Kurzbeschreibung
1865. . : ... ?ns gegenwärtige Bild giebt ein Zeugniß dieser Thätigteit, Am Anfange dieses berühmten künstlichen See's oder nach Anderen in der Mitte tesselben, standen zwei ungeheure Pyramiden von li(X.» Fuß Höhe, davon 3(«) im Wasser befindlich und 300 über demselben, gekrönt mit den Kolossen von Königen oder Göttern (wahrscheinlich des Möris und seiner Gattin), von teuen man noch jetzt die Ruinen sieht sd. h. nicht sowohl der Kolosse als vielmehr rer Pyramiden selbst, denn unsre Zeichnung giebt nicht das, was man gegenwärtig sieht, sondern dasjenige, was uns Herodot beschreibt). Der 2« selbst war allerdings eine natürliche Vertiefung, wurde aber durch Menschenhände doch bis zu einer solchen Weite und Tiefe ausgehöhlt, daß er genügend war, aus seinen, in Jahren des Ueberflusses aufgesammelten, Gewässern das unterhalb liegende Aegyptcn in Zeiten der Dürre zu speisen. Aber wenn alles dieses der Beachtung höchst würdig ist, so kann man tech nicbt umhin, zu erkennen, daß Alles nur geschehen zur Verherrlichung res mächtigen Priester- und Königsgeschlechtes, und daß von dieser Kaste, welche sich ausschließlich aller anderen im Besitze jedes Wissens befand, niemals etwas ausgegangen ist, das zur Aufklärung des Volkes, zur Verbreitung des Wissens, zur Verallgemeinerung nützlicher Kenntnisse gedient hätte, «lher ist ihre Geschichte auch unzuverlässig, und was sie dem Herodot berichtelen, verdient keinen Glauben. Es folgen auf jenen zuerst erwähnten Meues 3W 70 Veischiedene Angaben der Pnefterlaste, andere Könige, welche bei der ziemlich langen Regierungsbauer der alte« Herrscher immer mehr als 10,000 Jahre voraussetzen (die sieben römisch« Könige von Romulus bis auf Tarquinius superbus müssen durchschnitt^ jeder 40 Jahre regiert haben). Dann folgt Möris, 90...