Wieder einmal, nachdem ich diese Scheibe "nur mal antesten" wollte und dabei auf die drei relativ jungen Knüppelrecken im Inlay geblickt habe, stellte sich mir die alte Frage: Wie in drei Gottes Namen kann man zu dritt so ein mörderisch sägendes Thrash Brett in die Rillen ritzen??? Nachdem mir vor Begeisterung beinahe die Äugelchen aus dem Schädel gekullert wären und ich mich gerade noch beherrschen konnte die Theke des CD-Ancheck-Standes aus seiner Verleimung zu rupfen um damit die abgefahrenste Luftgitarre in der Geschichte dieses Einkaufszentrums zu bedienen, verschwand die Scheibe ohne jegliches Zögern in den Tiefen meines Einkaufskorbes. Aber allen ernstes, für Thrash Lunatics Pflicht! Man nehme alte Kreator (Tja sagen wir mal "Pleasure to kill"), gestalte das ganze 'n Quentchen eingängiger, schüttle sich die Riffs ein wenig zügiger aus dem Gelenk, suche sich nen Sänger der kreischt als würde man ihm diverse Körperteile mit dem Lötkolben traktieren und lasse das ganze von einem hyperaktiven Old School Drummer ordentlich verrühren. Mit einem wunderbar drückenden, ein wenig "angerotztem" Schweden-Sound garniert, brauch man sich dat Teil eigentlich nur noch auf "Volume ten" reinpfeifen und man muß nich mehr auf den nächsten Vollmond zu warten um zum Unhold zu werden. Dazu sei gesagt, daß die Scheibe - bis auf ein kaum auffallendes Instrumental, das mit ein paar netten Melodien Marke "Schweden" aus den Boxen perlt - NUR bleifuß fährt. (In manchen Magazinen wird das doch tatsächlich als Kritikpunkt (!) geahndet!) Also echt nur für Leute, die das Fleisch roh mögen und auf Acts wie Defleshed, Carnal Forge und Co. können. Wenn Mille diesen Donnerbrocken hört wird er warscheinlich ein Tränchen abdrücken und seine Gitarre an den Nagel hängen! Enjoy this stuff! (Alf)