Audiobook-Rezensionen
Auf der Insel Titiwu leben Professor Habakuk Tibatong, viele Tiere und Tim Tintenkleks glücklich und zufrieden. Das Schwein Wutz führt den Haushalt und Seele-Fant singt seine traurigen Lieder. Alle Tiere gehen freiwillig in die Sprachschule; doch alle haben ihre unverkennbare, individuelle Sprechweise. Bis eines Tages ein schmelzender Eisblock ein Urmel-Ei freilegt. Gemeinsam brüten sie ein Urmel aus ... Und leichtfertig teilt der Professor per Flaschenpost der Welt mit, dass es Urmels doch gibt. Das ruft König Futsch, der in der Demokratie eigentlich kein König mehr ist, auf den Plan. Er will das Urmel fangen und in sein Königreich tot oder lebendig bringen. Allerhand Aufregung und Turbulenz folgen.
Max Kruse schrieb Bücher, die in jedem Kinderzimmer zu finden sind: Der Löwe ist los, Gut gebrüllt Löwe und Don Blech ... Die Idee zum Urmel kam ihm, als er bei der Augsburger Puppenkiste war, und keinen Einfall hatte. Erst zu Hause brachte ihn eine tiefgefrorene Forelle auf das liebenswerte, freche und immer vorlaute Urmel.
Dirk Bach, der begnadete Sprecher, der mit unzähligen Preisen ausgezeichnet wurde, liest die Geschichte von Urmel und den anderen Tieren. Virtuos gibt er jeder einzelnen Figur Ping Pinguin, Wawa, Schusch, Seele-Fant, Wutz, Tim Tintenkleks und Professor Habakuk Tibatong und natürlich dem Urmel seine unverkennbare Stimme. Bach ist Max Kruses Wunsch-Erzähler und begeisterter Urmel-Fan! Für alle Kinder, Junggebliebene und Fans ab 6 Jahren. Lesung mit Musik, Spieldauer: ca. 151 Minuten, 2 MCs. Auch als CD erhältlich. -- culture.text
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2002
Sprecher Dirk Bach beherrscht den "albernen, maunzenden und quengelnden Kinderton" großartig, findet Rezensentin Felicitas von Lovenberg und erholt sich deshalb schnell von ihrem Befremden darüber, dass diese Hörbuch-Einlesung so verschieden ist von der Marionetten-Fassung der "Augsburger Puppenkiste". Spätestens der Teil, in dem die Tiere von Professor Habakuk Tibatong sprechen lernen sollen, wird für die Rezensentin zum "triumphalen Augenblick" der Lesung, die "jede Erinnerung an die Puppenkiste verscheucht". Die erzählerischen Passagen des Buches trägt Bach gelassen vor, gibt die Rezensentin außerdem zu Protokoll, das immer wieder von hingebungsvollen Versuchen unterbrochen wird, Bachs Diktionen und Klangkompositionen phonetisch wiederzugeben. Beim Zuhören konnte die Rezensentin eigenem Bekunden zufolge nicht nur Max Kruses genialisches Talent wiederentdecken, sondern auch das des "urseligen Komikers" Dirk Bach.
© Perlentaucher Medien GmbH
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Kurzbeschreibung
Klappentext
Über den Autor
Bekannt wurde er vor allem durch seine Kinder- und Jugendbücher, besonders durch "Urmel aus dem Eis". Viele seiner Bücher wurden für das Fernsehen verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt. Außerdem hat er Reisebücher über Asien, Ägypten und China geschrieben. Max Kruse ist Mitglied des P.E.N. und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Einige seiner Bücher standen auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis.
Max Kruse lebt im Süden von München und ist mit der chinesischen Musikerin und Malerin Shaofang verheiratet.
Dirk Bach, 1962 geboren, hat schon im Alter von 17 Jahren als Schauspieler auf der Bühne gestanden. In Deutschland wurde er bekannt durch die "Dirk-Bach-Show" auf RTL und durch die Comedie-Serie "Lukas" im ZDF und hat sich schnell ins Schauspielfach hochgearbeitet. Er setzt sich für viele humanitäre Organisationen ein, u. a. Amnesty International und PETA, einen weltweit tätigen Verein für die gerechte Behandlung von Tieren. Seit Jahren gehört er zu den beliebtesten Hörbuchsprechern: Walter Moers vertraut nur ihm seine Bücher an.
Auszug
Mutter Urmel runzelte besorgt die Stirn, schaute zu den grauen Wolken auf und schnaufte: »Anscheinend macht der Große-Wetter-Urmel heute einen unfreundlichen Scherz schade um dieses hübsche Ei.«
Dann zog sie sich in ihre Höhle zurück, schlang den Schweif um ihre Hinterbeine und schnupperte mit ihrer Nilpferdschnauze Hinaus. Natürlich hatte sie keine richtige Nilpferdschnauze, sie war ja ein Urmel, aber es sah so ähnlich aus.
Was nun das Urmel-Ei betrifft, so wuchs ihm langsam eine weiße Schneemütze, und das war sehr ungünstig, denn auch Urmel-Eier können nur in großer Wärme ausgebrütet werden. Es wurde aber immer kälter und kälter und noch kälter. Es wurde scheußlich kalt. »Oje!« bibberte Mutter Urmel. »Jetzt hört der Spaß aber auf!« Das war das letzte, was von ihr vernommen wurde, denn die Eiszeit hatte begonnen.
Wie wir wissen., dauerte die Eiszeit sehr, sehr lange. Hoch oben und ganz unten auf unserer Erdkugel, an den Polen, ist sie sogar heute noch nicht zu Ende. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .