Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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64 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Mr. Bean macht Ferien, 7. Juli 2008
Da hätte man ja wirklich etwas draus machen können: Eine nicht mehr ganz junge Tochter verreist - widerwillig- gemeinsam mit ihrem Vater. Keine Ahnung, wie ich drauf komme, aber was ich erwartete, war eine Geschichte mit Charakter, mit Lebensklugheit, mit Ecken und Kanten, mit Charme und einem Hauch Kindeserinnerung, ich erwartete etwas liebevoll Erzähltes, zärtlich - ruppiges, und ein wenig Reisebericht. Was ich bekommen sollte, wurde mir nach spätestens dreißig Seiten sehr klar: Eine armselige Variante des Klischee - Frauenromanes um eine obligatorisch tollpatschige, männerlose aber suchende Frau, der als Sidekick regelmäßig eine flotte Freundin (oder ein schwuler Mitbewohner, der hier aber seltsamerweise fehlt )hingeschrieben wird und zur Erbauung des Lesers gibt es ja auch immer, wirklich immer eine mehr oder weniger tyrannische, spießige, putzsüchtige und generell sehr unangenehme Mutter mitgeliefert. Hier hat man mal was ganz Neues versucht: Es gibt nämlich die furchtbare Mutter UND einen noch furchtbareren Vater, der zwischen altersstarrsinnigem Esel, Mister Bean und bockigem Kindergartenkind changiert , völlig lebensunfähig ist, auf zwei Seiten vierzig idiotische Dinge spricht und zu nichts zu gebrauchen ist. Wenn es wirklich Frauen mit solchen Vätern gibt und diese Väter in den letzten vierzig Jahren für unser Land und seine Bewohner verantwortlich waren, dann wundert mich wirklich gar nichts mehr! Und da es auch hier auf der Seite massenhaft Leute gibt, die jubeln: "Das könnte ja auch mein Papa sein!", verstehe ich, woher die Rentenlöcher, die Bildungskrise und die Klimakatastrophe kommen. Nein, im Ernst: Einer wie Heinz würde doch außer im Amt zur Verteilung von Zahnseide keinen einzigen Tag im beruflichen Alltag überlebt haben!!!! Aber weiter im Text: Die brave Tochter, 45 angeblich, ist mental über das Backfischalter nicht hinausgekommen , raucht heimlich,lässt sich trefflich herumschubsen und gackert mädchenhaft mit ihrer albernen Freundin herum. So etwas kann man in der Reihe "Freche Mädchen, wilde Hühner " abliefern, aber doch nicht für eine erwachsene Zielgruppe! Das ist doch nicht mal ironisch oder Comedy, das ist einfach armselig schlecht, voll mit abgedroschenen Klischeefiguren, es kommen nämlich auch noch vor: die schlecht gekleideten Omas, der tumbe Handwerker, der Hengst, der rehäugige Traumkerl, die absichtlich als Witzfigur gezeichnete Witzfigur ( hier ein rothaariger Reporter in karierten Bermudas) und so weiter und so weiter. So in etwa das Personal eines ordentlichen Peter - Alexander - Films aus den Siebzigern. Wer "Stromberg" zum Kreischen findet, mag sicher auch Heinz und deshalb denke ich, das wird sich verkaufen wie geschnitten Brot! Ein bunter Cocktail aus Banalitäten garniert mit einem Schuß Stuss.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Selten so gelacht, 30. Oktober 2009
Schade, dass dieses Buch hier so schlecht bewertet wird.
Für mich zählt dieses Buch zu den lustigsten und kurzweiligsten Büchern, die ich je gelesen habe. Ich konnte es leider nicht mehr abends im Bett lesen, da ich meinen Mann durch das laute Lachen immer wieder geweckt habe.
Ich kann es nur jedem empfehlen!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Daraus hätte man etwas machen können!, 1. August 2008
Die Grundidee des Buches ist gut. Die 45-jährige Tochter wird von der Mutter, die ins Krankenhaus muss, dazu verdonnert, ihren unselbständigen Vater für 2 Wochen mit nach Norderney zu nehmen, wo sie bei den Renovierungsarbeiten der Kneipe ihrer Freundin helfen will.
Das bietet viel Stoff, leider ist es der Autorin nicht gelungen, einen lustigen oder anrührigen Roman zu schaffen.
Die Story plätschert dahin, die Protagonistin erweckt Mitleid, weil sie sich noch immer wie ein Teenager benimmt(raucht heimlich, täuscht ihrem Vater Menstruationsbeschwerden vor, um zu einem Date zu entschwinden, heult der Mutter am Telefon ihren Liebeskummer vor).
Schade, man hätte daraus ein wirklich witziges Buch oder auch eine anrührende Vater-Tochter-Beziehungsgeschichte machen können, vielleicht sogar beides. Das Buch taugt noch nicht mal als Werbung für Norderney (so wie die Pilcher-Romane vor flacher Handlung wenigstens noch Interesse an der schönen Umgebung Cornwalls wecken).
Es ist leider geschrieben wie das Drehbuch eines wenig spannenden Sonntagabendfilmes im ZDF: flach, langweilige, seitenlange Dialoge, nervige Hauptperson.
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