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Uran für Moskau. Die Wismut - Eine populäre Geschichte [Broschiert]

Rainer Karlsch
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

19. März 2007
Um im atomaren Wettrüsten gleichziehen zu können, benötigte die Sowjetunion nach 1945 dringend Uran. Dies fand sich im besetzten Teil Deutschlands. Eine sowjetische Aktiengesellschaft entstand, an der später auch die DDR beteiligt wurde: die SDAG Wismut. Das Unternehmen wuchs rasant und war Ende der 1960er Jahre der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Nach 1977 geriet der Uranbergbau jedoch in die Krise. Landschaften und Siedlungen waren rücksichtslos der Erzförderung geopfert worden, Tausende Bergleute an Lungenkrebs und Silikose erkrankt. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl rüttelte nach 1986 schließlich auch die Öffentlichkeit wach. 1991 beendete ein Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der sich auflösenden UdSSR endgültig die Zusammenarbeit. In die Sanierung der zerstörten Landschaften sind bisher 6,5 Milliarden Euro geflossen. In diesem Jahr wird hier die Bundesgartenschau eröffnet.

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Produktinformation

  • Broschiert: 280 Seiten
  • Verlag: Ch. Links Verlag; Auflage: 3., aktualisierte Auflage (19. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861534274
  • ISBN-13: 978-3861534273
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Entwicklung der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut hat der Wirtschaftswissenschaftler Rainer Karlsch in einem äußerst lesenswerten Sachbuch nachgezeichnet und damit ein längst überfälliges Standardwerk vorgelegt. (dpa)

Rainer Karlsch hat jetzt zur Wismut eine umfassende Studie vorgelegt, die alle Facetten der jüngeren Welt- und Zeitgeschichte enthält. (...) Mit der Geschichte der Wismut ist Karlsch eine gut recherchierte, flüssig geschriebene Darstellung deutsch-sowjetischer Zeitgeschichte gelungen, die im wiedervereinigten Deutschland noch immer zu wenig bekannt ist. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Das Buch von Rainer Karlsch »Uran für Moskau - eine populäre Geschichte« hat sich seinen Untertitel verdient - es ist informativ und verständlich geschrieben und ein Dokument über eine Zeit, in der das Primat militärischer Interessen zu katastrophalen Konsequenzen für Mensch und Umwelt führte. (WDR 5 - »Leonardo«)

Über den Autor

Jahrgang 1957; Studium der Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, dort 1982-91 Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte, 1986 Promotion; 1992-94 Mitarbeiter der Historischen Kommission zu Berlin, 1995-98 Mitarbeiter eines DFG-Schwerpunktprogramms; danach Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte der FU Berlin; seit 2004 freier Publizist mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte. Bücher im Ch. Links Verlag: »Allein bezahlt? Die Reparationsleistungen der SBZ/DDR 1945-53«, 1993; »Urangeheimnisse. Das Erzgebirge im Brennpunkt der Weltpolitik 1933-1960« (gemeinsam mit Zbynek Zeman), 2002; »Uran für Moskau. Die Wismut - Eine populäre Geschichte«, 2007.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte der Wismut SDAG 27. November 2010
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Die populäre Geschichte von Rainer Karlsch ist eine sehr umfassende Darstellung der Entwicklung und Arbeitsweise der SDAG Wismut in der SBZ und in der DDR. Viele unter Geheimhaltung gestandene Zahlen geben einen Einblick in die wirtschaftlichen und in ökologische Probleme der Produktion von Grundmaterialien für die Atombombe und die Erzeugung von Energie in Kraftwerken,Es wird der Niedergang der Uran Förderung nach dem Gau von Tschernobyl begründet und die gesundheitlichen Risiken und Gefahren bei der Gewinnung und Verarbeitung ausgeführt.Die Umweltbelastung wird dargestellt und die Sanierung wird in ihren Umfang beschrieben.
Ein sehr guter Einblick in eines der dunkelsten Kapitel der DDR Geschichte wird dargestellt. Lesenswert und sehr kompetent.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiger Beitrag 7. Dezember 2012
Von Jörg Raach VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Dieses Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Industrie- und Wirtschaftsgeschichte der DDR und bietet darüber hinaus Informationen, die bislang nur wenig bekannt sind, wurden sie doch bewusst zurückgehalten. Schon die Namensgebung der Sowjetischen Aktiengesellschaft Wismut für die Uranerzbergwerke in Sachsen und Thüringen war irreführend. Nicht nach dem Erz Wismut wurde gesucht, sondern unter Verantwortung des Geheimdiensts mit größtem Aufwand nach Uran für eine sowjetische Atombombe. Nur durch die dann erschlossenen größten europäischen Uranerzvorkommen im Südosten Thüringens und im Süden Sachsens konnte schon im August 1949 die erste sowjetische Atombombe gezündet werden. Die hohen Strahlenbelastungen für die Bergleute und die gravierenden Umweltschäden des dann drittgrößten Uranproduzenten der Welt wurden in Kauf genommen. Erst nach 1955 kam es zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Bergwerken, wurde überhaupt erst der Radomgehalt in den Gruben gemessen. Die Umweltbelastungen durch die Abraumhalden und kontaminierten Schlämme konnten erst nach dem Ende der DDR mit einem Milliardenaufwand behoben werden (insgesamt werden bis zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen 2015 13 Milliarden Euro dafür ausgegeben werden). Die Bundesgartenschau 2007 zeigt in Ronneburg den Erfolg: die Strahlenbelastung im dortigen ehemaligen Bergwerksgebiet entspricht inzwischen den Durchschnittswerten, die Landschaft dient wieder der Erholung. Von der Sanierungskompetenz der Wismut-Mitarbeiter können jetzt weltweit andere Uran-Bergbaugebiete mit ähnlichen Problemen profitieren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte der Wismut, populär erzählt 12. April 2012
Von Onkel Uhu
Format:Broschiert
Nein, man muß kein Bergbauexperte und auch kein Physikstudium absolviert haben, um dieser historischen, heute weitgehend abgeschlossenen Firmengeschichte zu folgen. Der Leser erfährt zur Einstimmung ein Minimalwissen, um überhaupt zu verstehen, was es mit der einst nutzlosen "Pechblende" so auf sich hat. Er erfährt von Zwangslage, in die die Sowjetunion nach der Präsentation der A-Bombe durch die USA an lebenden Versuchskaninchen in Gestalt japanischer Zivilbevölkerung in bekannten Großstädten, geriet. Diese neue Demonstration der Stärke des einst Verbündeten, konnte nur mit einer unvorstellbaren Aufholjagd begegnet werden, um hier Gleichwertiges entgegen zu setzen. Der hierfür unbedingt notwendige Rohstoff Uranerz fand sich ausgerechnet im besiegten Deutschland in den bekannten Bergbauregionen Sachsens und Thüringens.
Das Buch ist ein Denkmal für tausende Bergleute, die ihre Gesundheit, ihr Leben opferten, anfangs aus Unkenntnis, aus der Unterordnung eines Strahlenschutzes gegenüber hoher Produktivität hier an der "unsichtbaren Front" ihren Beitrag für das atomare Patt und damit für die Sicherung des Friedens in der Welt gaben. Dank, Hochachtung und Respekt!
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