominentester Vertreter ist Dr. Ernst Janning (Burt Lancaster), der beharrlich zu den Vorwürfen schweigt. Der charismatische Verteidiger Rolfe (Maximilian Schell) leugnet die Verbrechen nicht, doch argumentiert er, daß die Richter im Rahmen geltenden Rechts gehandelt haben. Bilder und Berichte von Zwangssterilisationen und Massenmord lassen das Grauen lebendig werden. Doch Richter Haywood sieht sich im aufziehenden Kalten Krieg starkem politischen Druck ausgesetzt, Milde walten zu lassen, um das deutsche Volk zu versöhnen. Es stellt sich die Frage, der auch die Angeklagten ausgesetzt waren, ob ein Richter nur seinem Gewissen unterworfen ist oder sich als Teil des herrschenden Systems versteht... Amerikanische Filme über deutsche Geschichte des Zweiten Weltkriegs sind mitunter durch gewisse politische Einseitigkeit gekennzeichnet. Nicht so „Das Urteil von Nürnberg". Das mit großem Staraufgebot gedrehte Werk von Regisseur Stanley Kramer beleuchtet eindrucksvoll das Deutschland 3 Jahre nach Ende des Krieges. Es werden Lebensgeschichten von Tätern des Dritten Reichs ebenso erzählt wie das deren Opfer. Es wird dokumentiert, wie es möglich war, daß einst redliche Menschen selbst zu Tätern wurden. Ganz generell stellt sich die Frage nach persönlicher Verantwortung für Verbrechen des Regimes. Spencer Tracy spielt überzeugend den ruhigen alternden Richter, der großes Gerechtigkeitsempfinden besitzt und frei von Vergeltungssucht nach der Wahrheit sucht. In weiteren Rollen sind Marlene Dietrich, Richard Widmark, Judy Garland und der junge William Shatner zu sehen. Der Film ist ein Abbild der Zeit, die Wahrheit über deutsche Schuld wird ebenso aufgezeigt wie die politischen Interessen Amerikas und auch die Verantwortung der Welt am Aufstieg Hitlers. Ein überzeugendes Drama, nicht umsonst nominiert für 11 Oscars.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
I-like-it: Geschichtsunterricht mit Gänsehaut, 9. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Urteil von Nürnberg (DVD)
Ein Schwarz-Weiß-Film der Extraklasse. Die Umsetzung des Theaterstücks von Abby Mann erscheint mir im Film sehr gut gelungen. Teilweise sind Bilder aus dem zerbombten Nürnberg zu sehen: das weiß ja heute bald niemand mehr, wie es damals aussah. Bei den Schauspielern agieren hauptsächlich Stars ihrer Zeit - von Spencer Tracy über Burt Lancaster zu Marlene Dietrich. Wer den Film mal mit dem Theaterstück vergleichen möchte, kann dies zur Zeit im Nürnberger Schauspielhaus (seit kurzem Staatstheater) tun. Auch hier keine Längen, trotz 2h 50 min Dauer - und kein Mucks im Zuschauerraum. Film und Theaterstück sind echte Geschichtsstunden. Für jeden, der sich auch nur ein bisschen für diese Zeit interessiert, sehr empfehlenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich auf DVD - Bewegendes Gerichtsdrama, 15. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Urteil von Nürnberg (DVD)
Ich habe mich oft geärgert, dass die großartigen Marlene Dietrich-Filme "Das Urteil von Nürnberg" und "Zeugin der Anklage" nur in Amerika erhältlich waren. Nun endlich sind beide auch als deutsche DVD Veröffentlichungen zu haben. "Das Urteil von Nürnberg" stellt in spielfilmartiger Form die real-historischen Geschehnisse der Nürnberger Prozesse dar, bzw. auch nur einen Ausschnitt. Maximillian Schell erhielt für seine Rolle als deutscher Verteidiger zu recht einen Oscar. Auch die anderen Rollen sind grandios besetzt, so die Generalswitwe Berthold (dargestellt von der großartigen Marlene Dietrich, die selbst die Nazis um Hitler und Goebbels verachtete und Rollenangebote aus Deutschland damals in ihrem französischen bzw. dann amerikanischen frei gewählten Exil ablehnte), die bei dem obersten Richter, Spencer Tracy stellt ihn dar, um Verständnis für die Menschen in Nazi-Deutschland wirbt und sich somit im Film entgegen ihrer eigentlichen Haltung agieren muss. Das macht sie, wie alle anderen auch bravorös, denn der Film lebt vor allem durch das ausgezeichnete Darstellerensemble.
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