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Ursprung des Neuen Testaments
 
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Ursprung des Neuen Testaments [Taschenbuch]

George M Lamsa , Richard E Koch
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 124 Seiten
  • Verlag: Neuer Johannes Vlg; Auflage: 2., Aufl. (1988)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3907119045
  • ISBN-13: 978-3907119044
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 602.740 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit rund hundert Jahren gelangen hie und da vereinzelte in der altaramäischen Estrangelo-Schrift aufgezeichnete und „Peschitta“ genannte Bibelhandschriften aus dem bis dahin hermetisch abgeschlossenen Inneren Kurdistans nach Europa und Amerika. Die Ur-Peschitta besitzt in ihrem neuen Testament einen für sie allein typischen Kanon und ist nicht zu verwechseln mit der später von ihr abgeleiteten, in Jakobitenschrift aufgezeichneten und bereits frühzeitig unter europäischem Einfluss textlich veränderten Peschitto, die kurz nach dem Jahre 1700 durch den Maroniten Assemani aus dem Libanon in den Vatikan gebraucht wurde. Sie ist auch keine Übersetzung griechischer oder lateinischer Texte ins Syrische (Aramäische), denn sonst müßte sie ja inhaltlich mit ihnen identisch sein und könnte uns niemals dem biblischen Urtext näherbringen, was sie tatsächlich tut. Mit seiner Erkenntnis weicht Lamsa von einem traditionellen theologischen Lehrsatz ab, nach dem die griechischen Manuskripte die ältesten uns zugänglichen Aufzeichnungen des Neuen Testaments sein sollen. Für seine Übersetzungen und Kommentare bezog der Autor sich ausschließlich auf die Estrangelo- Bibelhandschriften, in denen kein einziges griechisches oder lateinisches Wort vorkommt und die in sich ein geschlossenes und vollkommenes Bild nahöstlicher Sprache, Sprichwörter, idiomatischer Ausdrücke, Sitten und Gebräuche darstellen.

Über den Autor

George M. Lamsa, Doktor der Theologie, Fellow der Royal Society of Arts, weltberühmter Bibelforscher und -übersetzer, wurde 1892 im Norden Iraks (im heutigen Kurdistan) in ein christlich-assyrisches Nomadenvolk geboren, das sich noch die Lebensweise und Sprache aus der Zeit Jesu erhalten hatte. Seine Muttersprache, das galiläische Aramäisch, war noch voller idiomatischer Redewendungen und Gleichnisse, die sich in 2.000 Jahren nicht verändert hatten. Bis zum Ersten Weltkrieg lebten die Menschen zwischen dem Euphrat und Tigris ein einfaches Nomadenleben, wie in den Tagen der Patriarchen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhren sie von der Entdeckung Amerikas und der Reformation in Deutschland. Gleichermaßen war die Existenz dieser alten Kultur früher Christen in der westlichen Welt völlig unbekannt. Es wurde sogar vermutet, daß die aramäische Sprache ausgestorben war. Doch in jener von der restlichen Welt abgeschnittenen „Wiege der Zivilisation“ hatte eine uralte semitische Kultur mit ihren biblischen Gebräuchen überlebt. Lamsa erlernte als Kind zunächst das Hüten der Schafe. Als Erstgeborener war er jedoch von seiner Mutter Gott geweiht worden. Im Alter von 12 Jahren wurde dieser Schwur mit einem uralten Ritual bekräftigt. Ein Ochse wurde geschlachtet und Lamsas Stirn mit dessen Blut bestrichen. Später sagte er, daß ihm dieses Versprechen an Gott immer im Bewußtsein war. Lamsas schulische Ausbildung begann bei den Priestern und Dekanen der alten Kirche des Ostens. Später schloß er die Colleges des Erzbischofs von Canterbury in der Türkei und in Persien mit den höchsten bis dahin verliehenen Ehren ab. Als die Türkei zu Beginn des Ersten Weltkriegs mit ihren Invasionen begann, war Lamsa gezwungen, aus Istanbul zu fliehen, wo er an der Kaiserlichen Universität studiert hatte. Er ging nach Südamerika. Anfangs kannte er nur drei Wörter auf Spanisch: Wasser, Arbeit, Brot. So gut er konnte, schlug er sich bei der Britischen Handelsmarine, beim Eisenbahnbau, im Bergbau und später in Druckereien durch – während seiner Schulzeit hatte er das Druckerhandwerk gelernt. Als Lamsa 1917 in die USA kam, war er Anfang zwanzig. Tagsüber arbeitete er als Drucker und abends bildete er sich weiter. Später studierte er am Episkopalischen Theologischen Seminar in Alexandria, Virginia und am Dropsie College in Philadelphia. Durch die Schwierigkeiten, die Lamsa während seiner ersten Jahre in den USA mit idiomatischen Ausdrücken hatten, näherte er sich langsam seiner Lebensaufgabe, nämlich der Übersetzung der Bibel aus dem Aramäischen ins Englische. Lamsa wurde zum begehrten Redner. Er sprach in Kirchen und Seminaren, in großen Hallen und in Hörsälen, vor Staatsmännern, Theologen, Künstlern, Schauspielern und vielen anderen Menschen und erwarb sich den Ruf eines Gelehrten, Poeten und Philosophen und eines Experten für alle Gebiete der nahöstlichen Zivilisation. Ein eigener innerer Drang sowie das Drängen von vielen Menschen, die ihn gehört hatten, motivierte ihn zu weiteren Forschungen. Nach dreißig Jahren Arbeit legte Lamsa die Übersetzung der Bibel aus dem altaramäischen Peschitta-Text vor, der in sich eine vollkommene Repräsentation der nahöstlichen Kultur darstellt und kein einziges Fremdwort enthält. Die “Lamsa-Bibel“, die komplett 1957 fertiggestellt war, war ein Welterfolg und brachte ihm, zusammen mit mehreren Kommentarwerken zur Bibel (zwei davon auf Deutsch), höchste Ehren und Anerkennung ein. Lamsa war u.a. der Gesandte des Patriarchen der Kirche des Ostens beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Schon früh erkannte George M. Lamsa, der acht Sprachen sprach, die Notwendigkeit, den westlichen Menschen in einer zusammenrückenden Welt ein besseres Verständnis des Islam vermitteln zu müssen. Zu dieser Aufgabe war er besonders berufen, da er “auf einer christlichen Insel inmitten eines muslimischen Ozeans“ aufgewachsen war. Diese Tatsache sowie seine aramäische Muttersprache (die dem Arabischen verwandt ist) verliehen Lamsa ein einzigartiges Verständnis der Mentalität, Sprache und Kultur der nahöstlichen Völker. In den letzten 10 Jahren seines Lebens war George M. Lamsa Lehrer und Mentor Dr. Rocco A. Erricos, der die Exegese der biblischen Schriften aus nahöstlicher Sicht weiterführt. George M. Lamsa verstarb 1975 in Kalifornien.


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Werner
Von Amazon bestätigter Kauf
Das dünne Buch finde ich sehr interessant. Endlich wird Licht in den frühen Orient gebracht. Die Entwicklung der Sprache im Orient von der Zeit kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung bis ins Heute wird wissenschaftlich und leicht verständlich betrachtet. Der Leser erhält ein Bild davon, wie sich die Völker sprachlich gegenseitig beeinflußt haben, die Griechen, Hebräer, Syrer, Assyrer, Römer, Babylonier, Ägypter, Perser, Europäer und viele weitere zum Teil nur kleine Völker.
Ein wenig gestört hat mich, wie oft der Autor immerwieder betont, daß die biblischen Texte ursprünglich nicht in griechisch geschrieben wurden. Ich hätte dem kompetenten Buchautor schon spätestens nach dem dritten Mal geglaubt, daß die ersten Schriftrollen des neuen Testaments in aramäisch (etwa hebräisch) aufgeschrieben wurden. Dennoch ist das Buch für einen Christen sehr interessant.
Der Preis ist für so ein schmales Taschenbuch auch ziemlich stolz meine ich.
Im letzten Drittel werden dann ein paar Beispiele aus dem Bibeltext aufgeführt, die falsch ins Griechische und folglich auch falsch ins Deutsche übersetzt wurden und so noch heute Kopfzerbrechen bereiten, wenn man diese Bibeltexte verstehen will. Aus heutiger Sicht finde ich das amüsant. George M Lamsa würde ich für sein Werk ein großes Lob aussprechen, wenn er denn noch leben würde. Dank auch an Richard E Koch der es ins Deutsche übersetzt hat, in dem originalen englisch hätte ich es nicht gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessantes Buch 19. Dezember 2009
Von wallo
Ein hervorragendes Buch . Gut lesbar geschrieben . Vorrausgesetzt man ist an christlicher Thematik interessiert.Manche Stellen in der Bibel , deren Sinn bisher schlecht verständlich war , werden plötzlich klar . Für Christen sehr zu empfehlen . Eigentlich für jeden .
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