...aber leider muss man sich auch eingestehen, dass die Kannibalen in Zivil abbauen. Was bei diesem Album fehlt sind Tracks die richtig herausstechen. Auch bei den Beats machen K.I.Z. eher einen Schritt zurück als nach vorne. Dazu kommt, dass das Album verhältnismäßig kurz ist, "nur" 17 Tracks, davon ein Skit, ein Bonustrack der zwar unterhaltsam ist, aber von der Qualität her nicht aufs Album passt, ein total missratener Possetrack "Koksen Ist Scheiße" auf dem sich das who's who der Berliner Nichtskönnerszene tummelt, und mit "Lauf Weg" ein sehr schlechtes Remake des K.I.Z. Klassikers "Neuruppin". Die restlichen 14 Tracks, die dann für mich den Kern des Ganzen darstellen, reichen von mittelmäßig bis solide gut, schade ist aber auch, dass Tarek direkt mit zwei Solotracks vertreten ist, plus Nico mit einem "Der Durch Die Scheibeboxxxer", welche zwar nicht schlecht sind, aber es ist ja kein Geheimnis dass K.I.Z.'s Stärken in der Gruppe liegen. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Maxim als einziger rapmäßig einen Schritt nach vorne gemacht hat, er geht nicht mehr neben Nico und Tarek unter. Als Highlights können "Urlaub fürs Gehirn, "In Seiner Mutter", "Mr. Sonderbar", und "H.I.T." genannt werden.
Fazit: K.I.Z. beweisen zwar mit diesem Album, dass sie immer noch eine der besten und relevantesten deutschen Rapgruppen sind, aber man merkt auch, wie auch schon beim Vorgänger "Sexismus Gegen Rechts", einen leichten aber stetigen Abwärtstrend. K.I.Z. können das alles sehr viel besser, und das wissen sie auch!